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Casa Elvira von Pepa Díaz: der Tisch als Mittelpunkt der Familie und des Hauses

Pepa Díaz Arquitecta: Casa Elvira.

Die Architektin stellt die Menschen und die Umgebung in den Mittelpunkt ihres Wohnhauses in Puerto Lumbreras in Südspanien

„Die Menschen und der Ort“ stünden im Mittelpunkt ihrer Architektur, schreibt uns Pepa Díaz. Die Menschen, das heißt hier in der mediterranen Kultur im spanischen Süden vor allem: die Familie; der Ort ist die Landschaft in gelben und braunen Farbtönen und den Bergen der Sierra de Peñarrubia im Hintergrund, wo es im Sommer richtig heiß und trocken ist.

Das Haus mit dem Titel Casa Elvira, das Pepa Díaz in Puerto Lumbreras in der Provinz Murcia für Antonio, Dolo, Rebeca und Antonio jr errichtet hat, fällt vor allem auf durch die beiden pyramidenartigen Dächer.

Pepa Díaz Arquitecta: Casa Elvira.

Die Architektin nennt die Dachform die „geometrisierte Landschaft“. Der Gebirgszug in der Nähe wird hier in geraden Linien nachempfunden, wobei die Pyramiden auf einer Seite steiler und auf einer Seite flacher sind.

Pepa Díaz Arquitecta: Casa Elvira.

Unter diesen Pyramiden spielt sich die Familie ab, sozusagen: die Spitze der Dächer ist verglast, und genau unter dem Lichtschacht steht der Esstisch beziehungsweise die Sitzgruppe. „In Spanien gibt es viel Leben rund um den Tisch und dem wollte ich Rechnung tragen“, schreibt sie uns.

Außerdem hole das Licht von oben den Lauf der Sonne während des Tages nach innen.

Schließlich: „Ich liebe hohe Räume. Es gibt zahlreiche Studien, die zeigen, dass sich die Menschen in ihnen besser fühlen.“

Pepa Díaz Arquitecta: Casa Elvira.

Die Hauswände sind nach Westen und Norden geschlossen. Nach Süden und Osten gibt es Fenster – Richtung Süden hat man einen Blick auf die Sierra de Peñarrubia und das Schloss von Lorca und nach Osten erlebt man die Sonne des Vormittags. „Es ist mir wichtig, dass die Bewohner mit dem Sonnenaufgang wachwerden“, so Pepa Diáz.

Über 2 Jahre führte die Architektin Gespräche mit der Familie, bis das Konzept feststand.

Die Außenfassaden und auch die Dächer der Pyramiden sind mit dem lokalen Sandstein Albamiel verkleidet. Der Stein an den Wänden ist 4 cm dick und trägt wesentlich zur Isolation bei. Daran schließen sich 11,5 cm Mauerwerk an, 5 cm Luftkammer, weitere 4 cm Isolierung und schließlich Gips und Anstrich.

Lieferant des Natursteins war die Firma Areniscas Rosal, die ganz in der Nähe ihre Kalk- und Sandsteine abbaut.

Mitgewirkt an der Planung hat Rebeca Elvira.

Pepa Díaz Arquitecta

Areniscas Rosal

Fotos: David Frutos Ruiz

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(12.10.2018)