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Die neu entdeckte Hunsrück-Warzenflechte wächst auf dem hiesigen Taunusquarzit

Flechten sind Spezialisten für die Besiedelung extremer Standorte, zum Beispiel von Schieferplatten.

Die Biologin Dorothee Killmann von der Universität Koblenz-Landau kam der Art in einem Buchenwald in Rheinland-Pfalz auf die Spur

Eine bislang unbekannte Flechtenart, die auf dem hiesigen Taunusquarzit wächst, hat die Biologin Dorothee Killmannn von der Universität Koblenz-Landau zusammen mit ihrem Ehemann Burkhard Leh in einem Buchenwald in Rheinland-Pfalz entdeckt. Der Name der neuen Art ist „Verrucaria hunsrueckensis“, auf deutsch: Hunsrück-Warzenflechte.

Entdeckt wurde sie im Rahmen der Erfassung der Flechtenarten in 3 Naturwaldreservaten des Nationalparks Hunsrück-Hochwald. Der Namen geht auf ihre kleinen Knötchen zurück, wie es auf einer Webpage des Südwestrundfunks heißt.

Flechten sind Gemeinschaften aus Pilz und Alge, die extreme Lebensräume besiedeln. Sie wachsen auf Felsen, Mauern oder Baumstämmen, wo das Mikroklima extrem trocken oder extrem heiß beziehungsweise kalt sein kann.

Forscher der Universität Potsdam, des Max-Planck-Institutes für Biogeochemie Jena und der amerikanischen Georgia Southern University haben kürzlich herausgefunden, dass Flechten einen bedeutenden Teil des Niederschlags aus der Luft aufnehmen, der aber danach direkt wieder in die Atmosphäre verdunstet. Es handelt sich dabei um einen wichtigen Prozess, der bis zu 30 Prozent der globalen Verdunstung von Wasser an Land ausmacht.

Damit tragen Flechten und Moose nicht nur entscheidend zum globalen Wasserkreislauf bei, sondern haben auch einen kühlenden Effekt auf die regionale Temperatur der Landoberfläche. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift Nature Geoscience veröffentlicht worden.

Südwestrundfunk

Nature Geoscience

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(15.11.2018)