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Die neue Bezahl-Regelung INSTEX der Europäer könnte den Handel mit Naturstein und Maschinen mit dem Iran erleichtern

Der Azadi Tower, Teheran. Foto: Mehdi nasiri1363 / <a href="https://commons.wikimedia.org/"target="_blank">Wikimedia Commons</a>

Frankreich, Deutschland und Großbritannien wollen Dreiecksgeschäfte als Möglichkeit anbieten, Trump’s Sanktionen zu umgehen

INSTEX soll ein Weg sein, den Handel zwischen der Europäischen Union und dem Iran zu erleichtern. Es könnte sich auch positiv auf Geschäfte mit Naturstein und entsprechenden Maschinen auswirken. Die Außenminister von Frankreich, Deutschland und Großbritannien haben die Einrichtung des neuen Bezahl-Weges bekanntgegeben, wie es auf einer Webseite der französischen Regierung heißt.

Einen Zeitplan, wann Instex (Instrument in Support of Trade Exchanges) benutzbar sein soll, gibt es noch nicht.

Auf lange Sicht, könnten sich auch nicht-europäische Länder seiner bedienen.

„Instex unterstützt erlaubten europäischen Handel mit dem Iran und hat seinen Schwerpunkt zunächst auf den für die dortige Bevölkerung wichtigsten Bereichen – pharmazeutische und medizinische sowie Produkte für Landwirtschaft und Ernährung“, heißt es auf einer Webpage der französischen Regierung. „Erlaubt“ meint hier Produkte, die mit der Resolution des UN-Sicherheitsrates 2231 in Übereinstimmung sind.

Der Fokus liegt auf kleineren Firmen und will ihren Handel mit solchen Gütern erleichtern. Auch die Steinbranche könnte von Instex profitieren.

Das Konzept hinter Instex ist alt und wurde zu Zeiten des Kalten Krieges für den Handel zwischen Ländern des Ostens und Westens benutzt. Nun soll der Iran für seine Waren nicht eine Bezahlung in Geld bekommen sondern den Warenwert in anderen Gütern, die er benötigt.

Ähnliche Dreiecksgeschäfte sind in der EU eine alltägliche Vorgehensweise, wenn es um die Mehrwertsteuer-Verrechnung bei Geschäften innerhalb der Gemeinschaft geht.

„XXIX Report Marble and Stone in the World“, Dr. Carlo Montani.

In den letzten Jahren hat sich der Iran zum viertgrößten Naturstein-Produzenten weltweit entwickelt, wie die Tabelle aus „XXIX Report Marble and Stone in the World“ von Dr. Carlo Montani zeigt. Danach hat das Land im Jahr 2017 rund 5,7% der Weltproduktion aus seinen Steinbrüchen geholt.

Nicht berücksichtigt in der Tabelle sind mögliche Auswirkungen von Trumps Sanktionen.

Die Webpage der Irse Stone Fair in Teheran sieht das Land in einer noch stärkeren Position: dort ist die Rede von „11,63% der Weltproduktion“. Das wären 13,5 Millionen t gewesen. Das Land habe 1600 aktive Steinbrüche.

„XXIX Report Marble and Stone in the World“, Dr. Carlo Montani.

In den letzten Jahren importierte der Iran viel an Technologie für Steinbrüche und die Verarbeitung. Die Tabelle aus Dr. Montanis Buch zeigt den Anteil, den das Land an Italiens Exporten in diesem Bereich hatte.

Auf der Marmomacc 2015 hatte eine iranische Delegation unter Leitung des Vizeministers für Wirtschaft, Handel und Bergbau um Handelspartner und um Investitionen geworben.

France Diplomatie

Irse Fair

XXIX Report Marble and Stone in the World

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(01.02.2019)