Stefan Scholten entwickelte für sein Projekt „The Stone House“ Ideen für die Verwendung der kleinsten Reststücke aus Stein und von Steinkörnungen

Stefan Scholten für Stone Made Italy: „The Stone House.Stefan Scholten für Stone Made Italy: „The Stone House.

Auf Initiative der Firma Stone Made Italy zeigte er im Rahmen der Milan Design Week 2021 Bodenbeläge, Tischplatten sowie Flächen für Stühle oder Wände

„Nachhaltigkeit ist nicht nur mehr ein Trend, es ist eine Notwendigkeit“, umreißt Stefan Scholten das Projekt „The Stone House“, das er im Rahmen der Milan Design Week 2021 in Mailand präsentierte. Und weiter: „Dieses Bewusstsein gilt auch für die Natursteinbranche, wo die Menge an ungenutztem Material groß ist.“ Man achte auf die Wortwahl des niederländischen Designers: Er spricht nicht von Abfall, der im Steinbruch oder in der Verarbeitung anfällt, sondern von „ungenutztem Material“.

Ziel des Projekts war, für Bruchstücke, Verschnitt oder Steinkörnungen Verwendungen zu finden. Scholten orientierte sich dabei an alten Techniken wie Terrazzo, Palladiana, Mosaik oder Marmorino und wendete sie auf das kleinteilige Material an, das ihm italienische Firmen aus ihren Steinbrüchen oder ihren Werkstätten lieferten.

Stefan Scholten für Stone Made Italy: „The Stone House.Stefan Scholten für Stone Made Italy: „The Stone House.

Herausgekommen sind Bodenbeläge, Tischplatten sowie Flächen für Stühle oder Wände. Ziel von Scholten war dabei nicht, nach dem Titel des Projekts wirklich ein Haus zu kreieren, sondern mit ein paar Objekten die Anmutung eines Wohnraumes zu schaffen.

Manche seiner Ideen greifen dabei vom Naturstein bekannte Formen der Gestaltung auf, etwa das Bookmatch (Spiegelbild).

Stefan Scholten für Stone Made Italy: „The Stone House.Stefan Scholten für Stone Made Italy: „The Stone House.

Stefan Scholten, geboren 1972, hat sich in seiner Designerkarriere immer wieder mit Naturstein beschäftigt. 2017 entwarf er in Zusammenarbeit mit Carole Baijings für die Firma Henraux geometrische Fliesen aus Marmor-Reststücken.

Konzept und Anstoß zu „The Stone House“ kamen von der Firma Stone Made Italy mit Hauptsitz in Carrara, Morseletto stellte die Kreationen her. Beteiligt waren auch die Firmen Bonotti, Collemadina, Travertini Paradiso, Max Marmi und IGF. Gezeigt wurde die Kollektion im Palazzo Francesco Turati in Mailand.

Studio Stefan Scholten

Stone Made Italy

Morseletto

Fotos: Simone Bossi

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(10.11.2021)