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Die Berliner Philharmoniker spielen zu den Tagen der Offenen Baustelle im Berliner Humboldtforum

Vielfältiges Zierwerk in Naturstein prägt 3 der Fassaden im Schlüterhof.

Am 25. und 26. August werden auch die Außenfassaden mit den Natursteinelementen ohne Gerüste zu sehen sein

Höhepunkt der Tage der Offenen Baustelle am 25. und 26. August 2018 im Humboldtforum im neuen Berliner Schloss wird ein Konzert der Berliner Philharmoniker sein. Es ist für den Nachmittag des 25. August geplant, folglich wird an jenem Nachmittag von 14 Uhr bis 20 Uhr das gesamte Gebäude für andere Gäste nicht zu besuchen sein. Der Kartenvorverkauf für das Konzert beginnt am 14. Mai ab 10 Uhr ausschließlich über das Veranstaltungsportal eventim im Internet (www.eventim.de). „Es wird mit einem großen Andrang gerechnet“, warnen die Veranstalter vorsorglich.

Wahrscheinlich wird es auch ein Public Viewing des Konzerts und eine Rundfunk-Aufzeichnung geben.

Beginn der Tage der Offenen Baustelle ist an beiden Tagen um 9 Uhr. Am Samstag geht es bis 14 Uhr, dann folgt das Konzert, und von 20 bis 2 Uhr nachts sind wieder Baustellenbesuche möglich, die dann im Rahmen der Langen Nacht der Museen ausgerichtet werden.

Am Sonntag sind Besuche bis 18 Uhr möglich, „eventuell sogar bis 20 Uhr“, wie es in den Unterlagen heißt.

Bisher sind nur Teile der Natursteinelemente an den Fassaden zu sehen.Bisher sind nur Teile der Natursteinelemente an den Fassaden zu sehen.

Bis dahin werden die Fassaden von den Gerüsten befreit und mit dem endgültigen Putz versehen sein.

Ein reichhaltiges Veranstaltungsprogramm wird es geben, dazu gehören Besichtigungen der Museumsräume im 2. Stock, natürlich noch ohne Ausstellungsstücke. An die Adresse der Besucher heißt es in einer Veröffentlichung: „Sie werden überrascht sein, wie unglaublich großzügig sie (die Museumsräume) gestaltet wurden, technisch höchst anspruchsvoll und flexibel für alle Ausstellungen.“

Der historische Schlüterhof des Berliner Stadtschlosses. Gemälde von Eduard Gaertner, 1830. Quelle: Wikimedia Commons

Als Schmuckstück soll sich der Schlüterhof präsentieren, in dem auch das Konzert der Philharmoniker stattfindet. Auch wenn er innerhalb des Gebäudekomplexes liegt, war er immer ein öffentlicher Ort. Schon von 1932 bis 1940 gab es dort Konzerte der Berliner Philharmoniker sowie zahlreiche weitere Veranstaltungen für die Bürger.

Zum Tag der Offenen Tür sollen auch im Schlüterhof die Fassaden fertig sein. Im Moment tragen sie zwar schon den Sandsteinschmuck. Jedoch fehlt noch der Putz, mit dem die Klinkermauer vor der Betonwand wieder unsichtbar gemacht wird. Die Natursteinelemente sind in diese Klinkermauer eingesetzt.

Gespannt sein darf man auf den Kontrast zwischen 3 historischen Fassaden im Schlüterhof und einer modernen Wand aus Kunststein.

Wilhelm von Boddien, Initiator des Schlossneubaus und unermüdlicher Spendensammler für die historischen Fassaden, berichtete bei der Pressekonferenz von rund 20 Millionen € Spenden, die noch einzuwerben seien. 84 Millionen € habe man in den vergangenen 6 Jahren schon zusammenbekommen. Er hob hervor, dass in der jüngsten Zeit mehr als die Hälfte der Beiträge aus Berlin kämen und wertete das als Beleg dafür, „dass die Stadt inzwischen angesteckt wurde“ von der Idee des Schlossneubaus.

Das Konzert der Philharmoniker sieht er als Chance, der Kampagne noch mehr Schub zu geben. Deshalb wird die Eintrittskarte die erkleckliche Summe von 295 € kosten. „Bei 1480 Plätzen kommt da etwas zusammen“, so von Boddien. Und er fügte warnend an alle VIP-Schnorrer hinzu: „Auch ich bezahle meinen Eintritt zu dem Konzert, es soll niemand auf falsche Gedanken kommen.“

Ein kleiner Teil der Fassade trägt schon den endgültigen Putz.

Die Philharmoniker spielen zwei Werke von Richard Strauss, Don Juan op. 20, und Tod und Verklärung, op. 24, sowie nach der Pause die Symphonie Nr. 7 von Ludwig van Beethoven.

Zum Ende dieses Monats sollen die 1. Ausstellungsstücke ins Humboldtforum einziehen. Die Eröffnung ist für Ende 2019 geplant. Mit einem Augenzwinkern über die Berliner Verhältnisse sagte Johannes Wien, Vorstand und Sprecher der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss: „Die Tage der Offenen Baustelle finden in diesem Jahr – hoffentlich – zum letzten Mal statt.“

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(08.05.2018)