Am Bauzaun vor Notre-Dame werden die Berufe auf der Baustelle künstlerisch und sehr individuell dargestellt

Chefbildhauer Pascal Larsonneur. „Visages du chantier“. Foto: Rebatir Notre-Dame

Das berühmte Studio Harcourt aus Paris hat die Fotos direkt vor Ort inszeniert

Als „Baustelle des Jahrhunderts“ wurde der Wiederaufbau von Notre-Dame in Paris schon bezeichnet, und die Bezeichnung trifft das Projekt sowohl von der besonderen Bedeutung dieses Kulturerbes der Menschheit als auch von den besonderen Anforderungen an die Mitwirkenden. Denn es ist eine ungeheure Zielsetzung, das monumentale Gotteshaus nach dem Brand vom 15. April 2019 denkmalgerecht wieder herzustellen und dabei so weit wie möglich sowohl die Materialien der Altvorderen zu benutzen als auch deren Knowhow zu nutzen.

Denn Notre-Dame galt schon in seiner Bauzeit von 1163 bis 1345 als Wunderwerk der Kunstfertigkeit der Handwerker.

Wo jetzt mehr und mehr Teilaufgaben fertiggestellt werden, sollen auch die Menschen auf der Baustelle sichtbar gemacht werden, so die Idee des für den Wiederaufbau verantwortlichen Etablissement Rebatir Notre-Dame. Das geschieht an Ort und Stelle in der Bildergalerie „Visages du chantier“ (Gesichter von der Baustelle), nämlich mit Postern am Bauzaun, wie es auch anderswo üblich ist. Jedoch sind die Fotos der Handwerker und anderen Berufe, wie sie hier gezeigt werden, dem Projekt angemessen: sie inszenieren die Frauen und Männer aus den vielen Berufen künstlerisch und sehr individuell.

Jessica Barré, Kuratorin und Restauratorin von Gemälden.Alou Dembélé, Gerüstbauer.

Für die Fotos hat das Rebatir Notre-Dame eine große Pariser Adresse ins Boot geholt: die Fotografen des Studio Harcourt hatten für eine Woche ihren Arbeitsplatz auf die Baustelle verlegt. Dort aber haben sie nicht die Handwerker bei der Arbeit abgelichtet, sondern sie in künstlichen Räumen vor schwarzen Wänden in der passenden Beleuchtung fotografiert.

Das Studio wurde 1934 gegründet und wurde mit seinem Stil berühmt, bei dem das Licht die Gesichter und Objekte auf den Fotos wie Skulpturen modelliert.

In der Pressemitteilung des Etablissements zur Bildergalerie stellt sein Präsident Philippe Jost die Bedeutung der Arbeit der Berufe für das ganze Land heraus: „Das französische und das ausländische Publikum (kann) das Engagement und den Stolz dieser Frauen und Männer erleben, der Frankreich zur Ehre gereicht.“

Am 08. Dezember 2024 soll die Wiedereröffnung stattfinden.

Wir berichten in Kürze wieder detailliert über einige Aspekte der Arbeiten.

Rebatir Notre-Dame

Fotos: Studio Harcourt

Sauberkeit und damit verbundene Dienstleistungen, Firma Atalian.Steinmetze der Firma Lefèvre, die bei den Steinarbeiten eine führende Rolle spielte.

See also:

(07.06.2024)