Spaniens Natursteinexporte verzeichneten 2021 eine Steigerung von +12 % gegenüber dem Vorjahr

Der blaue Balken zeigt die Entwicklung der Exporte von Spaniens Natursteinbranche.

Nach Jahren des Rückgangs kamen sie mit 915 Millionen € erstmals wieder dem Wert von 2016 (919 Millionen €) nahe

Spaniens Natursteinbranche hat die Corona-Pandemie gut gemeistert, wie auch die anderen großen Exportländer weltweit. Im Jahr 2021 erreichte es bei den Ausfuhren +12,07% im Vergleich zum Vorjahr. Gegenüber 2020, dem letzten Normaljahr vor Corona, betrug der Anstieg +10,46%.

Außerdem: Spaniens Natursteinexporte hatten seit 2016 einen kontinuierlichen Rückgang zu verzeichnen gehabt, der erst 2021 gestoppt werden konnte. In Worten: ausgerechnet als die Pandemie die Geschäfte erheblich erschwerte, kamen die Spanier mit Exporten im Wert von rund 915 Millionen € beinahe wieder auf den Wert von 2016 mit 919 Millionen €.

An der Liste der wichtigsten Einkäufer von spanischen Natursteinwaren hat sich wenig geändert: die Reihenfolge ist Frankreich (200 Millionen €), UK (142 Millionen €), USA (78 Millionen €) und Deutschland (61 Millionen €).

Die folgende Tabelle zeigt die Details:

Die Tabelle zeigt die wichtigsten Zielländer für Spaniens Natursteinexporte.

Zu beachten ist zweierlei:

* heftig war der Rückgang bei den Exporten nach China – seit 2017 haben sie sich um zwei Drittel (-65.2%) reduziert;
* schwerwiegend ist auch der Rückgang bei Saudi Arabien (-8,4%, auf 24,6 Millionen €) und der Einbruch bei Qatar (-26,9%, auf 7,6 Millionen);

Positiv zu bewerten ist der gestiegene Anteil von Halb- und Fertigprodukten an der Gesamtzahl der Exporte (+25,24%, auf 658 Millionen €). Deutlich geringer am Gesamtanstieg war das Wachstum beim Export von Blöcken (+5,92%, auf 256 Millionen €).

Die Provinzen in Spanien mit den höchsten Anteilen an den Natursteinausfuhren zeigt die folgende Tabelle. Alicante machte einen deutlichen Sprung nach vorn:

Die Rangfolge von Spaniens Export-Provinzen.

Was die Importe betrifft, gab es 2021 einen Anstieg um +25.76% gegenüber dem Vorjahr. Besonders die Entwicklung bei Rohmaterial (Blöcken) war signifikant (+36.23%). Offenbar haben einige Firmen trotz gestiegener Transportkosten sich das Geschäftsmodell zu eigen gemacht, im Ausland Blöcke aufzukaufen, diese zu verarbeiten (und weiterzuverkaufen?). Importe kamen vor allem aus Portugal, China und Indien.

Was die Produktion der heimischen Steinbrüche angeht, gab es 2021 gegenüber dem Vorjahr +6,25% (auf 1,7 Milliarden €).

Die Zahlen hat uns Javier Fernández Cortés, Generalsekretär beim Cluster Piedra zur Verfügung gestellt. Es ist das Dienstleistungszentrum für die Steinbranche ganz Spaniens. Es soll für die Vermarktung der heimischen Sorten sorgen als auch den Firmen durch Weiterbildung und Service beim Weg in die Zukunft helfen.

Cluster Piedra

See also:

(12.10.2022)