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Ausstellung „Turner. Das Meer und die Alpen“ im Kunstmuseum in Luzern bis zum 13. Oktober 2019

Joseph Mallord William Turner, The Blue Rigi, Sunrise, 1842, Aquarell auf Papier, 29.7 x 45 cm, © Tate, London, 2019.

Mit dem britischen Maler beginnt das Interesse an den Schweizer Seen und Bergen als Objekt der Kunst / Reisefieber zum Hochgebirge

1802 besucht der britische Maler William Turner (1775–1851) erstmals die Zentralschweiz, um dort die gleichzeitige Schönheit und Bedrohlichkeit der Natur zu erleben. Auf der Suche nach spektakulären Bildmotiven besucht er mehrfach Luzern und studiert vor Ort das einmalige Zusammenspiel von Licht und Wetter, See und Bergen. Die Ausstellung „Turner. Das Meer und die Alpen“ im Kunstmuseum in Luzern dokumentiert bis zum 13. Oktober 2019 diese Schaffensphase des berühmten Malers.

Mit der aufkommenden Romantik sind die Alpen nämlich nicht mehr bloß ein Hindernis auf der Reise nach Italien, sondern werden selbst zum Ziel und gleichzeitig zum Sujet der Kunst. In ihnen kann der Besucher „das Erhabene“ erleben, das alsbald einem zu für zentralen Sujet der Romantik wird.

Turner füllt bei seinen Besuchen in der Schweiz mehrere Skizzenbücher mit Eindrücken aus der Berglandschaft und von den Seen. Groß ist sein Interesse an Wetter und Elementen.

Joseph Mallord William Turner, Lake Lucerne: The Bay of Uri, from Brunnen, ca.1841/42, Aquarell auf Papier, 24.4 x 29.9 cm, © Tate, London, 2019.Joseph Mallord William Turner, Der Rheinfall bei Schaffhausen, Bleistift, Feder Aquarell mit Einkratzungen auf Papier, 22.8 x 29.2 cm, Sturzenegger-Stiftung. Museum zu Allerheiligen Schaffhausen.

Während seiner jährlichen Besuche in Luzern 1841–1844 skizziert er häufig aus dem Hotelzimmer die Rigi und reist mit dem ersten Dampfschiff über den Vierwaldstättersee. Zurück in seinem Londoner Atelier verarbeitet er seine Skizzen zu leuchtenden Aquarellen und Ölgemälden.

Turner ist ein gewiefter Unternehmer. Er richtet in London einen Ausstellungsraum ein, um seine Werke zu präsentieren, und fertigt Musterstudien an. Mit diesen detaillierten Skizzen von Vierwaldstättersee und Rigi will er Auftraggeber für die ausgearbeiteten Sujets gewinnen.

Joseph Mallord William Turner, The Rigi, Lake Lucerne, Sunset, um 1842, Aquarell und Gouache auf Papier, 24.7 x 36.2 cm, Lowell Libson & Jonny Yarker Ltd.

Die Ausstellung zeigt rund 100 Leihgaben aus Großbritannien und der Schweiz. Darunter sind Papierarbeiten mit Zentralschweizer Motiven, etwa die berühmte „Blaue Rigi, Sonnenuntergang“ (1844), das Luzerner Skizzenbuch sowie Turners erstes ausgestelltes Ölbild und sein faszinierendes Spätwerk.

Mit „Turner. Das Meer und die Alpen“ sind nun, nach fast 200 Jahren, die Werke zurück an ihren Entstehungsort zu sehen. Die Ausstellung markiert den Höhepunkt des 200-Jahr-Jubiläums der Kunstgesellschaft Luzern, dem Trägerverein des Kunstmuseums. Turner besuchte Luzern just in den Jahren, als die Kunstgesellschaft gegründet wurde.

Kunstmuseum Luzern

Quelle: Kunstmuseum

Joseph Mallord William Turner, Rough Sea with Wreckage, ca.1840/4, Öl auf Leinwand, 192.1 x 122.6 cm, © Tate, London, 2019.Joseph Mallord William Turner, The St Gotthard Road between Amsteg and Wassen, Looking up the Reuss Valley, ca. 1814/15, Gouache, Graphit und Aquarell auf Papier, 67.5 x 101 cm, © Tate, London, 2019.Joseph Mallord William Turner, Storm in the St Gotthard Pass. The First Bridge above Altdorf: Sample Study, ca.1844/45, Bleistift, Aquarell und Tusche auf Papier, 23.9 x 29.7 cm, © Tate, London, 2019.Joseph Mallord William Turner, The Schollenen Gorge from the Devil’s Bridge. Pass of St Gotthard, 1802, Graphit, Aquarell und Gouache auf Papier, 47 x 31.4 cm, © Tate, London, 2019.Joseph Mallord William Turner, The Fall of an Avalanche in the Grisons, ca. 1810. Öl auf Leinwand, 135 x 166 cm, © Tate, London, 2019.

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(13.07.2019)