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„Percorsi d’Arte“ führte vor, welche Möglichkeiten die neuen Technologien den Bildhauern öffnen (4)

Sylvestre Gauvrit: „Unter der Schale findet man den Kern” (Sotto la buccia trovi l’anima).

Vier Künstler um den Industriedesigner Raffaello Galiotto zeigten Arbeiten, die bislang nicht möglich waren

Neue Technologien schlagen sich auch in der Kunst nieder. Ein Beispiel aus der Vergangenheit ist die Umwandlung des Eisens zu Stahl, die um 1800 eine Vollendung erreicht und etwa von 1850 an zu entscheidenden Neuerungen im Klavierbau führte. Erst mit dem neuen Konzertflügel mit Stahlsaiten und Rahmen aus Gusseisen konnten Künstler wie Franz Liszt ihr ganzes Können ausleben.

Im Moment vollzieht sich etwas Ähnliches im Bereich der Steinbildhauerei: hier sind der CNC-gesteuerte Roboterarm und das Diamantseil sowie die Wasserstrahltechnologie die wichtigsten Neuheiten.

Vier Bildhauer um den Industriedesigner Raffaello Galiotto haben sich im Projekt „Percorsi d’Arte“ (Wege der Kunst) mit den neuen Möglichkeiten beschäftigt. Ihre Arbeiten wurden in Halle 1 der Marmomac gezeigt.

Wir stellen die Künstler und ihre Ideen vor.
Diesmal: Sylvestre Gauvrit, „Unter der Schale findet man den Kern” (Sotto la buccia trovi l’anima).

Sylvestre Gauvrit: „Unter der Schale findet man den Kern” (Sotto la buccia trovi l’anima).

„Diese Skulptur spiegelt unsere menschliche Natürlichkeit. Wir sind alle etwas ,roh’ auf den ersten Blick … so rau wie die Oberfläche von Marmor, der im Laufe der Jahrhunderte für verschiedene positive und negative Zwecke verwendet wurde, die auf irgendeine Art und Weise auch unsere Haut formen.
Der Schatz unserer Seele jedoch liegt in unserem Inneren. Das Ziel ist, ihn so hervorzuholen, dass er in seiner ganzen Reinheit erstrahlt. Das zu erreichen verlangt ein gewisses Maß an Disziplin, wie ein Krieger des Lichts, der verschiedene zunehmend schwierige Herausforderungen bestehen muss, um Gelassenheit, Licht, Stärke und Liebe zu finden.
Mit dieser Skulptur und dieser Allegorie möchte ich die Menschen daran erinnern, dass wir es niemals beim bloßen Äußeren belassen dürfen, sondern dass wir Geduld und Neugier haben und auch anderen Menschen erlauben sollten, sich zu öffnen wie Blumen im Frühling. Licht … Kraft … Liebe.

Produktion: Massimo Galleni

Werkzeuge: Tyrolit Vincent

Material: Marmor Bianco Carrara

Sylvestre Gauvrit: „Unter der Schale findet man den Kern” (Sotto la buccia trovi l’anima).Sylvestre Gauvrit: „Unter der Schale findet man den Kern” (Sotto la buccia trovi l’anima).

Sylvestre Gauvrit wurde kurz vor den 1980er Jahren in einem alten Eichenwald geboren. Er verbrachte die meiste Zeit seiner Kindheit damit, auf Bäume zu klettern und die Natur zu beobachten. Später widmete er sich überall auf der Welt dem Wellensurfen.
Sylvestre war schon vor seiner Geburt Bildhauer, hielt immer Gegenstände und Werkzeuge in den Händen und rühmte sich einer Phantasie, die zunächst nur inm Ruhezustand gelegen hatte. Er war äußerst einfühlsam, scharfsinnig und ziemlich schüchtern.
Er absolvierte die Akademie der bildenden Künste in Carrara und arbeitete später in verschiedenen Kunststudios in Pietrasanta, wo er die Bildhauerei mit Marmor insbesondere für monumentale Werke lernte. In dem von ihm gegründeten Studio erweckte er seine Kreationen zum Leben. Seine Skulpturen befinden sich heute in öffentlichen und privaten Sammlungen in den wichtigsten Kulturhauptstädten der Welt wie Paris, London, Rom, Amsterdam, Hongkong, Dubai, Pietrasanta (wo er arbeitet) und Den Haag (wo er lebt).”

Sylvestre Gauvrit

Sylvestre Gauvrit.

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(12.02.2020)