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Kaufkraft: Jedem Schweizer stehen in diesem Jahr im Schnitt 37.234 € für Lebenshaltung und Konsum zur Verfügung

Die Konsumforscher der GfK erwarten für jeden Schweizer (und Liechtensteiner) in diesem Jahr im Schnitt eine Kaufkraft von 37.234 €. Das ist das Geld, das für Konsum, Miete oder Lebenshaltungskosten ausgegeben werden kann. Die Gesamtsumme soll bei 300,7 Mrd. € liegen. Abgeschlagen auf den Plätzen dahinter folgen die beiden anderen deutschsprachigen Länder: in Österreich wird die Gesamtsumme der Kaufkraft bei rund 185 Milliarden € liegen, im Schnitt 21.891 € pro Person. Die Deutschen werden im Schnitt 21.179 € pro Person zur Verfügung haben.


Der Vergleich der Schweizer Kantone untereinander nach der Kaufkraft ihrer Bevölkerung zeigt, dass drei der fünf reichsten Einheiten in der Zentralschweiz liegen. Die Bewohner des wohlhabendsten Kantons Zug verfügen über knapp 50 % mehr Kaufkraft als der Durchschnitt. Auch die Bewohner der Kantone Schwyz und Nidwalden liegen mit einer verfügbaren Kaufkraft von 49.910 bzw. 45.324 € deutlich über dem schweizerischen Durchschnitt.

Die Bewohner der Kantone mit den größten Städten der Schweiz verfügen ebenfalls über ein überdurchschnittliches Einkommen: Hier liegen die Bewohner des Kantons Genève mit 113 Indexpunkten vorn, gefolgt von den Bewohnern des Kantons Zürich und Basel-Stadt.

Vergleicht man die Gesamtsummen der Kaufkraft, liegen auf Kantonsebene Zürich und Bern mit 58,1 Mrd. € beziehungsweise 34 Mrd. € ebenfalls vorn. Gemeinsam verfügen die Bewohner der beiden Kantone damit über rund ein Drittel der gesamten Schweizer Kaufkraft.


Nach Bezirken aufgeschlüsselt, findet man die reichsten Einheiten rund um den Zürichsee. Die dortigen Bezirke Höfe, Meilen und der Horgen liegen alle in den Top 5 der kaufkraftstärksten Bezirke der Schweiz. Die Bewohner des Bezirks Meilen, in dem die Züricher „Goldküste“ liegt, verfügen etwa im Mittel um mehr als 50 Prozent mehr Kaufkraft als der schweizerische Durchschnitt.

Entlang des Genfersees liegen die Bezirke „District de Nyon“ und „District de Lavaux-Oron“, die im Ranking der Top 10 Bezirke die Plätze sechs und neun belegen. Die Bewohner des „District de Nyon“ verfügen im Mittel über 22 Prozent mehr Kaufkraft als der Durchschnitt, die Einwohner des „District de Lavaux-Oron“ über rund 18 Prozent mehr.


Der Blick auf Österreich zeigt, dass im Bundeslandvergleich wie im Vorjahr Niederösterreich vor Wien bei der Kaufkraft den ersten Platz belegt. Insgesamt sind die Unterschiede auf Ebene der Bundesländer in Österreich nicht allzu stark. Sie schwanken zwischen rund 4 Prozentpunkte über und unter dem Bundesdurchschnitt. Immerhin verfügt der Durchschnittsbürger in Niederösterreich über ca. 8,3 % mehr Kaufkraft als der Tiroler. Dies entspricht 1.746 € im Jahr.


Wie im Vorjahr befinden sich unter den zehn kaufkraftstärksten Bezirken Österreichs überwiegend Wiener Bezirke. Der Bezirk „Wien 1 – Innere Stadt“ ragt hier mit einer pro-Kopf-Kaufkraft von 42.250 € heraus. Das entspricht fast dem Doppelten des österreichischen Durchschnitts (Index 193). Rang zwei hat – schon mit weitem Abstand – der 13. Wiener Bezirk, Hietzing, mit rund 30.207 € pro Kopf (Index 137,99). Rang drei geht mit 28.673 € pro Kopf (Index 130,98) an Mödling in Niederösterreich.

Das Wien-dominierte Ranking der Bezirke geht allerdings nicht nur auf die tatsächlich hohe Kaufkraft im Hauptstadt-Bundesland zurück, sondern auch auf seine recht feinräumigen Unterteilung in 23 Bezirke.

Klammert man einmal alle Bezirke im Bundesland Wien aus, treten auch andere Regionen – darunter sowohl einwohnerreiche wie auch kleinere Städte wie Eisenstadt oder Krems an der Donau – hervor, wie die folgende Tabelle zeigt.

Unter den einwohnerreichen österreichischer Großstädten rangiert Linz (Index: 114,77, Platz: 14) vor Salzburg (Index: 111,54, Platz: 16) und vor Klagenfurt (Index: 110,55, Platz: 17). Die einwohnerstarken Städte Innsbruck (Index: 104,82, Platz: 30) und Graz (Index: 104,82, Platz: 29) kommen ebenfalls auf einen überdurchschnittlichen Kaufkraftindex.

Quelle: GfK

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(29.04.2014)