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Kurz notiert: für alle, die 2012 artig waren

(Dezember 2012) Carmen Magán und Juan Cabeza haben sich mit ihrer Firma Escultura-Opaso darauf spezialisiert, Kundenwünsche umzusetzen. „Ein Photo oder eine Idee reicht uns meistens aus für ein Angebot“, schreiben sie auf ihrer Webpage, „wir können unsere Arbeit auch an Ihr Budget anpassen“.  

Der Baukasten „Alpha Beta Gamma“ könnte auch als therapeutisches Werkzeuge dienen, zum Beispiel für Spekulanten oder Banker in Zeiten der von ihnen verursachten Börsenkrise. Wenn die Kurse rutschen, würden sie die 13 kleinen Blöcke aus Carrara-Marmor hervorholen und damit zum Beispiel Häuserzeilen, Türme oder Fabriken bauen.  

Schlüssel verlegt man gerne, wenn man sie nicht sogar verliert. Eine originelle Ablage hat sich der kanadische Bildhauer Stephen Yettaw überlegt.   

Teller aus versteinertem Holz hat die britische Firma Stonefish.   

Werbegeschenke aus Naturstein hat die deutsche Firma Stach 2000.   

Firmenzeichen in Stein stellt die US-Firma Natural Rock Designs her.   

Tiefe Einsichten in die Mineralien. Geologe aus Großbritannien lässt Dünnschnitte von Steinen leuchten und verfremdet sie mit Computerprogrammen.  

Geometrie meets Gastronomie. Junge italienische Designer entwerfen Utensilien aus Marmor fürs Kochen.  

Geschenkidee aus Großbritannien: Ein Stein vor der Haustür zeigt zuverlässig, wie’s Wetter draußen ist.   

Steinhäuser für Vierbeiner und Vögel. Aus Italien kommt die Idee eines „Dorfs für das Haustier“, in Travertin gebaut und gegen Verschmutzung behandelt.  

Finanzkrise und Fukushima-Schock. Der japanische Künstler Hirotoshi Ito stellt Themen der Gegenwart in lustigen Materialkombinationen dar.   

Das Halbdunkel der Seele als Augen im Schiefer. Der spanische Künstler Pancho Castelo gestaltet in dem dunklen Stein teils bedrückende Reliefs.  

Gedanken auf dem Weg durchs Gehirn. Der US-Bildhauer Somers Randolph gestaltet verschlungene, aber klare Formen aus Alabaster, Marmor und anderem Stein.   

Spiel mit dem Stein. Viele der Arbeiten des deutschen Bildhauers Ulf Eggert stecken voller Humor und Lebensfreude.  

Steinmonster gegen Schreckensmeldungen: Wasserspeier, Schlusssteine und Fratzen für Haus und Garten.  

Momentaufnahmen der kleinen Tiere. Die Französin Marion Rivière gestaltet sogar die Spinne und den Igel in Stein.  

 

Bücher:

Beucha – Dorf der Steine (Lothar Eißmann, u.A., Sax Verlag, 2012, 160 Seiten, 224 einfarbige Abbildungen, 33 farbige Abbildungen, gebunden, 19,80 €, ISBN: 978-3-86729-115-6).   

Die Geologie des Erzgebirges (Ulrich Sebastian, Springer Spektrum, 2012, 248 S. 288 Abb. in Farbe, gebunden 39,95 €, ISBN 978-3-8274-2976-6).   

Das Kolosseum. Bewundert, bewohnt, ramponiert (Erik Wegerhoff, Wagenbach Verlag, 2012, 240 Seiten. Gebunden 24,90 €, ISBN 978-3-8031-3640-4).  

Kunstwerke in Stein sind das Thema vieler Produkte im Online-Shop der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, zum Beispiel in den Briefkarten „Berühmte Paare“ mit Aufnahmen von Heinrich und Kunigunde am Bamberger Dom oder in der Serie „Fensterrosen“ in Kirchen. Daneben gibt es Bücher, Puzzle und mehr zu schützenswerten Kulturgütern in Deutschland.   

Illustriertes Glossar der Verwitterungsformen von Naturstein (Internationaler Rat für Denkmalpflege Icomos, Imhof Verlag, 78 S. mit 166 Farbabbildungen, ISBN 978-3-86568-667-1, 19,96 €).  

Bereits 2009 erschienen aber immer wieder lesenswert ist Steine in deutschen Städten. 18 Entdeckungsrouten in Architektur und Stadtgeschichte (Herausgegeben von J. H. Schroeder, verfasst von 31 Autoren aus 18 Städten mit zahlreichen Fotos, Wegekarten und Tabellen, Selbstverlag Geowissenschaftler in Berlin und Brandenburg e.V. Buchhandelspreis: € 15,00). Das Buch im Format für die Jackentasche informiert über die Natursteine an hiesigen Gebäuden und erzählt viele Geschichten drumherum. Inzwischen sind im selben Verlag 10 Führer zur Geologie von Berlin und Brandenburg erschienen (1, 2).