Chinas Steinbranche war 2023 schlecht im Export und auch bei den Importen gab es einen Rückgang

Exporte 2023, aufgegliedert nach Kontinenten und Steinsorten.

Der Generalsekretär des Branchenverbands China Stone Material Association (CSMA) spricht in einem Vortrag auf der Messe in Xiamen von einem „überdimensionierten Markt”

Von einem „allgemeinen Abwärtstrend im Import- und Exporthandel“, sprach SUN Weixing bei seinem Vortrag auf der Messe in Xiamen (16. – 19. April 2024), außerdem von einer „Verlangsamung des Wirtschaftswachstums” und einem „überdimensionierten Markt.” Sun Weixing ist der Generalsekretär des Branchenverbands China Stone Material Association (CSMA). In einem separaten Bericht geben wir seinen Vortrag ausführlich wieder: https://www.stone-ideas.com/106520/eine-marke-fur-chinas-steine-mehr-grune-produkte/

Hier die Statistiken für Import und Export der Branche im Jahr 2023, wie sie der Verband veröffentlicht hat. Weiter unten Daten zur Steinbranche in China aus dem Vortrag von Sun Weixing.

Richtig schlecht waren die Ergebnisse im Export: zwar gab es einen Anstieg nach Tonnage um +6,0 %, jedoch erbrachte das bei den Erträgen ein Minus um (-)14,5 %. Wie die Tabelle oben zeigt, galt das für alle Zielregionen.

Und auch für alle Sorten, mit Ausnahme von Granit.

Importe 2023, aufgegliedert nach Herkunftsländern und Steinsorten.

Auf den ersten Blick lief es bei den Einfuhren etwas besser für Chinas Steinbranche: Für mengenmäßig -3,05 % bezahlte man -9,55 %.

Allerdings ist das vermutlich kein Zeichen für eine generell bessere Verhandlungsposition der Einkäufer, als eher ein Spiegelbild der weltweiten Lage: In den globalen Medien kursierte das Gerücht einer Krise im Baugeschäft, weshalb sich die Einkäufer überall zurückhielten.

Beispiele dazu: Die Türkei, ebenfalls eine Größe im Export, schloss 2023 nach Wert mit -7,63 % ab – jedoch gingen, offenbar als Nachholeffekt, die ersten Monate 2024 außergewöhnlich in die Höhe; auch Brasilien verzeichnete 2023 ein negatives Ergebnis von (-)13 %, und Italiens Exporte an Fertig- und Halbfertigprodukten kamen nur auf -4,5 %.

Importe 2023, aufgegliedert nach Herkunftsländern und Steinsorten.

Sun Weixing lieferte bei seinem Vortrag auch Zahlen zur chinesischen Gesamtwirtschaft: Ihr Wachstum habe sich „erholt und stabilisiert” und zuletzt +5,2 % gegenüber dem Vorjahr erreicht.

Im Immobiliensektor hätte die Regierung eine Stabilisierung erreicht, so der Generalsekretär: 2023 betrug die fertiggestellte Wohnfläche 998,31 Millionen Quadratmeter, was einer Steigerung von (+)17,0 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Die Natursteinbranche habe an Platten 820 Millionen Quadratmeter produziert, was einem Rückgang um (-)8,6 % gegenüber dem Vorjahr entsprach.

Aufgeteilt nach Sorte waren das bei Marmor 260 Millionen Quadratmeter (-18,43 %), bei Granit 560 Millionen Quadratmeter (-3,2 %).

An Groß-Unternehmen zählte die Branche 3.526. Für sie gilt ein Jahresumsatz von mehr als 20 Millionen Yuan. Davon waren 758 im Steinbruchgeschäft und 2.768 in der Verarbeitung tätig. Ihre Zahl stieg gegenüber dem Vorjahr um 189.

Ihr gesamter Umsatz belief sich auf 274,91 Milliarden RMB (-8,9 %). Ihr Gewinn betrug 21,06 Milliarden RMB (-15.6 %).

614 der Unternehmen erwirtschafteten im Jahr 2023 Verluste. Das war ein Anstieg der Zahl der betroffenen Unternehmen um 103.

Die Nachfrage nach Naturstein „war weiterhin schwach“, so der Generalsekretär.

Derzeit sei eine Marktbereinigung und ein Trend zur Firmenkonzentration zu beobachten.

Was die Exporte angeht, gebe es einen Fokus auf näher an China gelegene Zielländer. Die Länder der Neuen Seidenstraße spielten eine besondere Rolle.

China Stone Material Association (chinesisch)

See also:

(13.05.2024)