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Zum Jubiläum von Leonardo da Vinci ließ National Geographic eine Statue kopieren, die den Meister sebst zeigt

Video von Edoardo Delille: Screenshot der Feinarbeiten an der Kpoie der Statue, die Leonardo da Vinci zeigt.

Die Skulptur von Luigi Pampaloni aus dem Jahr 1842 wurde von der Firma Tor Art aus Carrara mit einer CNC-Maschine angefertigt

Kopien von Leonardo da Vincis Arbeiten findet man überall auf der Wel. Nun gibt es auch die Kopie einer Marmorarbeit, die den Meister selber zeigt: es handelt sich um die von Luigi Pampaloni im Jahr 1842 geschaffene Statue, die in einer Nische auf der Piazzale degli Uffizi in Florenz steht.

Angefertigt wurde sie – ganz modern – von einem Roboter aus einem Block Carrara-Marmor.

Anlass ist das 500. Jubiläum des Universalgelehrten in diesem Jahr. Im Mai hatte die italienische Ausgabe der Zeitschrift National Geographic da Vinci als Schwerpunktthema, und aus diesem Anlass beauftrage der Verlag die Firma Tor Art mit der Kopie.

Tor Art ist auf solche Arbeiten spezialisiert: mit seinen Werkstätten inmitten der Steinbrüche von Carrara bietet es seinen Kunden einen kompletten Service, angefangen von der Auswahl des Rohblocks bis zum Erstellen der Skulptur mit modernster CNC-Technologie. Kennzeichen ist aber, dass nach wie vor erfahrene Bildhauer in der Firma vorhanden sind, um die Endkontrolle und gegebenenfalls die Feinarbeiten zu übernehmen.

Luigi Pampaloni: Leonardo da Vinci (1842). Foto: <a href="https://commons.wikimedia.org/"target="_blank">Wikimedia Commons</a>

Zur Kopie der da-Vinci-Statue merkt National Geographic auf seiner Webpage ab, dass heutzutage viele Künstler nicht mehr selber zum Werkzeug greifen würden und sich lieber der Dienstleistung der Firma bedienten: „Aber die Tatsache, dass sie sich an Tor Art wenden, bleibt ein kleines Geheimnis in der Kunstwelt: Noch heute wollen die Künstler die Idee vermitteln, sie hätten wie Auguste Rodin, der Urvater der modernen Bildhauerei, Monate und Monate von Hand an einem Werk gearbeitet. In Wirklichkeit waren es die Roboter von Tor Art.“

Wir merken an: tatsächlich vermarktete Auguste Rodin seine berühmten Kunstwerke sehr effektiv, indem er auf Bestellung in seiner Werkstatt Kopien anfertigen ließ. Dafür beschäftigte er bis zu 20 Bildhauer.

Auf der Marmomac (25.-28. September 2019) in Halle 1 werden die Fragen, die mit CNC-Maschinen in der Kunst verbunden sind, in der Präsentation „Percorsi d’Arte“ thematisiert.

National Geographic (italienisch)

Video von Edoardo Delille

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(09.09.2019)