Die so genannten Heritage Stones (oder Geoheritage Stones) benennen Sorten, die über Jahrhunderte für die Menschheit eine wichtige Rolle gespielt haben

Der Makrana Marble ist bekannt als Stein des Taj Mahal. Foto: Jakub Hałun / <a href="https://commons.wikimedia.org/"target="_blank">Wikimedia Commons</a>, <a href=" https://en.wikipedia.org/wiki/Creative_Commons_license"target="_blank">Creative Commons License</a>

Den Titel vergibt die International Union of Geological Sciences (IUGS) / Weitere neue Rubriken sind Geological Heritage Sites und GeoCollections

Die Liste der – künftig – „Heritage Stones“ ist erreichbar über die Webpage der International Union of Geological Sciences (IUGS) https://iugs-geoheritage.org/

Heritage Stones (oder Geoheritage Stones) ist der neue Titel für jene Natursteine, die in der menschlichen Kultur eine besondere Rolle gespielt haben und spielen. Die Auszeichnung kann vergeben werden zum Beispiel für Sorten, die wichtig für Architektur oder Bildhauerei waren, und für solche, die im Alltag viel benutzt wurden, etwa als Mühlsteine, Wetzsteine, im Pflaster usw.

Immer aber muss ein solcher Stein über die Grenzen des Heimatlandes hinaus Bedeutung erlangt haben.

Den Titel vergibt die International Union of Geological Sciences (IUGS), nachdem Länder für ihre Steine die Aufnahme in das Register beantragt und eine faktenreiche Bewerbung eingereicht haben.

Aktuell umfasst die Liste 32 Steine vom Carrara Marmor über den Makrana Marble – besser bekannt als Stein des Taj Mahal – bis zum Tennessee „Marble”. Zehn davon wurden erst 2022 aufgenommen, darunter der Teozantla Tuff (Mexiko), Alwar Quartzite (Indien) oder Connemara Marble (Irland) und aus Deutschland der Rochlitzer Prophyr.

Insgesamt kommen die ausgewählten Sorten aus 17 Ländern.

Ehemals trugen die Steine in dem Register den Titel Global Heritage Stone Resource (GHSR). Zu jeder Sorte gab es ausführliche Beschreibungen. Diese Informationen soll es auch in Zukunft geben, wie uns Asier Hilario, Vorsitzender der IUGS, auf Anfrage mitteilte.

Bisher nennt die Webpage nur die Namen der Sorten.

Deckblatt der Veröffentlichung zu den Geoheritage Sites.

Neu geschaffen hat die IUGS auch eine ganze Rubrik, nämlich die Geological Heritage Sites (oder Geoheritage Sites). In dieser Liste, aktuell mit 100 Eintragungen und ausführlichen Beschreibungen, werden Orte genannt, die für die Geologie eine besondere Rolle spielen. Beispiele sind Geoparks, wo interessierte Laien anschauliche Beispiele für die Kräfte der Natur und die Resultate daraus finden.

Die Liste kann als pdf heruntergeladen werden.

In diesem Jahr steht noch eine weitere Neuheit an: es ist die Rubrik GeoCollections. Es soll eine Datenbank sein mit Information über jene Gesteine, „die wichtig sind, um die Erde die Himmelskörper zu verstehen“. Das Wissen existierender Datenbanken auf höchstem wissenschaftlichen Niveau will man so besser zugänglich machen. „GeoCollections bilden und inspirieren die Öffentlichkeit, bewahren das planetarische Archiv für künftige Generationen und ermöglichen gleichzeitig die Forschung“, heißt es auf der Webpage.

See also:

(24.02.2023)