Die Via Appia aus der Zeit der Römer ist auch ein Beleg für die hervorragende Ökobilanz von Naturstein als Belag für Wege und Plätze

Deckblatt der Studie.

Der Deutsche Naturwerkstein-Verband (DNV) hat eine Studie zu Bodenbelägen für draußen vorgelegt, die auch in Englisch für die Branche zum kostenlosen Download bereit steht

Die Via Appia von Rom nach Brindisi ist das beste Beispiel für die außergewöhnliche Haltbarkeit von Naturstein: die alten Römer begannen den Bau im Jahr 312 n. Chr. und in vielen Teilen, wo der Weg nicht überbaut ist, sind die Steine immer noch da, als würden sie nur auf eine Aufarbeitung und auf die nächste Verwendung warten.

Das Thema der Lebensdauer spielt eine wichtige Rolle in der Ökobilanz, mit der der Deutsche Naturwerkstein-Verband (DNV) nun verschiedene Bodenbeläge für den Außenbereich miteinander verglichen hat.

Es ist die zweite derartige Untersuchung. Im Jahr 2019 hatte der Verband eine Studie zu Bodenbelägen in Innenräumen durchführen lassen. Damals war Naturstein mit Keramikfliesen, Teppichen, PVC, Laminat und Parkett verglichen worden, diesmal wurden Pflastersteine beziehungsweise steinerne Pflasterplatten solchen aus Beton und Betonklinker beziehungsweise Asphaltbelägen gegenübergestellt.

Das Ergebnis ist ähnlich: wieder schneidet Naturwerkstein in der Ökobilanz erheblich besser ab als die anderen Materialien.

Die einzelnen Aspekte der Berechnung zeigen die folgenden Tabellen:

Bei Betonpflaster ist das Treibhauspotenzial um 2,65 mal höher als bei Natursteinpflaster.

Bei Betonpflaster ist das Treibhauspotenzial um 2,65 mal höher als bei Natursteinpflaster. Bei Betonplatten ist es gar um 4,07 mal höher, bei Klinker um 4,58 mal. Asphalt kommt mit dem Faktor 2,54 ein wenig besser weg als Betonpflaster.

Zu den Begriffen in der Tabelle: Mit GWP ist das Treibhauspotenzial eines Materials gemeint („Global Warming Potential“). CO2-Äquivalent sagt aus, wieviel kg des Treibhausgases CO2 bei der Erzeugung und Nutzung eines Baustoffs entstehen und freigesetzt werden.

Dieser rechnerische ermittelte Wert wird etwas anschaulicher, wenn man den Energieverbrauch der Materialien von der Erzeugung über den Bau und den Erhalt der Wege betrachtet. Der Unterbau muss natürlich eingerechnet werden.

Auch hier belegt Naturstein die besten Plätze, weil er nicht von Menschenhand erzeugt werden muss, sondern von Natur aus vorhanden ist. Er muss nur im Steinbruch gebrochen und danach in die passenden Größen gebracht werden.

Die Tabelle zeigt das Verhältnis der Materialien. Asphalt schneidet hier deshalb deutlich schlechter ab, weil er im Zeitraum von 50 Jahren mehrmals erneuert werden muss.

Die Tabelle zeigt das Verhältnis der Materialien. Asphalt schneidet hier deshalb deutlich schlechter ab, weil er im Zeitraum von 50 Jahren mehrmals erneuert werden muss.

Diese Grafik zeigt den Gesamtenergieverbrauch über einen Zeitraum von 100 Jahren – hier schlägt sich die extreme Haltbarkeit des Natursteins wieder nieder.

Diese Grafik zeigt den Gesamtenergieverbrauch über einen Zeitraum von 100 Jahren – hier schlägt sich die extreme Haltbarkeit des Natursteins wieder nieder.

Diese Grafik kehrt wieder zum GWP zurück, allerdings verläuft die Betrachtung hier über 100 Jahre.

Diese Grafik kehrt wieder zum GWP zurück, allerdings verläuft die Betrachtung hier über 100 Jahre. Die Werte für Naturstein bleiben unverändert im Vergleich zur Tabelle oben über einen Zeitraum von nur 50 Jahren.

Zu berücksichtigen ist in einer Ökobilanz auch der Transport der Materialien an den Ort ihrer Verwendung.

Zu berücksichtigen ist in einer Ökobilanz auch der Transport der Materialien an den Ort ihrer Verwendung. Heimische Materialien schneiden deutlich besser ab als solche mit langen Transportwegen.

Ein Pflaster aus heimischem Naturstein hat nicht nur die beste Ökobilanz aller Bodenbeläge, sondern bietet auch farbliche Gestaltung.

In der Studie wird noch auf die ästhetische Stärke des Naturstein hingewiesen: seine natürlichen Farben und Adern wirken lebhafter als uniforme Industriematerialien.

Der DNV hat auch diese Ökobilanz ins Englische übersetzen lassen, damit auch andere Verbände sie nutzen können.

Kostenloser Download als pdf oder kostenpflichtige Bestellung als gedruckte Broschüre

See also:

(29.10.2021)