www.stone-ideas.com

Marmomac 2018: Das ehemals großartige „Italian Stone Theatre“ der letzten Jahre fiel diesmal buchstäblich ins Wasser

Die Ausgestaltung der Halle 1 als solche war wieder großartig.

War der Anspruch zuvor gewesen, die Zukunft der Steinbranche auszuloten, feierten Italiens Firmen und Designer diesmal nur, wie sie heute sind

Eine der Besonderheiten der diesjährigen Marmomac (26.-29. September 2018) war, dass sie mehr internationale Beteiligung vorwiesen konnte als jemals zuvor. „Mehr als 60% der 1600 ausstellenden Firmen waren international“, heißt es im Abschlussbericht der Messe, „und von den 68.000 Besuchern während der 4 Messetage waren 62% international, im Vergleich zu 60% im Jahr 2017.“

150 Länder waren vertreten (2017: 147), Delegationen kamen aus 65 Ländern (2015: 55).

In krassem Gegensatz dazu stand die Halle 1: sie zelebrierte allein die „Italian Excellence“, so die Messe, also das Knowhow und die Kreativität von Italiens Steinbranche.

Dabei war das „Italian Stone Theatre“ dort ehemals ein Labor für die Zukunft der Steinbranche weltweit gewesen. Unter der Führung von Raffaello Galiotto hatten die Italiener als führende Naturstein-Nation 3 Jahre lang das durchkliniert, was die Zukunft für die Branche bringen könnte.

Bildlich gesprochen lautete einst der Anspruch des Italian Stone Theatre: Bis zum Horizont, dort anschlagen, und wieder zurück.

Was jedoch diesmal dem Leitmotiv „Stein und Wasser“ gezeigt wurde, repräsentierte in den meisten Fällen allenfalls die Gegenwart, also das, was Firmen, Designern und Architekten heute so im Kopf herumgeht und gerade bei Facebook gepostet haben.

Von all dem abgesehen war die Ausgestaltung der Halle 1 als solche wieder großartig. Auch wenn manche unachtsame Besucher neben die Stege traten und ins Wasser tappten.

Über die Präsentation „Percorsi d’Arte“ (Wege der Kunst) zum Einsatz von Robotern in der Bildhauerei in Halle 1 und einzelne der Arbeiten werden wir separat berichten.

Eine Anmerkung noch: bei der Eröffnung der Marmomac wies der Bürgermeister von Verona darauf hin, dass die bislang brach liegenden Industrieflächen am Messegelände reaktiviert werden. In die Weinmesse Vinitaly im nächsten Jahr soll das Gebäude einer ehemaligen Tabakfabrik einbezogen werden.

Marmomac

Foto: Luca Morandini / Veronafiere
 

Die Präsentationen in Halle 1:

Architetture per l’Acqua (pdf)

Liquido Solido Litico (pdf)

Brand & Stone (pdf)

Winebar / Promenade sull’Acqua (pdf)

Best Communicator Award (pdf)

Archmarathon (pdf)

Icon Award (pdf)
 

Autor: Peter Becker

See also:

 

 

 

 

(16.10.2018)