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Nach Art des Bauhauses: Designer Chris Basias ließ sich bei seiner neuen Lampen-Kollektion von Oskar Schlemmers Triadischem Ballett inspirieren

Chris Basias: „Olon“

Die prägenden Elemente der Gestaltung sind Würfel, Kugel und Kegel / Das Kabel wird zur Linie

Eine beliebte Szene aus Zeichentrickfilmen ist, dass das Spielzeug im Kinderzimmer lebendig ist, solange niemand da ist, und dass es plötzlich leblos erstarrt, sobald ein Mensch den Raum betritt.

Die neue Kreation von Chris Basias, griechischer Designer von Lampen, schaut man am besten aus einem ähnlichen Blickwinkel an: im Dunkeln sind die Einzelteile vielleicht in Bewegung, aber wenn das Licht angeschaltet wird, müssen sie ihrer eigentlichen Beschäftigung nachgehen und Ruhe halten.

Figurinen aus dem Triadischen Ballett von Oaskar Schlemmer in der Neuen Staatsgalerie Stuttgart. Foto: Fred Romeiro / <a href="https://commons.wikimedia.org/"target="_blank">Wikimedia Commons</a>

Inspiriert zu der neuen Kollektion wurde Basias von Oskar Schlemmers berühmtem Triadischen Ballett aus den 1920ern: da gab es anstelle des klassischen Tanzes Figuren, die sich wie Roboter bewegten und die wie Marionetten aussehen. Schlemmer übertrug hier die Ideen des Bauhauses auf das Ballett: keine Verzierungen und geometrische Formen als zentrale Elemente der Gestaltung.

Der Name „triadisch“ bezieht sich dabei die Dreiheit der wesentlichen Bestandteile, die Schlemmers Konzept in vielfacher Hinsicht prägen.

Chris Basias: „Olon“

Der Athener Designer hat das insofern übernommen, als bei ihm 3 geometrische Formen das Design bestimmen: es sind Quadrat, Kreis und Dreieck beziehungsweise ihre dreidimensionalen Varianten Würfel, Kugel und Kegel. Seine Lampen sind gewissermaßen sehr abstrakte Nachbildungen von Schlemmers „Figurinen“.

Der Marmor spielt diesmal in Basias’ Design nur eine eher unauffällige Rolle: der Stein setzt farbliche Akzente inmitten der metallenen oder matt-schwarzen Oberflächen.

Chris Basias: „Olon“.

Durch die Marmorringe bekommen die Lampen auch ein größeres Gewicht, so dass sie während ihrer „Arbeitszeit“ nicht sozusagen aus der Rolle fallen und in der Luft herumschaukeln.

Zu einem wichtigen Element in diesen Arrangements wird auch das Kabel, geometrisch ausgedrückt: die Linie.

Die ist, das wissen wir noch aus dem Mathematikunterricht, eine Abfolge von Punkten und, wenn man so will, ist alles in der Geometrie aus Punkten zusammengesetzt, modern: Pixeln.

„Olon“ ist folgerichtig der Name der die Kollektion. Das ist das griechische Wort für „alles“.

Chris Basias

Video (1, 2)

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(18.01.2019)