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Themen des Jahres 2020: Klimawandel und Design bieten der Steinbranche große Chancen fürs Marketing

Zwar spricht sich die große Mehrheit der Bevölkerung zugunsten von ökologischen Maßnahmen aus, jedoch ist die Bereitschaft nur gering, den eigenen Lebensstil zu ändern. Brandwandmalerei in Berlin.

Peter Becker, Chefredakteur von Stone-Ideas.com, fragt, was in den nächsten 12 Monaten kommt und was von der Branche kommen müsste

Seit die neue Präsidentin der EU-Kommission erklärt hat, dass sie Europa zum führenden Kontinent beim Kampf gegen den Klimawandel machen will, ist klar, dass künftig zumindest in den großen Verbraucherländern in Europa die ökologischen Aspekte der Waren eine noch stärkere Rolle spielen werden als bisher.

Das gilt übrigens genauso zum Beispiel für China, wo die Regierung das Umweltbewusstsein vorantreibt, und ebenfalls für Länder wie die USA und Brasilien, wo allerdings die derzeitigen Präsidenten nichts von Klimaproblemen hören wollen.

Naturstein ist hier mit seiner hervorragenden Energiebilanz und der großen Langlebigkeit sehr gut aufgestellt. Nicht zu vergessen das Argument der Wohngesundheit, schließlich ist der Stein 100% natürlich.

Das heißt für das Marketing:
* für professionelle Verbraucher, also Architekten, Bauherren und Designer zählen die harten Zahlen und Fakten. Denn diese Kunden wollen für ihr Bauvorhaben eine möglichst gute Umwelt-Zertifizierung (zum Beispiel LEED oder BREAM).

* komplizierter sind die Dinge beim privaten Verbraucher. Zwar spricht sich die große Mehrheit der Bevölkerung zugunsten von ökologischen Maßnahmen aus, jedoch ist die Bereitschaft nur gering, den eigenen Lebensstil zu ändern.

Der moderne Bürger neigt zu Ersatzhandlungen, die ihm nichts abverlangen, ihm aber dennoch das Gefühl geben, etwas getan zu haben.

Hierin liegt eine große Marketing-Chance für die Steinbranche. Motto: wer Naturstein verwendet, kann in Klimafragen mit sich zufrieden sein.

Und das ist ja noch nicht mal gelogen.

Folglich muss die Steinbranche die Umweltaspekte ganz nach vorne in ihr Marketing stellen – bisher aber war davon nicht viel davon zu sehen.

Ganz anders als in der Keramikbranche: wir hatten in unserem diesjährigen Bericht von der Messe Cersaie geschrieben, dass nach einem Tagesbesuch beinahe auch wir davon überzeugt waren, dass Keramik umweltfreundlicher als alles andere wäre.

An den Ständen etwa auf der Marmomac hingegen wurde das Thema eher verhalten behandelt, wenn überhaupt.

Alltagsprodukte unter Verwendung von Naturstein

Ein weiteres wichtiges Thema für die Branche in den kommenden 12 Monaten bleibt das Steindesign, also Alltagsprodukte unter Verwendung von Naturstein.

Solche meist kleinformatigen Objekte werden wohl nie ein Markt mit großen Umsatzzahlen und großen Gewinnen für die Branche sein. Aber wenn es gelingt, Naturstein in die privaten Haushalte zu bringen, macht er dort permanent Marketing für sich selbst.

Ein bessere und billigere Art der Werbung gibt es nicht.

Die Branche ist hier schon auf einem guten Weg. Das lässt sich weltweit an den Messen ablesen, wo es kaum noch eine ohne Design-Schau gibt.

Vielfach aber überwiegen hier noch immer noch die künstlerischen Arbeiten. Was hingegen gebraucht wird und wofür es einen Markt gibt, ist wirkliches Produktdesign. Das sind funktionale Gegenstände, die sich auch verkaufen lassen.

See also:

 

 

 

 

(16.01.2020)