In Österreich wurden die Natursteinpreise des Jahres 2022 vergeben

Den 1. Platz bei den Lehrlingen belegte die 2. Klasse der Fachschule für Steintechnik & Steingestaltung (HTL Hallein) mit ihrem Teamprojekt „Kräuterschuh High Heel“.

Die Kategorien sind: Lehrlinge, Design, Grabmal und Denkmalpflege / Initiator ist die Bundesinnung der Steinmetze in Zusammenarbeit mit dem Steinzentrum Hallein

Seit 2012 gibt es in Österreich Natursteinpreise. Vergeben werden sie jährlich in den Kategorien Lehrlinge, Design, Grabmal und Denkmalpflege. Initiator ist die Bundesinnung der Steinmetze in Zusammenarbeit mit dem Steinzentrum Hallein.

Preisgelder gibt es nicht, jedoch dürfen die prämierten Firmen oder Personen die Auszeichnung ein Jahr lang in ihrer Eigenwerbung verwenden.

Wir zeigen die Gewinner des Jahres 2022 in einer Bildergalerie.

Steinzentrum Hallein

Fotos: Steinzentrum Hallein

 
(Foto oben) Den 1. Platz bei den Lehrlingen belegte die 2. Klasse der Fachschule für Steintechnik & Steingestaltung (HTL Hallein) mit ihrem Teamprojekt „Kräuterschuh High Heel“. Es handelt sich um kleine Hochbeete in ganz besonderer Anordnung.
 

Der 2. Platz ging an die Schülergruppe der LBS Schrems für ihren „Stehtisch mit Bedeutung“.Der 2. Platz ging an die Schülergruppe der LBS Schrems für ihren „Stehtisch mit Bedeutung“. In der Beschreibung heißt es: „In Anbetracht der Tatsache, dass jeder Mensch Schwächen hat und auch haben darf, trägt die Säule in der Mitte die Inschrift: Freunde müssen nicht perfekt sein, nur echt.“
 

Eine Lehrlingsgruppe der LBS Murau belegte den 3. Platz mit ihrem „Bücherstapel der besonderen Art“.Eine Lehrlingsgruppe der LBS Murau belegte den 3. Platz mit ihrem „Bücherstapel der besonderen Art“. Die jungen Leute verwendeten dafür Reststücke aus der Werkstatt und gestalteten sie um.
 

Ein Sonderpreis für kreative und fachkompetente Einführung in die Lehrzeit ging an Julian Kasper.Ein Sonderpreis für kreative und fachkompetente Einführung in die Lehrzeit ging an Julian Kasper (Strasser Steine), der „seine“ Fußballmannschaft Real Madrid ehrt.
 

Der 1. Platz in der Kategorie Design ging an Reinhard Winter (Arteum – Reinhard Winter e.U.) für sein Gartensofa „Ringstraße, Block 53“.Der 1. Platz in der Kategorie Design ging an Reinhard Winter (Arteum – Reinhard Winter e.U.) für sein Gartensofa „Ringstraße, Block 53“. Der dafür verwendete Sandstein stammt aus der Zeit um 1880, als in Wien die Ringstraße errichtet wurde. Sie ist mit vielen prächtigen Fassaden gesäumt. Der Steinblock trägt an der Seite die Nummer 53 – er war damals wohl für eine bestimmte Verwendung vorgesehen, wurde jedoch nicht verbaut. Die Originaloberfläche aus der damaligen Zeit wurde bewusst erhalten, jedoch leicht geschliffen, um scharfe Kanten zu beseitigen.
 

Eine Anerkennung gab es für Elisabeth und Martin Schmeiser, die die Vielfalt der Steine aus Österreich in Schmuck verarbeiten.Eine Anerkennung gab es für Elisabeth und Martin Schmeiser, die die Vielfalt der Steine aus Österreich in Schmuck verarbeiten. „Schöner kann ein Stück Heimat kaum sein“, lautet das Motto.
 

Eine Anerkennung ging auch an das Steinbauzentrum Hans Tremmel GmbH für die Gestaltung der Poolterrasse mit Mauerungen verschiedener Art.Eine Anerkennung ging auch an das Steinbauzentrum Hans Tremmel GmbH für die Gestaltung der Poolterrasse mit Mauerungen verschiedener Art. Verwendet wurden Kalk- und Sandsteine. Ein Teil der Wand ist in der Optik einer Trockenmauer gestaltet.
 

Den 1. Platz beim Grabmalpreis belegte die Stein Baumgartner GmbH für das Grab mit dem Titel „Dreifaltigkeit“ für einen Pfarrer/Militärseelsorger.Den 1. Platz beim Grabmalpreis belegte die Stein Baumgartner GmbH für das Grab mit dem Titel „Dreifaltigkeit“ für einen Pfarrer/Militärseelsorger. Drei Steine sind als Stufen dem Gelände angepasst und spiegeln den Lebensweg des Toten: zunächst seine Tätigkeit als Tischler, dann die Weihe zum Priester und schließlich das Kreuz am Ende des Lebensweges als Erlösung.
 

Der 2. Preis ging an Steinmetzmeister Raimund Fuchs für das Grabmal Daxberger. Verwendet wurden Krastaler Marmor, Glas und Metall.Der 2. Preis ging an Steinmetzmeister Raimund Fuchs für das Grabmal Daxberger. Verwendet wurden Krastaler Marmor, Glas und Metall. Eine der besonderen Aufgaben bestand darin, ein Foto des Verstorbenen auf den Grabstein zu bringen, jedoch nicht in der üblichen Form solcher Bilder und auch nicht auf dem Grabstein wie üblich.
 

Den 3. Preis vergab die Jury an Steinmetzmeister Rudolf Wienerroither für das Grabdenkmal „Facetten des Lebens“ für einen Tischlermeister.Den 3. Preis vergab die Jury an Steinmetzmeister Rudolf Wienerroither für das Grabdenkmal „Facetten des Lebens“ für einen Tischlermeister. Der Grabstein aus Wachauer Marmor sollte „schlicht, geradlinig, modern und doch ein wenig anders sein – einfach zum Verstorbenen passend“, war der Wunsch der Angehörigen.
 

Steinmetzmeister Raimund Fuchs bekam neben dem 2. Preis noch eine Anerkennung, und zwar für das „Grabmal Weigl“.Steinmetzmeister Raimund Fuchs bekam neben dem 2. Preis noch eine Anerkennung, und zwar für das „Grabmal Weigl“. Der Verstorbene hatte ein Buch über die Wasserversorgung der Stadt Salzburg geschrieben, und so wählte Fuchs den Untersberger Marmor, dessen Oberfläche von einem Gletscher geformt worden war.
 

Ein 1. Preis in der Kategorie Denkmalpflege ging an Steinmetzmeister Gerhard Fraundorfer für seine vielfältigen Arbeiten dort.Am Linzer Mariendom, dem größten sakralen Bauwerk in Österreich, wurde der Turmhelm restauriert. Ein 1. Preis in der Kategorie Denkmalpflege ging an Steinmetzmeister Gerhard Fraundorfer für seine vielfältigen Arbeiten dort.
 

Ein weiterer 1. Preis ging an Mag. Klaus Wedenig (Restoration Company GmbH) und die Schreiber & Partner Natursteine GmbH für die Arbeiten an der Pest- und Dreifaltigkeitssäule in Poysorf.Ein weiterer 1. Preis ging an Mag. Klaus Wedenig (Restoration Company GmbH) und die Schreiber & Partner Natursteine GmbH für die Arbeiten an der Pest- und Dreifaltigkeitssäule in Poysorf. Sie war 1715 errichtet worden, weil der Ort von der Seuche verschont geblieben war.
 

Der 3. Preis in der Kategorie Denkmalpflege ging an Steinmetzmeister Raimund Fuchs für seine Arbeiten an der Kirche Arnsdorf.
Der 3. Preis in der Kategorie Denkmalpflege ging an Steinmetzmeister Raimund Fuchs für seine Arbeiten an der Kirche Arnsdorf.
 

Anerkennungen gab es für:

Eine Anerkennung gab es für: Mag. Klaus Wedenig (Restoration Company GmbH): Providentiabrunnen, Am Neuen Markt, Wien.Mag. Klaus Wedenig (Restoration Company GmbH): Providentiabrunnen, Am Neuen Markt, Wien.

Eine Anerkennung gab es für: Richard Ehrlich GesmbH: Jüdischer Friedhof in Wien Währing.Richard Ehrlich GesmbH: Jüdischer Friedhof in Wien Währing.

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(24.08.2022)