Llab.design aus der Ukraine zeigte auf dem Salone del Mobile 2024 neue Designobjekte

Llab.design: „Black Soil“.

Unbeeindruckt vom Krieg durch Russland entwickelt die Firma schöne Alltagsgegenstände mit Naturstein

Das Überleben der Ukraine im Krieg durch Russland stand im Mittelpunkt jener Präsentation der ukrainischen Firma Llab.design auf der Marmomac 2022, nur ein gutes halbes Jahr nach dem Überfall durch Wladimir Putins Armee. Seitdem hält das Land dem Aggressor stand, und im Ausland hat sich man sich an das Leben mit dem Krieg woanders gewöhnt. Für die Ukrainer aber bleibt das Thema allgegenwärtig, und so taucht es auch der neuen Kollektion von Llab.design auf, die auf der Möbelmesse Salone del Mobile in Mailand im April 2024 präsentiert wurde: Ganz am Ende des Katalogs wird die Wandplatte „Black Soil“ (Schwarze Erde) gezeigt, die in einem runden Arrangement schwarzer Marmorsorten unübersehbar einen kleinen Kreis mit den Nationalfarben der Ukraine zeigt, Blau (Quarzit Azul Macaubas) und Gelb (Kalkstein Crema Valencia).

Llab.design: „Black Soil“.Llab.design: „Black Soil“.

Der Name des Objekts erinnert an die fruchtbaren Böden der Ukraine. Das Land zählte und zählt zu den wichtigsten Weizenproduzenten der Welt.

Die Gestaltung stammt von den Designern von Llab.design.

Es gibt die Wandplatte in zwei Größen, nämlich mit 1200 mm Durchmesser und 84 kg Gewicht beziehungsweise 900 mm Durchmesser mit 47 kg Gewicht. Auch in weißem Marmor ist sie zu haben.
 

Llab.design, Roksolana Denys: „Duality“.Llab.design, Roksolana Denys: „Duality“.Llab.design, Roksolana Denys: „Duality“.
„Duality“ (Dualität) hat die Designerin Roksolana Denys ihre neuen Objekte genannt. Der Name stellt ihre Objekte in Beziehung zur Cucuteni-Tripolje-Kultur, die von 5000 bis 2750 v. Chr während der Steinzeit den größten Teil der heutigen Ukraine besiedelte.

Auffallend ist das Material, das die Designerin für ihre Konsole, Stehlampe und die Tische gewählt hat: Es ist die Brecchia Pantifico mit ihren leuchtend roten rund weißen Flächen. Ebenfalls auffallend ist der Fuß der Tische: es wiederholen sich geometrische Formen, die in der Mitte durch eine unübersehbare Fuge unterbrochen sind.

Uns kam bei dem großen Tisch mit drei Beinen und 1100 mm langer Platte die Anmutung, dass da drei Steinzeitmenschen unter einer Überdachung zum Gedankenaustausch beieinander stehen.
 

Llab.design, Aleksandr Bosenko und Vadim Livshyts: „Edge“.Llab.design, Aleksandr Bosenko und Vadim Livshyts: „Edge“.Llab.design, Aleksandr Bosenko und Vadim Livshyts: „Edge“.
„Edge“ (Kante) haben Aleksandr Bosenko und Vadim Livshyts ihre Kollektion mit Konsolen und Beistelltischen genannt. Dominant ist hier in der Tat der Rand des Möbelstücks aus Marmor. Auch hier sind die Objekte in verschiedenen Größen und Steinsorten erhältlich.

Bei der Bar-Konsole lässt sich die Steinplatte mit einem Mechanismus bewegen.
 

Llab.design, Alina Kravchuk: „Viyalo – Wind Power“.Llab.design, Alina Kravchuk: „Viyalo – Wind Power“.Llab.design, Alina Kravchuk: „Viyalo – Wind Power“.
„Viyalo – Wind Power“ nannte Alina Kravchuk ihre runden Platten mit gefaltetem Muster. Sie dienen in verschiedenen Ausführungen zum Beispiel zur Dekoration von Wänden oder Schranktüren oder auch, leicht modifiziert, für Tischplatten. Die Idee dahinter ist die uralte Geschichte des Fächers: In den alten Mythen gibt es die Erzählung, dass jemand in Sorge nur an seinen Fächer schnippen müsste, und schon würde eine Göttin per Wind eine Lösung auf den Weg bringen.

Teile der „Vitality“-Kollektion wurden auf der Marmomac 2022 gezeigt und sind auch im neuen Katalog zu sehen.

Llab.design

Fotos: Llab.design

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(12.06.2024)