Vertreter von 10 nationalen Natursteinverbänden kamen beim NSSA-Treffen in Verona zusammen. Reihe vorne, 2. von links: Sarah Gregg (Natural Stone Institute, USA), links neben ihr: Fabio Cruz (Centrorochas, Brasilien), 5. von links: Flavio Marabelli (Confindustria Marmomacchine, Italien). Zweite Reihe: 3. von links: Jim Hieb (Natural Stone Institute, USA). Dritte Reihe, 4. von links: Nelson Cristo (Assimagra, Portugal). Foto: NSI

Auf der Marmomac kamen Steinverbände aus zehn westlichen Nationen zusammen und gründeten eine „Globale EPD-Initiative“

Die Natural Stone Strategic Alliance (NSSA) hat auf der Marmomac 2024 in Verona eine „Global EPD Collaboration Initiative“ ins Leben gerufen. Die Gruppe von Steinverbänden startete damit einen Weg, um regionalspezifische Umweltproduktdeklarationen (EPDs) zu erstellen, mit denen Naturstein als Baumaterial mit geringem CO2-Fußabdruck bekannt gemacht werden kann, teilt das Natural Stone Institute in einer Presseerklärung mit.

Eine EPD ist eine Sammlung von wissenschaftlich erstellten Daten, z.B. über die Menge an Energie oder Wasser, die bei der Herstellung eines Materials verbraucht wird. Indirekt gibt sie so auch einen Überblick über die Freisetzung des Treibhausgases CO2 (Kohlendioxid) über die Baustoffe eines Gebäudes.

Darüber hinaus enthält eine EPD auch Daten über den Lebenszyklus des Gebäudes, also auch darüber, was mit den Baustoffen nach dem Abriss geschieht.

Wichtige Vorarbeit für das Treffen in Verona hatte Sarah Gregg geleistet. Sie ist die Nachhaltigkeitsbeauftragte des US-amerikanischen Natural Stone Institutes (NSI) und resümiert: „Indem wir unsere Ressourcen und unser Fachwissen bündeln, können wir die Datensätze und Botschaften erstellen, damit die Verwendung von Naturstein als Weg zu klimafreundlichem Bauen weltweit anerkannt wird.“

Zum Beispiel weiß nicht jeder Architekt und Innenarchitekt, dass Naturstein null Graue Energie verbraucht, weil er von Natur aus einfach vorhanden ist und er nicht hergestellt werden muss.

Auf dem Treffen in Verona verpflichteten sich Vertreter aus 10 Ländern aus dem Westen zur Mitwirkung an der Global EPD Collaboration Initiative. Neben Vertretern vom Natural Stone Institute NSI (USA), Confindustria Marmomacchine (Italien), Centrorochas (Brasilien) und Assimagra (Portugal) waren es: Stone Federation (UK), Kivi (Finnland), Aegean Mineral Exporters Association (Türkei), Greek Marble Association (Griechenland), Deutscher Naturwerkstein-Verband, sowie – aus Spanien – Cluster del Granito, Marmol de Alicante und Centro Tecnológico del Mármol.

Da mehrere der teilnehmenden Organisationen bereits Erfahrungen mit der Umweltberichterstattung haben, ist die NSSA in einer guten Ausgangslage, um Verfahren für die standardisierte Erfassung der EPD-Daten, das Engagement der Mitgliedsunternehmen und effektive Marketingstrategien zu entwickeln.

Die nächsten Schritte bestehen darin, weitere Verbände aus anderen Ländern anzusprechen und sie zur Teilnahme an der Initiative zu bewegen. Ziel ist es, dass Anfang 2026 ein globaler Naturstein-EPD-Bericht vorliegt.

See also:

(17.10.2024)