Die Messe Marmomac in Verona begeht vom 22. – 25. September 2026 ihre 60. Ausgabe. Neuheit in diesem Jahr ist die Eröffnungsrede durch den international bekannten Architekten Carlo Ratti, der einen Blick auf „Naturstein als gestaltendes Material in den Umbrüchen der Zukunft“ werfen wird, wie die Messe in einer Pressemitteilung auf Italienisch schreibt. Neu werden auch die Präsentationen in der Kreativhalle 10 sein: Diesmal lautet deren Motto „The Bedrock – Leading the Future of Natural Stone“ (Das Grundgestein – auf dem Weg in die Zukunft des Natursteins).
Erstmals präsentieren dort Davide Fabio Colaci und Joseph Grima ihre Ideen zu Naturstein. Laut Messe zählen die beiden zu den „prägenden Figuren in der ,Nouvel Vague‘ in Design und Architektur“. Wie in den Vorjahren zeigen auch Industriedesigner Raffaello Galiotto and Architekturprofessor Giuseppe Fallacara ihre Denkanstöße für die Weiterentwicklung der Branche.
Neu ist auch der „International Sustainable Excellence Award“ in Kooperation mit der Universität von Verona. Die Auszeichnung will laut Presseunterlagen „die fortschrittlichsten Lösungen für nachhaltige Innovationen innerhalb der Lieferkette der Steinindustrie hervorheben und Maschinen, Systeme, Werkzeuge, Materialien und Projekte würdigen, die einen spürbaren Beitrag zur Steigerung der Produktionseffizienz, zur Verbrauchsreduzierung und zur verantwortungsvollen Ressourcennutzung leisten können“.
Wieder gibt es das Programm „Marmomac & The City“, bei dem Kunstobjekte aus Stein in der Innenstadt von Verona gezeigt werden. Die Messe kooperiert dafür mit der Initiative „White Carrara“, die im Sommer Skulpturen in der Marmorstadt zeigt.
Auf dem Messegelände findet wieder die Marmomac Academy mit Vorträgen und Gesprächen statt. Der Best Communicator Award wird zum 18. Mal an Aussteller für die Qualität ihrer Stände vergeben.
Symbolisch fand die Pressekonferenz zur Jubiläumsmesse in den Prun-Steinbrüchen in Negrar in der Provinz Verona statt. Damit wolle die Veronafiere als Veranstalter an den Beginn der Branchenschau im Jahr 1940 in Sant’Ambrogio di Valpolicella unter dem Namen „Mostra del Marmo e delle Macchine“ erinnern. Das anfangs rein italienische Ereignis wuchs mit der Branche, und aus dem Famlientreffen wurde ein Treffpunkt für international agierende Akteure.
In den frühen 1990ern wechselte die Messe nach Verona unter die professionelle Führung der Veronafiere auf dem modernen Messegelände unweit vom Bahnhof.
Ein Meilenstein für die Branche war die Ausstellung „Marmomacc Meets Design“, die später unter dem Namen „Italian Stone Theater“ fortgeführt wurde.
2016 verlor der Messename das zweite „c“ und schreibt sich seitdem „Marmomac“.
Verwirrung stiftet seit einigen Jahren der Titel „Marmo + Mac“ – er fasst die verschiedenen Aktivitäten der Messe unter einer Marke zusammen, ist jedoch nicht ein neuer Name für die Branchenschau.
Im Jahr 2025 verzeichnete die Marmomac 1480 Aussteller und 50.000 Besucher, von denen 66% aus dem Ausland kamen.

