Rosal Stones hat für seinen Albamiel Kalkstein eine Ökobilanz erstellen lassen und damit einen saftigen Auftrag im 1000 km entfernten Paris an Land gezogen

Îlot Fertile: Der Neubau mit Kalkstein von Rosal Stones.

Das Beispiel zeigt, dass sich Investitionen in Produktdaten lohnen und dass Naturstein auch über mittelweite Transporte seine Nachhaltigkeit nicht einbüßt

Die spanische Natursteinfirma Rosal Stones hat für ihren Albamiel Kalkstein eine Ökobilanz erstellen lassen. „Es waren 2 Jahre harte Arbeit und erhebliche Kosten“, umreißt Geschäftsführerin Catalina Sánchez das Projekt. Jedoch hat sich die Investition schon ausgezahlt: die Firma hat für ein neues Stadtviertel mit Null-Emissionen in Paris eine ganze Menge Stein für die dort eingesetzte Massivbauweise geliefert.

Für die Steinbranche insgesamt ist dabei nicht nur interessant, dass sich die Investition in grüne Zertifizierungen auszahlt. Das neue Stadtviertel in Paris, wo die Steine verwendet wurden, liegt nämlich mehr als 1000 km von den Brüchen in Spanien entfernt.

Dass der Albamiel dennoch andere Baumaterialien ausstechen konnte, liegt daran, dass Naturstein von Natur aus einfach da ist – er braucht nicht produziert zu werden. Der Verbrauch von Energie und Ressourcen beginnt bei ihm erst mit dem Abbau im Steinbruch und geht dann weiter mit der Verarbeitung, dem Transport zur Baustelle, der Installation dort, der Pflege für die Zeit der Benutzung und der abschließenden Entsorgung. Von allen Baustoffen haben nur noch die anderen natürlichen Stoffe wie etwa Lehm eine ähnlich gute Ökobilanz oder Holz als nachwachsender Rohstoff. Jedoch ist deren Lebensdauer und Wiederverwendbarkeit sehr viel geringer als beim Naturstein.

Îlot Fertile: Der Neubau mit Kalkstein von Rosal Stones.Îlot Fertile: Der Neubau mit Kalkstein von Rosal Stones.

Das neue Stadtviertel in Paris trägt den Namen Îlot Fertile. Es liegt im 19. Arrondissement nicht weit entfernt vom Bois de Boulogne und war lange Jahre eine vergessene Verkehrsbrache. Nun entsteht dort ein neues Quartier mit anspruchsvollen Zielen: es soll den Bürgern das bieten, was sie von einer modernen Stadt erwarten, und gleichzeitig unter ökologischen Leitlinien gebaut werden. „Was, wenn das die Geburt eines Wohnviertels mit Null CO2-Emissionen wäre?“ heißt es auf der Webpage des Projekts.

Für die Auswahl der Baumaterialien gab es strikte Bedingungen. Rosal Stones beteiligte sich mit seinen Zertifizierungen, die das französische Institut INES erstellt hatte. Derzeit übersetzt die Firma die Dokumente auch ins Englische und Spanische.

Rosal Stones lieferte 530 m³ seines Albamiel Kalksteins (Calcarenite) mit Dicken von 33 beziehungsweise 29 cm. Weitere Elemente hatten 8 cm dicke Elemente mit L- beziehungsweise U-Form.

Der Erfolg, den die 1980 von Manuel Sánchez Marín und seine Ehefrau María Robles Jiménez gegründete Firma nun auch auf dem ökologischen Parkett erzielt, kommt nicht von ungefähr. Schon 2005 unterzog sich das Familienunternehmen mit Sitz in der spanischen Provinz Murcia und heute 27 Mitarbeitern den ISO-Normen 9001 und 14001 zur Weiterentwicklung und Qualitätsverbesserung.

Zehn Jahre später griff die 2. Generation mit den 3 Kindern der Gründer das Umweltthema auf und erstellte einen Plan für die Jahre 2016 bis 2019, in dessen Rahmen die CO2-Emissionen bisher um 40% gesenkt werden konnten.

2017 unterzog man sich den Normen UNE 22470 und UNE 22480. Der jüngste Schritt war die Zusammenarbeit mit dem französischen INES-Institut, das die Ökobilanz erstellte.

CEO Catalina Sánchez gibt einen Ausblick: „Wenn mehr Anbieter von nachhaltigen Baumaterialien diesen Weg beschreiten würden, könnten wir gemeinsam den Einfluss von schädlichen und hochgradig umweltbelastenden Materialien in der Bauindustrie reduzieren.“

Rosal Stones

Îlot Fertile

Das Team von Rosal Stones.

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(28.06.2021)