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Der Sand ist das Gestein des Jahres 2016

Sand ist hierzulande ein wichtiger Baustoff. Und nun auch Gestein des Jahres 2016.

Expertengremium aus Geowissenschaftlern nominiert den Stoff, der in die Träume führt und der fürs Bauen genutzt wird

Update: Update: In einem Körnchen Sand steckt die Erdgeschichte (Die Welt)

Jeder muss da durch, nämlich als Kind durch den Sandkasten, auch Buddelkiste genannt. Denn hier wird der menschliche Frischling erstmals kulturell überformt und begibt sich auf den Weg zum Homo Faber, zum schaffenden und arbeitenden Wesen. Genauso steht der Sand, der zum Gestein des Jahres 2016 gekürt wurde, für die imaginäre Welt, die bekanntlich ein Kennzeichen des Mensch-Seins ist: Sand gibt es traumhaft etwa an Stränden oder ausgestreut vom Sandmann, genauso als Symbol für die verrinnende Zeit, die ja virtuell und unfassbar ist. Die Sprache bedient sich in vielen Bildern seiner: was Sand im Getriebe meint, bleibt auch im digitalen Zeitalter allgemein verständlich.

Sand, der es zum Festgestein schafft, wird im Regelfall zum Sandstein. Das Foto zeigt Felsenkeller in Stadtroda am Ufer der Roda.

Geowissenschaftlich zählt Sand zu den Lockergesteinen, Website zum Gestein des Jahres erklärt. Er ist ein Sediment und kann, sofern er von Neuem verfestigt wird (Diagenese), wieder zu einem Festgestein werden. An ihm lässt sich der Kreislauf der Gesteine gut verstehen, in dem er eine Zwischenstufe ist.

Sande sind als Partikel mit einer Korngröße zwischen 0,063 mm bis 2 mm definiert, d.h. sie sind gröber als Schluff und feiner als Kies. Nach der Entstehung und dem Ort der Sedimentation unterscheidet man marine, fluviatile, litorale, glazigene und äolische Sande.

Ihre stoffliche Zusammensetzung kann stark variieren. Neben Quarz, der wegen seiner Härte in den meisten Sorten dominiert, können auch Feldspäte und Gesteinspartikel in markanten Anteilen vorhanden sein. Das Vorhandensein dieser „Fremdkomponenten“ deutet jedenfalls auf die Nähe zum Entstehungsgebiet und damit auf relativ kurze Transportwege zum Ablagerungsraum hin, ist also Ausdruck eines geringeren „Reifegrades“ dieser Sande.

Unter besonderen geologischen Bedingungen können Sande auch aus rein vulkanischem Material bestehen, genauso aus Kalkstein- oder sogar aus Gipsklasten.

Unser Foto zeigt Sandsteinfassaden aus der Innenstadt von Fürth...

Sand ist ein wichtiger Rohstoff für die Bauindustrie. Allein in Deutschland wurden 2014 rund 240 Millionen Tonnen Bausande und -kiese verbraucht. Dazu kamen noch 10,4 Millionen Tonnen an Quarzsanden und -kiesen sowie von 211 Millionen Tonnen an gebrochenen Natursteinen.

Das Gestein des Jahres wird von einem Expertengremium unter Leitung des Berufsverbands Deutscher Geowissenschaftler (BDG) ausgewählt. Die Nominierung hat das Ziel, Gesteine mit einer besonderen geologischen Entstehung und wirtschaftlichen Bedeutung in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Gestein des Jahres (1, 2)

... Fürth...... Fürth...... und Dessau.

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(03.02.2016)