Naturstein-Influencer Charlie Gee bei der Preisverleihung.

Die Marmomac in Verona 2025 (23. – 26. September) verzeichnete trotz der aktuell schwierigen Lage auf dem Weltmarkt eher die üblichen Schwankungen. Der Grund mag sein, dass viele Bürger in Naturstein eine wertstabile Investition sehen und der wirtschaftlichen Unsicherheit mit Investitionen in ihre Immobilien gegensteuern. Wir hatten schon nach der Coronakrise diesen Eindruck. Wir zeigen die Statistiken ganz unten; neben den vorläufigen 2025er Zahlen der Veronafiere die endgültigen, UFI-geprüften [UFI-approved] Daten der Jahre nach Corona.

Die Steinmesse in Verona versteht sich als DER Ideengeber für die Steinbranche weltweit. Die wichtigsten Präsentationen hatten wir in Vorberichten dargestellt (siehe „See also“) ganz am Fuß dieser Seite. Weitere Themen waren:

Internet

Ganz innovativ, aber außerhalb der Messe, war der Auftritt auf der Musik-Plattform Spotify: „Suoni del Marmo – La Materia Prende Vita“ (Marmorklänge – die Materie kommt zum Leben)
https://open.spotify.com/intl-de/album/6CB5hFOj1rsatvGYfAbKvT

Erstmals stellte die Messe – gleich zwei – Influencer vor: einer davon war Charlie Gee aus Großbritannien. Er ist Steinmetz, „Heritage Influencer“ und Bodybuilder. Er führte sein Können am Stein in der Halle 10 vor und wurde als einer der Masters of Stone geehrt.
 

Masters of Stone

Die weiteren Masters of Stone waren:

Master of Stone: Giovanni Conterno (3.v.li.).Giovanni Conterno (La Favorita), geehrt für die Verbindung von Tradition und Innovation durch seine unternehmerische Vision;

Master of Stone: Tamara Plastić. Links: Adolfo Rebughini, Generalmanager Marmomac, rechts: Federico Bricolo, Präsident VeronafiereTamara Plastić, Direktorin der renommierten Steinmetzschule in Pučišća, Kroatien;
https://www.stone-ideas.com/68386/steinmetzschule-kroatien-brac/;

Master of Stone: Burkhard Pohl.Burkhard Pohl (Göflaner Marmor), Pionier des Weißen Covelano Marmors;

Master of Stone: Paolo Camaiora.Paolo Camaiora, Architekt aus Carrara, der für die Verwendung von Marmor in der Architektur gewürdigt wurde.
 

Best Communicator Award

Die 17. Ausgabe dieses Preises wurde erstmals in Kooperation mit dem US-Wirtschaftsmagazin Forbes vergeben. In den beiden vergangenen Jahren hatte Veronafiere für die Präsentation in der Halle 1 eine Kooperation mit dem Hearst Verlag und dessen Magazin Elle Decor ausprobiert. Zu der neuen Partnerschaft heißt es in den Presseunterlagen: „Die Partnerschaft erweitert den Best Communicator Award über die Messeaussteller hinaus auf führende Persönlichkeiten aus dem Kulturbereich – sowohl aus Italien als auch aus dem Ausland –, die im Jahr 2025 Marmor und Naturstein einem breiten und vielfältigen Publikum erfolgreich nähergebracht haben.“

Best Communicator Award: Maurizio Cattelan.Best Communicator Award: Maurizio Cattelan.Best Communicator Award: Maurizio Cattelan.Der Künstler Maurizio Cattelan gewann einen der Preise für seine Arbeit mit CNC-Robotern in der Bildhauerei. Die stammen aus der Ausstellung „Seasons“ und dokumentieren das Auf und Ab im menschlichen Leben und in der Natur. Da er selbst nicht anwesend sein konnte, schickte er seine Porträtbüste aus weißem Carraramarmor und ein Video, das zeigt, wie ein Roboter die Büste erstellt.

Best Communicator Award: Hannes Peer, „Crash“. Ausgezeichnet wurde Hannes Peer für seine Arbeit „Crash“ für die Firma Margraf. Die Jury dazu: Er erneuerte die Rolle von Stein „von einem rein dekorativen Element zu einem dynamischen narrativen Element, das Zerbrechlichkeit, Wirkung und neues Denken provoziert.“ Er selbst sagte: „Man nennt mich den Apostel des Marmors. Diesmal wollte ich Stein dynamisch gestalten. Ich habe Oberflächen transformiert, sie in Tapeten verwandelt und mit ihrer Dreidimensionalität experimentiert.”

Best Communicator Award: Hannes Peer (li.), Paolo Stella.Einen Preis bekam auch Paolo Stella, Influencer und Creative Director bei @suonarestella. Er brachte im Jahr 2025 die Möbelkollektionen COM|PLE|MEN|TARE und POR|TAN|TE auf den Markt. Die Jury dazu: „Durch die Verwendung einer Vielzahl von Natursteinen verlieh er dem Material eine alltägliche und zugleich elegante Dimension und interpretierte dessen Vielseitigkeit auf authentisch persönliche Weise.“

Einen Spezialpreis bekam Yuri Ancarani für seinen Film „Il Capo“, der die Arbeit im Steinbruch dokumentiert.

Geehrt unter den Ausstellern wurden die Firmen Verzu, DDChem, and I Conci.

Die IUSVE (Istituo Universitario Salesano Venezia) hatte eine Besondere Erwähnung im Rahmen des Best Communicator Award initiiert: Sie ging an die Firma Furrer für „ihre Fähigkeit, physische, taktile, interaktive und visuelle Vollständigkeit in einer Präsentation mit Eleganz und Innovation zu verbinden und so ein multisensorisches Erlebnis zu schaffen, das sowohl die Produkt- als auch die Markenidentität vermittelt.“

60 Jahre Consorzio Pietra Piasentina

Eine besondere Auszeichnung der Messe bekam das Consorzio Pietra Piasentina, das seit 60 Jahren den Kalkstein aus der Region im Friaul vertritt. In der Ehrung wird betont, dass das Konsortium „eine ganze Region und ihre lokale Wirtschaft schützt und fördert und dabei die Werte von Tradition und Handwerk hochhält“ (italienisch).
https://consorziopietrapiasentina.it/

Antolini in den Gallerie Mercatali

Die Sonderschau von Antolini in den Gallerie Mercatali war nicht spektakulär: Zwar wurden 50 exklusive Steinsorten aus den Kollektionen der Firma präsentiert, dies aber nur in Bundles stehend. In der Ankündigung hatte das Firmenmarketing noch eine Inszenierung als „einhüllende, dreidimensionale Erzählung über die Antolini®-Steinwelt“ versprochen, und wir hatten uns zu einer ausführlichen Ankündigung hinreißen lassen.

Marmomac 2026, September 22 – 25

Fotos: Veronafiere / Ennevie

Marmomac Statistik. Datenquelle: Marmomac/UFI