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Der World Wealth Report sieht die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) weiterhin als Magnet für die Superreichen

Die künstliche Insel Palm Jumeirah in Dubai, fotografiert 2005 von der Internationalen Raumstation aus. Foto: Nasa / Die künstliche Insel Palm Jumeirah in Dubai, fotografiert 2005 von der Internationalen Raumstation aus. Foto: Nasa / <a href="https://commons.wikimedia.org/"target="_blank">Wikimedia Commons</a>

Vor Ort haben sich viele Firmen für Vermögensverwaltung angesiedelt / Die Malls sind ein Zentrum für Luxusmarken

Die Vereinigten Arabischen Emirate VAE zählen zu den bevorzugten Regionen, wo sich die Reichen und Superreichen niederlassen. Die Marktforscher von New World Wealth mit Sitz in Johannesburg in Südafrika sagen voraus, dass sich in der Region am Persischen Golf bis 2027 gut 140.000 Personen mit über 1 Million US-$ Nettovermögen ansiedeln werden (derzeit: 88.700).

Die Zahl der Milliardäre dort soll im selben Zeitraum rund 30 erreichen (derzeit: 13).

Weltweit wird die Zahl dieser so genannten HWNI (High Net Worth Individuals) insgesamt auf rund gut 15 Millionen geschätzt.

Die VAE sind ein Zusammenschluss von 7 Emiraten. Dazu gehören Abu Dhabi, Dubai, Sharjah, Fujairah, Ras al-Khaimah, Ajman and Umm al-Quwain mit zusammen rund 9,3 Million Einwohnern (Ausländer eingerechnet). Abu Dhabi ist die Hauptstadt, Dubai hat die größte Bevölkerungszahl. Das Land zeichnet sich durch große Toleranz aus, ungewöhnlich für die Region: es leben Menschen aus rund 200 Nationen mit ihren Religionen mit- beziehungsweise nebeneinander. Jedoch gelten für die Bürger nicht grundlegende Rechte wie Meinungsfreiheit.

Als Hauptgrund für das Interesse der Reichen an dieser Region nennen die Marktforscher vor allen die Tatsache, dass es dort keine Einkommensteuer gibt. Ähnliche Bedingungen bieten nur noch Monaco, Bermuda und die Bahamas.

Ebenso haben die meisten dort ansässigen Firmen keine Steuern zu zahlen. Im Januar 2018 wurde erstmals eine Mehrwertsteuer von 5% eingeführt.

Weitere Anziehungspunkte für die Supereichen sind die exzellenten internationalen Schulen und Universitäten, Gesundheitseinrichtungen, Top-Apartments und Villas sowie ein hoher Freizeitwert.

Folglich seien seit 2000 rund 38.000 HWNI in die VAE umgezogen, schreiben die Forscher in ihrer Studie „The UAE 2018 Wealth Report“: „Allein 2007 waren es 5000. Viele von ihnen kamen „aus Indien, der Türkei, Saudi Arabien, Ägypten, Nigeria, dem Iran und dem Libanon.

Daraus ergibt sich eine interessante wirtschaftliche Lage: das Bruttosozialprodukt der VAE basiert zum größtenteils auf Öl, der Reichtum der Bürger beruht jedoch zum größten Teil auf deren Besitz im Ausland.

Was zur Folge hat, dass es dort auffallend viele Firmen für Vermögensverwaltung auf internationalem Niveau gibt.

Interessant auch, dass die Reichen oft nur für ein Jahr oder zwei in den VAE bleiben und dann weiterziehen.

Die relativ kurze Verweilzeit reicht jedoch aus, dass sich der Zusammenschluss und insbesondere Dubai zu einem der weltweit wichtigsten Verkaufsorte für Luxusgüter entwickelt haben. Der Sportwagenhersteller Porsche zum Beispiel bringt dort rund 3000 Autos jährlich unter die Leute. Das sind beinahe 10 Karossen pro Tag.

Eine große Zahl an Geschäften „für Luxuskleidung und Accessoires findet man in der Dubai Mall und der Mall of the Emirates“.

Die Marktforscher sagen voraus, dass Dubai auch ein hohes Potenzial als Drehkreuz für den internationalen Kunstmarkt hat. Bisher waren dessen Zentren London, New York, Hong Kong and Beijing. Festzuhalten ist aber, dass Abu Dhabi seit 2017 einen Ableger des Pariser Louvre beherbergt.

The UAE 2018 Wealth Report

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(04.03.2019)