Draenert und Gino Carollo: „Paramount“.

Eine ständige Diskussion zwischen Architekten, Designern und Steinleuten ist, wie dick Naturstein sein muss, damit er noch wie echter Stein aussieht, nicht nur wie ein billiger Überzug an einer Fassade oder an einem Möbelstück. Von der Firma Draenert vom Bodensee kommt nun ein ganz neuer Beitrag zu diesen Debatten: Bei den Tischen und der Konsole „Paramount“ sind die Beine so gestaltet, dass das ganze Möbelstück massiv erscheint und trotzdem leicht aussieht und das auch ist.

Dafür hat die Firma einige geometrische und steintechnische Tricks eingesetzt, jedoch ohne das Material abzuwerten.

Man erinnert sich an das Problem des massiven Steins im Möbelbau: Angelo Mangiarottis berühmter Tisch „Eccentrico“ aus dem Jahr 1971 verkündet die Massivität des Steins zusammen mit einer beinahe schwebenden Form – bringt aber dafür je nach Variante gut 300 kg Gewicht auf die Waage (Verlinkung siehe unten)!

Draenert und Gino Carollo: „Paramount“.

Für Draenert hat der Designer Gino Carollo Tisch und Konsole „Paramount“ entworfen. Die Presseleute der Firma schreiben über ihn: „Ihm geht es immer darum, das Spannungsfeld zwischen Leichtigkeit und dem Naturstein-Material spielerisch zusammenzubringen.“

Zwei Wege hat er dafür beschritten: Der eine kommt aus dem Steinmetzhandwerk und ist altbekannt, der andere bedient sich der Geometrie, wendet also das Wissen um Winkel und Linien auf die Form der Tischbeine an.

Draenert und Gino Carollo: „Paramount“.

Es ist der Verlauf der Adern im Stein, der die Tischbeine massiv erschienen lässt. Sie werden nämlich von der einen Seite kommend um die Ecke herum auf der anderen fortgeführt.

In Wirklichkeit handelt es sich um Platten mit zwei cm Dicke, wie sie sich bei Draenert in vielen Möbelstücken bewährt haben. Im Inneren haben die Beine eine tragende Metallstruktur.

Draenert und Gino Carollo: „Paramount“.

Die Geometrie gibt den Tischbeinen noch zusätzliche Leichtigkeit: Sie haben die Form von Trapezen, haben also oben eine kürzere und unten eine längere Seite, beziehungsweise umgekehrt.

Damit nicht genug: jedes Bein ist ein wenig wie ein Keil zugespitzt.

Es gibt den Tisch in zwei verschiedenen Größen und mit einer Auswahl an 150 Steinsorten.

Draenert und Gino Carollo: „Paramount“.

Möglich ist auch, einen Paramount mit zwei anderen zu einem richtig langen Stück zu kombinieren. Für solche Fälle kann der Tisch auch mit einer Anlage für Konferenzen bestückt werden. Dann wird Paramount „zum Zentrum jedes hochwertigen Besprechungsraums“, schreiben die Presseleute, ohne zu übertreiben.

Draenert

Gino Carollo

Fotos/Renderings: Draenert