„Seawilding“ nannte sich ein Garten, mit Bezug auf eine Initiative zum Schutz der Küste am Loch Craignish in Schottland. Mit Sandsteinen wurde eine typische Küstenzone nachgestellt. In einem Becken wuchs Seegras – durch ein Fenster konnten die Besucher von der Seite ins Wasser schauen..

Die Chelsea Flower Show findet jährlich in London statt und zeigt aktuelle Trends bei Gärten und Pflanzen. Natürliche Materialien stehen seit einigen Jahren im Mittelpunkt auf dem 4,5 ha großen Gelände; Naturstein kommt bislang zwar nur am Rande vor, aber wird von den Gartendesignern immer öfter eingesetzt. Sie entwerfen für die riesige Schau einerseits die übliche Pflanzenpracht, wie man sie von ähnlichen Veranstaltungen kennt, aber es geht auch um moderne Themen, etwa Balkon- oder Containergärten.

Auch 2025 (20. – 24. Mai) zeigten sich gesellschaftliche Trends auf der Schau: So werden die Schaugärten, für deren Aufbau nur 19 Tage Zeit zur Verfügung steht, nach dem Ende der Veranstaltung wiederverwendet und an anderer Stelle wiederaufgebaut. Damit unterstreicht der Veranstalter, die Royal Horticultural Society (RHS), ihren Anspruch, Antworten für aktuelle Fragen jenseits der Blumenpracht zu finden.

Zum ersten Mal wurde in diesem Jahr Seegras in einem Projekt verwendet. Das verweist auf den Schutz der Meere als ein aktuelles Thema.

Wir zeigen unten das Projekt dazu (sowie weitere Schaugärten, bei denen Stein mehr als nur eine Standardrolle spielte).

Fließendes Wasser tauchte in vielen Projekten als Element der Entspannung auf. Teils wurden kleine Wasserläufe mit Gefälle nachgebaut, teils ließen die Designer es aus Steinbecken in die Tiefe tropfen.

Drei Anmerkungen:
* Während etwa bei Gartenhäusern Holz und Stampflehm reichlich Verwendung fanden, gab es kein solches Projekt mit Massivstein oder Stone Bricks;
* das Farewell Flowers Directory präsentierte Bemühungen, auf Friedhöfen von Plastikblumen wegzukommen;
* der „Dog Garden“ war ein Highlight bei den Besuchern.

Royal Horticultural Society
https://www.rhs.org.uk/shows-events/

Farewell Flowers Directory
https://www.farewellflowers.co.uk/

Fotos: Chelsea Flower Show

„Seawilding“.„Seawilding“.„Seawilding“ nannte sich ein Garten, mit Bezug auf eine Initiative zum Schutz der Küste am Loch Craignish in Schottland. Mit Sandsteinen wurde eine typische Küstenzone nachgestellt. In einem Becken wuchs Seegras – durch ein Fenster konnten die Besucher von der Seite ins Wasser schauen.
 

Bei „Freedom to Flourish“ umgab eine hohe Gabione den Garten. Sie war mit verschiedenen Materialien dekorativ befüllt.„Freedom to Flourish“.Bei „Freedom to Flourish“ umgab eine hohe Gabione den Garten. Sie war mit verschiedenen Materialien dekorativ befüllt.
 

Beim „ME+EM City Garden“ wurde mit Farben experimentiert, um eine entspannte Atmosphäre zu schaffen: Grün und Rosa herrschten vor – das Rosa wurde markant präsentiert mit einem Beistelltisch, dessen Material Naturstein sehr ähnlich sah.„ME+EM City Garden“.Beim „ME+EM City Garden“ wurde mit Farben experimentiert, um eine entspannte Atmosphäre zu schaffen: Grün und Rosa herrschten vor – das Rosa wurde markant präsentiert mit einem Beistelltisch, dessen Material Naturstein sehr ähnlich sah.
 

Beim „MS Amlin Peace of Mind“ ging es ebenfalls um Farbtherapie, daneben auch um die positive Wirkung natürlicher Materialien. Die Sitzbank war aus senkrecht gestellten Steinplatten zusammengesetzt.„MS Amlin Peace of Mind“.Beim „MS Amlin Peace of Mind“ ging es ebenfalls um Farbtherapie, daneben auch um die positive Wirkung natürlicher Materialien. Die Sitzbank war aus senkrecht gestellten Steinplatten zusammengesetzt.
 

Beinahe unsichtbar blieb der Naturstein beim „Rainforest Garden“. Hier ging es um die dichten Wälder Britanniens, die auch in der Artus-Sage Erwähnung finden. Stein dient hier als Untergrund für dicke Polster aus Moosen und Flechten oder gestapelt als für Wegesränder.„Rainforest Garden“. Beinahe unsichtbar blieb der Naturstein beim „Rainforest Garden“. Hier ging es um die dichten Wälder Britanniens, die auch in der Artus-Sage Erwähnung finden. Stein dient hier als Untergrund für dicke Polster aus Moosen und Flechten oder gestapelt als für Wegesränder.
 

Im „Japanese Tea Garten“ ging es nicht um Natur, sondern um Kunst: Mit Kieseln und kleinen Steinbrocken wurde hier eine inszenierte Landschaft geschaffen.„Japanese Tea Garten“.„Japanese Tea Garten“.Im „Japanese Tea Garten“ ging es nicht um Natur, sondern um Kunst: Mit Kieseln und kleinen Steinbrocken wurde hier eine inszenierte Landschaft geschaffen.