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Von der Farbe des Marmors und der Tiefe der Gewässer

Budri, Patricia Urquiola: Konsole „Marea“ aus der Kollektion „Agua“.

In der neuen Kollektion „Agua“ der italienischen Firma Budri und der Designerin Patricia Urquiola dreht sich alles um das Wasser und den Stein

In Zeiten, wo durch neue Techniken die Kopien von Naturstein immer perfekter werden, ist es eine spannende Frage, wie man überhaupt noch zeigen kann, dass das Original das Original ist. Die italienische Firma Budri führt zusammen mit der Designerin Patricia Urquiola in ihrer aktuellen Kollektion vor, wie’s gehen kann: man sieht Möbelstücke und Einrichtungsgegenstände aus Marmor und Onyx, bei denen die Farbe zweifelsfrei aus der Tiefe des Materials kommt.

„Agua“ ist der Titel der Kollektion, das spanische Wort für Wasser. Das habe man gewählt, weil es wärmer und weicher klinge als das italienische „acqua“, sagt Alessandra Malagoli Budri, die zusammen mit Ehemann Gian Marco die Firma leitet.

Patricia Urquiola wurde übrigens in Spanien geboren und wurde später in Mailand berühmt.

Budri, Patricia Urquiola: Tisch „Marea“ aus der Kollektion „Agua“.

Für den großen Tisch der Reihe „Marea“ (Gezeiten) haben Designerin und Firma als dominierende Farben smaragdgrün und blau gewählt – so wie sich das Wasser zeigt, wenn es am Strand ausläuft oder wenn es am Ufer eines flachen Sees still steht.

Budri, Patricia Urquiola: Beistelltische „Marea“ aus der Kollektion „Agua“.

Das schöne Wortspiel „Wasserfarben“ taucht dazu an einer Stelle in Budris Presseerklärung auf.

Zur Kollektion gehört auch die Reihe „Orilla“ (spanisch: Gestade) mit Tischen und Vasen.

Budri, Patricia Urquiola: Tisch „Orilla“ aus der Kollektion „Agua“.

Besonders bemerkenswert ist hier der große Tisch aus Onyx aus dem Iran. Dieser weiße Stein ist an manchen Stellen durchscheinend. An ihn angesetzt ist ein Stück aus künstlichem Harz in grüner Farbe.

Budri, Patricia Urquiola: Vasen „Orilla“ aus der Kollektion „Agua“.Budri, Patricia Urquiola: Vasen „Orilla“ aus der Kollektion „Agua“.

Interessant ist bei „Orilla“ sowohl beim Tisch als auch bei den Vasen das Netz, das zum Vorschein kommt, wo Stein und Harz zusammentreffen. Alessandra Malagoli Budri erläutert die Idee: „Dieser Onyx ist sehr zerbrechlich und wir bekommen ihn mit einem Netz auf der Unterseite als Stabilisator. Für unsere Zwecke entfernen wir normalerweise das Netz – Patricia Urquiola meinte aber, wir sollten die Zerbrechlichkeit des Materials gerade einmal hervorheben.“

Hier zeigt sich wieder die Leitlinie von Designerin und Firma, den Dingen auf den Grund zu gehen und der Natur Rechnung zu zollen.

Budri, Patricia Urquiola: Vasen „Algas“ aus der Kollektion „Agua“.

Schließlich die Vasen „Algas“ (Algen). In ihnen kann man durchaus Wiesen von Seegras sehen, wie in der Pressemitteilung beschrieben.

Budri

Patricia Urquiola

Fotos: Budri

Budri, Patricia Urquiola: Konsole „Orilla“ aus der Kollektion „Agua“.Präsentation von Budri auf der Messe Salone del Mobile 2018 in Mailand.

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(15.05.2018)