Die neueste Werbekampagne des portugiesischen Verbands Assimagra für seine Natursteine ist eine große Sache: Es handelt sich um den Dokumentarfilm „Milestone“ von 70 Minuten, der das Selbstverständnis der Leute von der iberischen Halbinsel mithilfe ihrer Steine erklären soll.
Das führt jene Marketingstrategie fort, mit der der Verband sich bereits auf der Milan Design Week 2025 präsentiert hatte: Man hatte Designer aus den Regionen des Landes eingeladen, mit Steinen von dort markante Alltagsobjekte für den Hausgebrauch zu entwerfen (siehe Link unten).
Nun schreibt Assimagra zu „Milestone“: „Der Film nimmt den Zuschauer mit auf eine filmische Reise durch Tradition, Handwerkskunst, Kultur, Innovation und Nachhaltigkeit und erkundet die Identität Portugals anhand des Steins – von der Vorgeschichte bis hin zu einigen der bedeutendsten zeitgenössischen Architekturprojekten weltweit.“
Stein also als „Botschafter“ (Assimagra) Portugals, schließlich zählt der Wirtschaftszweig „zu einer der dynamischsten Branchen des Landes, die sich durch Qualität, Vielfalt und technologische Innovation hervorheben.“
Regisseur ist Frederico Miranda, Produzent Fred Fabrik, gedreht wurde an 20 Orten in Portugal. Mitwirkung kam aus Frankreich und den USA. Finanziert wird das Projekt vom Portuguese Recovery and Resilience Plan (PRR) im Rahmen der Initiative Sustainable Stone by Portugal.
Im Januar 2026 gab es eine Vorführung des Films in kleinem Rahmen in Lissabon. Öffentlich verfügbar ist bisher nur der Trailer. Aktuell durchläuft „Milestone“ die internationalen Festivals. Die Initiatoren hoffen, ihn auch über eine Streaming Platform zeigen zu können.
Der Film stellt die Steine aus bestimmten Regionen und ihre Verwendung in bedeutsamen Architekturprojekten weltweit heraus:
• den Granit aus Ponte de Lima, der in Jean Nouvels Philharmonie de Paris verwendet wurde;
• die Schieferlandschaften und prähistorischen Felszeichnungen von Foz Côa;
• die Kalkstein-Kulturstätten in der Region Serra de Aire e Candeeiros;
• die Marmorlandschaften des Estremoz-Antiklinal, die sowohl mit den kulturellen Traditionen des Alentejo als auch mit der zeitgenössischen Architektur in New York verbunden sind, etwa dem Perelman Performing Arts Center (gezeigt auf dem Foto oben).

