10. All India Stone Architecture Awards (1): Naturstein als nachhaltiger und dekorativer Baustoff war ein zentrales Thema bei vielen prämierten Projekten

Gewinner Außenfassaden:  Architekten Ashish Patel, Jay Patel & Drashti Patel für das Wohnhaus „Rachna“.

Die Preise werden alle 2 Jahre auf der Messe India Stonemart in Jaipur vergeben

Update: die Lobenden Erwähnungen aus dem Wettwerb
https://www.stone-ideas.com/103486/zehnte-all-india-stone-architecture-awards-2/

Die All India Stone Architecture Awards (AISAA) prämieren herausragende Verwendungen von indischen Natursteinen und werden alle 2 Jahre vergeben. Bis 30. November 2023 läuft die Ausschreibung für den 11. Durchgang. Wir zeigen die prämierten Projekte des 10. Durchgangs, die auf der Messe India Stonemart 2022 vergeben wurden.

Vier Kategorien gibt es: Außenfassaden, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Grüne Architektur. Einreichungen sind auch möglich für Architekten aus dem Ausland mit Projekten von dort; jedoch müssen Natursteine aus Indien verwendet worden sein.

Die Preisgelder belaufen sich pro Kategorie auf Rs 100.000 (umgerechnet etwa 1.200 US-$). Gibt es mehrere Gewinner in einer Kategorie, wird das Preisgeld geteilt.

Die Mitglieder der Jury (v.l.n.r.): die Architekten N. Mahesh, Tushar Sogani, Chandrashekhar Kanetkar, Habib Khan und Vivek Gupta.

Zusätzlich dazu gibt es eine Skulptur und die Erwähnung in der Öffentlichkeitsarbeit des Centre for Development of Stones (CDOS), das den Wettbewerb organisiert. Das CDOS wurde vom Bundesstaat Rajasthan mit Unterstützung durch die indischen Regierung gegründet, um die Steinbranche des Landes zu fördern. Am Sitz in Jaipur gibt es einen Showroom, ein Testlabor, ein Museum und einen Natursteinpark.

Wir zeigen die Gewinner des 10. Durchgangs. In einem separaten Bericht präsentieren wir die mit Besonderen Erwähnungen ausgezeichneten Projekte. Sie bekommen kein Preisgeld.

AISAA

CDOS

India Stonemart, 01. – 04. Februar 2024

Fotos: CDOS
 

Gewinner Außenfassaden: Architekten Ashish Patel, Jay Patel & Drashti Patel für das Wohnhaus „Rachna“.Gewinner Außenfassaden: Architekten Ashish Patel, Jay Patel & Drashti Patel für das Wohnhaus „Rachna“.Gewinner Außenfassaden: Architekten Ashish Patel, Jay Patel & Drashti Patel (Architecturefirm) für das Wohnhaus „Rachna“: Die Aufgabe lautete, einem etwa 20 Jahren alten Wohngebäude in der Stadt Surat im Bundesstaat Gujarat ein neues Äußeres zu geben, ohne seine perfekte Anpassung an die gegebenen Lichtverhältnisse und die Möglichkeiten der natürlichen Kühlung durch den Wind einzuschränken. Für das Obergeschoss entschieden sich die Planer für eine Fassade aus Natursteinscheiben, die das etwas altmodische Schrägdach verbergen würde. Für die Steinscheiben verwendeten die Architekten den Sandstein Bansi Paharpur mit 35 mm Dicke. Er hat einen besonderen Bezug zu Indiens subtropischem Klima: „Im Regen wird seine Farbe dunkler, so das die Fassade während des Monsuns anders aussieht als im Rest des Jahres – was sehr schön ist”, schreiben die Architekten.
http://www.architecturefirm.in/
 

Gewinner Außenfassaden: Architekten Prasanna Morey & Divya Jyoti für das Bürohaus „S-Nine“ mit Co-Working im Zentrum der Stadt Pune.Gewinner Außenfassaden: Architekten Prasanna Morey & Divya Jyoti für das Bürohaus „S-Nine“ mit Co-Working im Zentrum der Stadt Pune.Gewinner Aussenfassaden: Architekten Prasanna Morey & Divya Jyoti (PMA Madhushala) für das Bürohaus „S-Nine“ mit Co-Working-Räumen im Zentrum der Stadt Pune: die Planer entwickelten die uralte Idee der Pflanzkästen an einer Fassade weiter und schufen ein System, das solche Kästen für die Verkleidung der Etagen von unten bis oben vorsieht. Dafür verwendeten sie Sandstein, der im Bundesstaat Maharashtra viel verwendet wird. Eine der Leitlinie war, beim Zuschneiden der Einzelteile möglichst wenig Abfall entstehen zu lassen. Die grüne Gebäudehaut zusammen mit einem Management für das Gießwasser halte die Hitze und das blendende Sonnenlicht aus den Räumen, funktioniere als natürliche Kühlung und führe zu einer Identifikation der Büronutzer mit dem Standort, so die Architekten. Wir werden demnächst das Projekt mit seinen vielen weiteren Naturstein-Aspekten detalliert vorstellen.
https://www.pmamadhushala.com/
 

Gewinner Innenarchitektur: Architekt Prasanna Morey für den Flagship Store der Firma Eolith im Zentrum von Pune.Gewinner Innenarchitektur: Architekt Prasanna Morey für den Flagship Store der Firma Eolith im Zentrum von Pune.Gewinner Innenarchitektur: Architekt Prasanna Morey (PMA Madhushala) für den Flagship Store der Firma Eolith im Zentrum von Pune: Eolith ist eine Firma, die die Sorten Basalt, Kota und Sandstein vertreibt und dafür eine Kette von Showrooms in ganz Indien aufbauen will. Neben einem einheitlichen, aber variablen Konzept für alle Standorte lautete die zentrale Aufgabe, für die eigentlich nicht als Luxusmarke angesehenen Steinsorten ein exklusives Image zu kreieren. Flexibilität im Design und künstlerische Gestaltung waren die Leitlinien, denen der Architekt folgte. Ganz anders, als man es von üblichen Showrooms kennt, ist die Präsentation der Steine: Zum Beispiel findet der Besucher auf dem Boden zahlreiche Varianten für geometrische Fliesen, ein Höhepunkt ist die Decke in Form einer metallenen Lotusblüte.
https://www.pmamadhushala.com/
 

Gewinner Landschaftsarchitektur: Architekten Vivek P.P. &  Nishan M für den „Freedom Square“ in der Stadt Kozhikode.Gewinner Landschaftsarchitektur: Architekten Vivek P.P. &  Nishan M für den „Freedom Square“ in der Stadt Kozhikode.Gewinner Landschaftsarchitektur: Architekten Vivek P.P. & Nishan M (De Earth Architects) für den „Freedom Square“ in der Stadt Kozhikode (früher Calikut): der „Freiheitsplatz“ direkt am Strand will ein Ort der Besinnung für die Besucher sein und gleichzeitig zu ihrer Identität als Bürger Indiens beitragen. Er besteht aus massiven Steinwänden aus dem roten Laterit und aus Betonwänden, die mit 4 cm dickem, geflammten Granit verkleidet sind. Beim Durchschreiten der Anlage und Lesen der Informationstafeln sollen die Besucher sich der Geschichte bewusst werden. Nebenan legt ein weitläufiger Platz mit Mosaikpflaster aus Natursteinen, gedacht für künstlerische Darbietungen oder politische Events.
https://deearth.com/
 

Gewinner Grüne Architektur: Architekt Himanshu Patel für das Aaranya Farmstay Resort am GIR Lion Sanctuary, Gujarat.Gewinner Grüne Architektur: Architekt Himanshu Patel für das Aaranya Farmstay Resort am GIR Lion Sanctuary, Gujarat.Gewinner Grüne Architektur: Architekt Himanshu Patel (d6thD design studio) für das Aaranya Farmstay Resort am GIR Lion Sanctuary, Gujarat: für das Mauerwerk wurde die Sandsteinen Papda (gelb), Bella (rötlich) und Kota (grau) verwendet. „Die geringe Bearbeitung gibt ihnen einen irdenen Ausdruck“, schreiben die Architekten. Markant sind besonders die Säulen aus gedrehten dicken Fliesen mit den Maßen ca 20 x 20 x 5 cm. Für die massiven Wände wurden unter anderem Fliesen mit knapp 60 beziehungsweise 38 cm Länge verwendet. Für den Empfangsbereich griffen die Architekten auf traditionelle Sandsteinbögen und Bruchsteinmauerwerk zurück. Zugeschnitten wurden die Steine nach traditioneller Handwerkskunst.
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(20.11.2023)