Milano Makers auf dem FuoriSalone 2022: Ideen für Alltagsobjekte aus Marmor-Reststücken

Pietro Gaeta: „JO-TA”.Pietro Gaeta: „JO-TA”.

Junge und erfolgreiche Designer zeigten Projekte, bei denen es nicht nur ums Verkaufen, sondern auch um den Spaß an der Kreativität ging

Der FuoriSalone (Messe außerhalb der Messe), der zeitgleich mit der Möbelmesse, aber in der Innenstadt von Mailand stattfindet, hat in den letzten Jahren viel von seinem Charme verloren. Ehemals zeigten sich dort die jungen und aufstrebenden Designer. Kennzeichen der Präsentationen waren oft ungewöhnliche Ideen, die in ehemaligen Fabrikhallen oder in temporär umgenutzten Autowerkstätten eine Bühne fanden.

Inzwischen ist viel der ehemaligen anarchischen Kreativität zu professioneller Gestaltung geworden, wo allein dem Geldverdienen gehuldigt wird.

An einzelnen Orten findet man aber immer noch Nischen für die jungen Leute und ihre Förderer. In diesem Jahr gab es eine solche Nische im Innenhof der Università Cattolica, wo normalerweise die Präsentationen ebenfalls fest in der Hand großer Firmenmarken sind.

Isi Marconi: „Opus Sectile“.

Etwas an den Rand gedrängt, zeigten hier die Milano Makers Arbeiten aus den letzten beiden Jahren.

Laut Selbstdarstellung ist MiMa, so die Abkürzung, eine kulturelle Vereinigung, die die Eigenproduktion der Kreativen fördern und ihnen zum Erfolg verhelfen will. Sie wurde vor gut 10 Jahren gegründet und entstammt der weltweiten Makers-Bewegung. Deren bekannteste Aktivitäten sind so genannte FabLabs, fabrication laboratories.

Die Milano Makers zeigten auf dem FuoriSalone zwei Projekte: für „Marmissima“ hatten sie junge Designer eingeladen, Alltagsprodukte aus Marmor-Reststücken zu entwickeln, bei „Light Structures for Concrete Thoughts“ (Leichte Strukturen für schwere Gedanken) waren Künstler und Designer mit bekanntem Namen aktiv; der Titel spricht für sich.

Eigenproduktion lautete eine der Leitlinien, andere waren Kreislaufwirtschaft, geringer Ressourcenverbrauch oder auch Geschlechtergleichheit.

Natürlich sollten die Objekte auch eine spielerische Leichtigkeit haben. Und zeigen, dass Kreativität Spaß machen kann.

Wir zeigen Fotos der Objekte mit Marmor.

Milano Makers

Fotos: Milano Makers

Fabiola Pignatelli: „Dimè“.Ezio Colombrino: „Velato“.Maria Christina Hamel: „Marble in the box: Fish”.Maria Christina Hamel: „Marble in the box: Optical”.Flavia Freixa: „Fragranze“.Präsentation in der Università Cattolica.

See also:

(10.08.2022)