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Steinmetz Dominik Herden wurde als „Junggeselle 2017“ in der Region Wiesbaden-Rheingau-Taunus ausgezeichnet

Steinmetz Dominik Herden (rechts) mit dem anderen „Junggesellen“ 2017 aus einem anderen Beruf. Foto: Wiesbadener Volksbank eG

Die Kreishandwerkerschaft dort stellt dem Jahrgangsbesten für 12 Monate einen Kleinwagen zur Verfügung

Es ist natürlich ein Hingucker, wenn Dominik Herden mit dem Mitsubishi Space Star mit der Aufschrift „Junggeselle 2017“ in Mainz und Wiesbaden herumfährt. Dabei dient der Schriftzug auf dem Kleinwagen keineswegs der Eheanbahnung, sondern ist eine Werbeaktion der Kreishandwerkerschaft Wiesbaden-Rheingau-Taunus: seit 6 Jahren bekommen dort die besten Prüflinge eines Jahrgangs ein Auto zur Verfügung gestellt, und 2017 war der Beste unter den Besten Dominik Herden, der gerade seine Ausbildung bei Naturstein Balz in Mainz-Kastel absolviert hat.

Insgesamt stehen zwei Autos zur Verfügung. Bei der Bewerbung um die Fahrzeugschlüssel treten die Prüflinge aller Innungen gegeneinander an: Derjenige mit dem besten Ergebnis von allen bekommt den Space Star für ein ganzes Jahr, das zweite Auto geht an die Folgenden mit Spitzen-Noten, die dann für je 3 Monate am Steuer sitzen dürfen.

Sponsoren sind die Volksbank Wiesbaden und das Amt für Wirtschaft und Liegenschaften der Stadt. Beide sind von Anfang an als Förderer dabei.

Die Idee stammt eigentlich aus der Kreishandwerkerschaft im Bodenseekreis. Dort sind einige Details des Verfahrens leicht anders als in Wiesbaden: Autoschlüssel für ein ganzes Jahr bekommen die Besten auf Platz 1 und 2, für den Drittplatzierten übernimmt die Handwerkerschaft einen Teil der Gebühren für den Meisterlehrgang.

Flexibel geht man mit diesen Regelungen um: einmal hat die Kreishandwerkerschaft einem Gewinner, der gerade auf dem Weg zu einem Auslandsaufenthalt war, ein Reisestipendium finanziert.

Am Bodensee heißen die Gewinner auch nicht „Junggesellen“ sondern „Gesellen des Jahres“. Das Auto für sie ist ein Smart.

Gleichermaßen beliebt scheint die Aktion aber auch bei den Sponsoren am Bodensee zu sein, wie Georg Beetz, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft mit Sitz in Friedrichshafen sagt: „Unsere Sparkasse und die Fränkelstiftung haben schon für die nächsten 3 Jahre zugesagt.“

Nicht nur für das Handwerkerimage sind solche Aktionen mit dem leicht selbstironischem Tonfall wertvoll. Auch die Innungen selbst nutzen es, um ihre Dienstleistungen gegenüber den Betrieben herausstellen. Denn in die Prämierung aufgenommen werden nur Gesellen aus Innungsbetrieben.

Aber auch hier ist man am Bodensee flexibel: Wenn es einen Besten gibt, dessen Ausbildungsbetrieb nicht in der Innung ist, redet man mit dem Betrieb, ob sich da nicht etwas machen lässt, so Georg Beetz.

Übrigens: Dominik Herden hat kürzlich beim Bundeswettbewerb „Profis Leisten was“ bei den Steinmetzen den 2. Platz belegt.

Junggeselle 2017

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(21.02.2018)