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Robert Ziller belegte den 1. Platz bei den Staatsmeisterschaften der Steinmetze in Österreich (SkillsAustria)

Robert Ziller (1. Sieger), Sebastian Wienerroither (2. Sieger), Jakob Mayer (3. Sieger). Foto: SkillsAustriaDie Teilnehmer sowie Firmenvertreter, Juroren und Offizielle.

Die Bundesinnung sieht den Wettbewerb als Teil der „Basisarbeit in der Berufsbildung“

Ende November 2018 fanden in Salzburg die Staatsmeisterschaften der Berufe statt. Erster Sieger bei den Steinmetzen war Robert Ziller (23) vom elterlichen Steinmetzbetrieb Berthold Ziller aus Adnet bei Salzburg. Auf den 2. Platz kam Sebastian Wienerroither vom Steinmetzbetrieb Wienerroither aus Frankenburg, Oberösterreich. Den 3. Platz belegte Jakob Mayer von Steinmetz Neumayr in Oberndorf, Tirol.

Der Wettbewerb findet alle 2 Jahre im Rahmen der SkillsAustria statt. Es werden die besten jungen Fachkräfte in 39 Berufen gekürt. Die Konkurrenz mit dem gewichtigen Titel einer „Staatsmeisterschaft“ zählt auch als nationale Vorentscheidung für die EuroSkills auf europäischer Ebene beziehungsweise für die globalen WorldSkills.

Der Wettbewerb fand wie üblich zeitgleich mit der Berufs-Info-Messe (BIM) auf dem Messegelände in Salzburg statt, so dass für große Öffentlichkeit gesorgt war.

Insgesamt 6 Teilnehmer hatte es bei den Steinmetzen gegeben. Neben den Gewinnern waren Nadine Kanzler von Steinmetz Berthold Ziller (Adnet), Anna Feldbauer von Kienesberger Steinmetzmeister GmbH (Schlüsslberg) und Samuel Steiner von Steinmetz Neumayr (Oberndorf) in den Ring gestiegen.

In einer Pressemitteilung der Steinmetz-Bundesinnung heißt es zur Aufgabenstellung, die während 3 Tagen zu erledigen war: „In Handarbeit und nur unterstützt durch Druckluftwerkzeuge musste ein mehrfach profiliertes Teil einer gotischen Fensterrose aus Untersberger Marmor angefertigt werden. Das Herstellen von Schablonen sowie eine Gravur waren ebenfalls in dieser Zeit zu bewältigen. Bereits geringste Abweichungen beim Ausarbeiten der Flächen und Kanten führen zu empfindlichen Punkteabzügen.“

Zu der Aufgabenstellung wird eine Einschätzung des 1. Siegers angeführt: „Obwohl im modernen Steinmetzhandwerk mittlerweile viele Arbeitsschritte mit computergesteuerten Maschinen bewältigt werden, ist der Umgang mit handgeführten Werkzeugen für Robert Ziller ein wichtiger Bestandteil seiner täglichen Arbeit mit Stein. Daher befürwortet er die handwerkliche Profilbearbeitung beim Wettbewerb als eine gute Möglichkeit, das traditionelle Steinmetzhandwerk zu bewahren und einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen.“

1. Sieger: Robert Ziller vom Steinmetzbetrieb Berthold Ziller aus Adnet bei Salzburg.

Ziller war schon bei den Staatsmeisterschaften vor 2 Jahren dabeigewesen und hatte damals den 2. Platz belegt. Nun wird er sich auf die EuroSkills 2020 in Graz vorbereiten. Danach will er sich an die Meisterprüfung machen, um einmal das Familienunternehmen fortzuführen. Aktuell arbeitet er als Geselle in dem Betrieb.

2. Sieger: Sebastian Wienerroither vom Steinmetzbetrieb Wienerroither aus Frankenburg, Oberösterreich.

Groß scheint das Interesse von Österreichs Steinmetzen an dem Berufswettbewerb zu sein: es waren 10 Kandidaten angemeldet worden, von denen jedoch 4 krankheitsbedingt absagen mussten. Am letzten Tag der Konkurrenz reisten 15 Steinmetzmeister aus ganz Österreich an, um in der Jury mitzuwirken.

3. Sieger: Jakob Mayer von Steinmetz Neumayr aus Oberndorf, Tirol.

Bei der Bundesinnung sieht man den Wettbewerb als Teil der „Basisarbeit in der Berufsbildung“ und vermeldet Anzeichen einer positiven Entwicklung: „Gegenwertig steigen die Klassenstärken bei den Steinmetzen wieder“, heißt es in der Presseerklärung. Als wichtige Maßnahme hierfür wird auch die Werbekampagne der Wirtschaftskammer genannt.

Für Bundesinnungsmeister Wolfgang Ecker hat Robert Zillers Erfolg Signalwirkung für alle potenziellen Interessenten: „Unser Handwerk ist nicht angestaubt, sondern leistungsfähig und vielfältig.“

Sponsoren waren der Werkzeug- und Maschinenlieferant WEHA. Kaeser Kompressoren und für das Material die Marmor Industrie Kiefer GmbH.

Bundesinnung der Steinmetze

Steinzentrum Hallein

Fotos: Richard Watzke

Nadine Kanzler von Steinmetz Berthold Ziller, Adnet.Anna Feldbauer von Kienesberger Steinmetzmeister GmbH aus Schlüsslberg, Oberösterreich.Samuel Steiner von Steinmetz Neumayr aus Oberndorf. Erleichterung unmittelbar nach dem Wettbewerb; von links: Bernhard Hasenöhrl (SkillsAustria-Experte), Anna Singer (GF Steinzentrum Hallein), Sebastian Wienerroither, Samuel Steiner, Nadine Kanzler, Robert Ziller, Jakob Mayer, Anna Feldbauer und EuroSkills-Europameister 2016 Thomas Rudlstorfer.

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(16.12.2018)