2. Ausgabe des türkischen Natursteindesign-Wettbewerbs „Amorf“: wieder waren Gegenstände für die Benutzung im Alltag und mit Chancen für den Verkauf das Ziel

Amorf-Logo.

Schauplatz der Gala zur Preisverleihung war diesmal das antike Ephesos, das einst eines der 7 Weltwunder beherbergte

Zwei Neuigkeiten sind vom türkischen Wettbewerb für Natursteindesign „Amorf“ des Jahres 2021 zu berichten: neben den bisherigen Kategorien für Design-Profis sowie für Studenten aus Architektur und Design gab es nun auch eine mit dem Titel „Unlimited“ für Teilnehmer gleich welcher Fachrichtung und welchen Alters. Zum anderen fand die Preisverleihung im antiken Ephesos statt, dessen Tempel der Artemis ehemals zu den 7 Weltwundern gezählt wurde.

Damit wollte der Veranstalter, der Verband der Exportfirmen aus der Ägäis (Aegean Exporters‘ Associations, EIB), an die lange kulturelle Tradition des Landes anknüpfen, die der Region wirtschaftliche Macht und Reichtum gebracht hatte. Denn, wie Mevlüt Kaya, Vorsitzender der Natursteinabteilung im Verband, bei der Gala sagte: „Amorf soll bedeutende Beiträge zum Export von Produkten mit Mehrwert bringen und eine Brücke zu Architekten und Designern schlagen.“

Damit spielte er an auf eine Schwäche der türkischen Natursteinwirtschaft. Sie nimmt zwar von der Menge her unter den Exportländern einen der ersten Plätze ein, verkauft aber vor allem Rohmaterialien, also Blöcke. Das heißt: der wirkliche Ertrag mit, zum Beispiel, dem türkischen Marmor wird woanders erwirtschaftet.

Mit dem Designwettbewerb will der Verband EIB – genauso wie der landesweite Zusammenschluss IMIB mit einer ähnlichen Initiative – eine Generation von kreativen Köpfen heranziehen, die sich mit Naturstein auskennen und daraus Produkte mit Mehrwert und Verkaufserfolg machen.

Mit 402 Einreichungen hatte es bei Amorf 2 ziemlich genauso dieselbe Zahl wie beim 1. Durchgang ein Jahr zuvor gegeben. Jedoch vergab die Jury nur 6 Preise, anders als 10 zuvor. Es habe nicht genügend hochwertige Einreichungen gegeben, hieß es.

Deutlich erhöht wurden die Preisgelder auf je 15.000 Türkische Lira (statt 10.000). Das ist im Inland viel Geld, auch wenn der Umrechnungskurs in andere Währungen zurzeit schlecht ist. Darüber hinaus gab es für 3 Studenten wieder die Möglichkeit, sich auf ein Auslandsstipendium des türkischen Wirtschaftsministeriums zu bewerben.

Kennzeichen von Amorf im Vergleich zu Wettbewerben für Natursteindesign in einigen anderen Ländern ist Produktdesign als klare Leitlinie: die Teilnehmer sollen Gegenstände konzipieren, die funktional sind, also im Alltag benutzt werden können, und gleichzeitig schön sind und sich verkaufen lassen. Ein weiter Aspekt war wieder, Reststücke aus der Produktion zu verwenden.

Wir zeigen die prämierten Entwürfe.

Amorf

Kategorie Profis (Verwertung von Abfall), Abdulhamid İçöz und Merve Kanat İçöz: Lichtschalter und Steckdosen aus Naturstein (Titel: „Touch“).Kategorie Profis (Verwertung von Abfall), Abdulhamid İçöz und Merve Kanat İçöz: Lichtschalter und Steckdosen aus Naturstein (Titel: „Touch“).
 

Kategorie Profis (Verwertung von Abfall), Ahmet Ünveren: Marmorvorhang im Netz aus Stahlseilen (Titel: AǦ).Kategorie Profis (Verwertung von Abfall), Ahmet Ünveren: Marmorvorhang im Netz aus Stahlseilen (Titel: AǦ).
 

Kategorie Unlimited (Einrichtungsgegenstände), Emre Çalışkan: „Cloud“ ist ein Luftreiniger, dem Marmorflügel die dekorative Form geben.Kategorie Unlimited (Einrichtungsgegenstände), Emre Çalışkan: „Cloud“ ist ein Luftreiniger, dem Marmorflügel die dekorative Form geben.
 

Kategorie Studenten (Gegenstände für draußen), Kemal Şayli: „Mercy“ ergänzt die übliche hinterlüftete Fassadenverkleidung um ein Element für Vogelnester. Es knüpft an an die Tradition, zum Beispiel an Moscheen Nistmöglichkeiten für die Tiere schaffen.Kategorie Studenten (Gegenstände für draußen), Kemal Şayli: „Mercy“ ergänzt die übliche hinterlüftete Fassadenverkleidung um ein Element für Vogelnester. Es knüpft an an die Tradition, zum Beispiel an Moscheen Nistmöglichkeiten für die Tiere schaffen.
 

Kategorie Studenten (Verwertung von Abfall), Merve Turan und Merve Hilal Aktaş: „Sirkadiyen“ ist eine Stehlampe, bei der das Licht wie aus einem Licht in der Säule heraustritt. Ein Teil des Steins ist durchscheinend und produziert so eine Variante des Lichts.Kategorie Studenten (Verwertung von Abfall), Merve Turan und Merve Hilal Aktaş: „Sirkadiyen“ ist eine Stehlampe, bei der das Licht wie aus einem Licht in der Säule heraustritt. Ein Teil des Steins ist durchscheinend und produziert so eine Variante des Lichts.
 

Kategorie Studenten (Einrichtungsgegenstände), Tan Nuhoğlu: „Ludus“ schafft einen festen Platz, um Backgammon zu spielen.Kategorie Studenten (Einrichtungsgegenstände), Tan Nuhoğlu: „Ludus“ schafft einen festen Platz, um Backgammon zu spielen.
 

Kategorie Profis (Verwertung von Abfall), Abdulhamid İçöz und Merve Kanat İçöz: Lichtschalter und Steckdosen aus Naturstein (Titel: „Touch“).Kategorie Profis (Verwertung von Abfall), Ahmet Ünveren: Marmorvorhang im Netz aus Stahlseilen (Titel: AǦ).Kategorie Unlimited (Einrichtungsgegenstände), Emre Çalışkan: „Cloud“ ist ein Luftreiniger, dem Marmorflügel die dekorative Form geben.Kategorie Studenten (Gegenstände für draußen), Kemal Şayli: „Mercy“ ergänzt die übliche hinterlüftete Fassadenverkleidung um ein Element für Vogelnester. Es knüpft an an die Tradition, zum Beispiel an Moscheen Nistmöglichkeiten für die Tiere schaffen.Kategorie Studenten (Verwertung von Abfall), Merve Turan und Merve Hilal Aktaş: „Sirkadiyen“ ist eine Stehlampe, bei der das Licht wie aus einem Licht in der Säule heraustritt. Ein Teil des Steins ist durchscheinend und produziert so eine Variante des Lichts.Kategorie Studenten (Einrichtungsgegenstände), Tan Nuhoğlu: „Ludus“ schafft einen festen Platz, um Backgammon zu spielen.

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(04.02.2022)