Unsere Bilder aus einem Steinbruch der Firma Rosal Stones im Jahr 2018 haben nichts von der Dramatik, wie man sie vom Starkregen Ende Oktober 2024 in der spanischen Provinz Valencia sieht. Wir haben bei unseren Freunden aus der Natursteinbranche in Spanien nachgefragt, ob sie von der Katastrophe betroffen seien, ob sie Erfahrungen mit Extremregen hätten und wie sie sich dagegen schützen würden. Catalina Sánchez, Chefin der Firma Rosal Stones, hat geantwortet.
Stone-Ideas.com: Wie ist die Lage bei Ihnen?
Catalina Sánchez: Wir sind in der Provinz Murcia zuhause, das ist rund 250 km südlich der Stadt Valencia, rund zweieinhalb Stunden über die Autobahn. Bei uns war es nicht schlimm. In der Provinz Valencia war es extrem.
Stone-Ideas.com: Sie kennen solche Situationen?
Catalina Sánchez: Wir hatten 2018 auch schlimme Regenfälle, jedoch lange nicht so katastrophal. Damals liefen unsere Steinbrüche voll mit Wasser. Die Fotos zeigen es.
Stone-Ideas.com: Auf den Fotos sieht es aus, als hätte man es mit Schwimmbecken zu tun.
Catalina Sánchez: Nun ja. Seitdem haben wir einen Notfallplan. Der besagt: Wenn sintflutartige Regenfälle vorhergesagt sind, holen wir die Maschinen von der Sohle des Steinbruchs hoch. Dann wird der Abbau gestoppt. Andere Arbeiten sind möglich, können aber nur mit besonderer Vorsicht durchgeführt werden.
Stone-Ideas.com: Und wenn der Regen vorbei ist?
Catalina Sánchez: Wir lassen die Experten der Wasserbehörde* das stehende Wasser und den Schlamm auf schädliche Stoffe untersuchen. Wir haben ein System von Terrassen, Gräben und Teichen, wo wir ein Wassermanagement betreiben können. So bleiben Schlamm und Erde an Ort und Stelle und müssen nicht woanders hin gepumpt werden.
Stone-Ideas.com: Und beim Regenwasser, das von den Dächern der Werkstätten kommt?
Catalina Sánchez: Für das haben wir ein ähnliches System mit einem Kanal, der alles Wasser aus der Anlage aufnimmt und in den zentralen Teich führt. Am Ende ist hier und dort das Wasser sauber und kann wieder in die Kreisläufe geleitet werden.
Stone-Ideas.com: Ist Rosal Stones also auf der sicheren Seite?
Catalina Sánchez /zieht die Augenbrauen hoch/: Wir tun unser Bestes, um Schäden an unseren Anlagen, an unserem Abbau und an der Umwelt um uns herum zu vermeiden. Aber wir haben es mit einer neuen Realität zu tun: Wir können nicht wirklich sicher sein, dass ein extremes Wetter uns nicht irgendwann überrollt.
* Confederación Hidrográfica del Segura
Fotos: Rosal Stones
(07.11.2024)




