„Architexture“ von Budri und Patricia Urquiola: Tische mit Anklang an die Kirchenfassaden der Renaissance

Budri, Patricia Urquiola: „Architexture“.

Die Tischplatte ist ganz aus Glas und praktisch nicht zu sehen, dafür springen die Tischbeine ins Auge

Die Corona-Pandemie hat Spuren hinterlassen, auch wo man sie nicht unbedingt erwartet hätte: „2020 war ein Jahr der Reflexion, der Stille, der Nüchternheit, aber auch des Reichtums: Wir konnten die Bedeutung unseres Landes und seiner Schönheiten erkennen“, schreibt die italienische Firma Budri in der Pressemitteilung zu ihrer neuesten Kreation zusammen mit der spanisch-italienischen Designerin Patricia Urquiola. Und weiter: „Die großen Räume und leeren Plätze haben uns die Gelegenheit gegeben, die Meisterwerke der italienischen Architektur mit neuen Augen zu sehen.

Das Ergebnis dieser Besinnung auf das Zuhause und auf seine lange Geschichte hat zu „Architexture” geführt, einer Kollektion von 7 unterschiedlichen Tischen, bei denen italienischer Marmor und die Architektur der Renaissance eine besondere Rolle spielen.

Es handelt sich um Minimaldesign, und der Tisch als Möbelstück wird praktisch reduziert auf die Tischbeine – die sich dann aber unübersehbar wie Säulen am Standort behaupten.

Die Platte, für die Funktion eines Tisches eigentlich das Wichtigste, besteht aus Glas und ist praktisch nicht zu erkennen. Es sein denn man betrachtet das Möbelstück von der Seite oder es gibt Spiegelungen in der Oberfläche.

Budri, Patricia Urquiola: „Architexture“.Budri, Patricia Urquiola: „Architexture“.

Dafür aber springen die Füße regelrecht ins Auge des Betrachters. Man kennt das Design von zahlreichen Renaissancekirchen aus Italien, wo sich Bänder von Marmor in 2 Farben über die Fassade ziehen. Die Bekannteste ist der Dom zu Siena.

Immer wieder haben moderne Architekten die Gestaltung aufgegriffen, etwa Mario Botta bei der Kirche San Giovanni Battista im Dorf Mogno im Tessin.

Aber wieso „Architexture” mit dem „x” im Wort? Budri und Urquiola haben – natürlich – nicht einfach die Marmorscheiben nur gestapelt, sondern auch deren Oberflächen gestaltet, nämlich mit den 3 Texturen „diamond”, „pleate” und „groove” („Diamant”, „Falte” und „Rille”). Leider gibt es bisher keine Fotos dazu. Wir werden sie nachreichen.

Zum 1. Mal wird die neue Kollektion zu sehen sein im Rahmen der Milan Design Week im September im neuen Showroom von Budri (Foro Buonaparte 60). Um Anmeldung wird gebeten.

Budri

Renderings: Budri

Budri, Patricia Urquiola: „Architexture“.

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(06.09.2021)