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Naturstein als Verbindungselement und Akzent für die Möbelgestaltung

Olivier Vitry: „Modular Tables“.

Der Belgische Designer Olivier Vitry zeigte auf dem Salone Satellite auf der Möbelmesse in Mailand seine „Modular Tables“

Design mit Naturstein muss materialgerecht sein, haben wir schon oft gefordert, in anderen Worten: der Designer muss das Material dafür verwenden, was es kann. Nur dann kann der Stein der Benutzbarkeit (Funktionalität) eines Gegenstandes dienlich sein – sonst ist er nur Klamauk.

Machen wir hier eine Übung und greifen 2 beliebige Eigenschaften von Naturstein heraus.

Zum Beispiel: erstens seine große Härte und zweitens sein ästhetisch ansprechendes Erscheinungsbild.

Was kann man mit diesen Eigenschaften für den Möbelbau anfangen.

Olivier Vitry: „Modular Tables“.

Eine schöne Antwort auf die Frage hat der belgische Architekt Olivier Vitry auf der Möbelmesse in Mailand gegeben: seine „Modular Tables“ (Modulare Tische) lassen sich leicht auf- und abbauen, und dabei spielt ein Natursteinelement eine zentrale Rolle.

Ein Prototyp war jener Beistelltisch aus Holz, dessen Beine und die Platte von einer Schwalbenschwanzverbindung zusammengehalten werden.

Wie das Ganze funktioniert, erklärt sich von selbst.

Ein kleines Detail für das Funktionieren bleibt auf der Unterseite der Tischplatte verborgen: der Zapfen muss sich beim Einschieben nämlich eine leichte Steigung heraufarbeiten. Dadurch entsteht eine Spannung zwischen den Einzelteilen, die das Ganze zusammenhält. Auch müssen die Beine in die Platte eingesetzt werden.

Das Prinzip funktioniert am besten, wenn das eine Material nicht allzu hart ist (zum Beispiel Eichenholz, wie in unserem Fall), und das andere sehr hart (Marmor).

Zusätzlich gibt der steinerne Zapfen dem Möbelstück einen unübersehbaren Akzent und zusätzliche Eleganz.

Auch aus Aluminium hat Vitry den Zapfen schon hergestellt – dann ist das Erscheinungsbild des Möbelstücks ganz anders.

Wichtig ist natürlich, dass die Teile mit großer Genauigkeit ineinander passen.

Olivier Vitry: „Modular Tables“.

Auf der Messe in Mailand im Bereich Salone Satellite der jungen Designer zeigte Vitry Prototypen mit verschiedenen Spielarten.

Olivier Vitry: „Modular Tables“.

Derzeit entwickelt er zusammen mit den Mitarbeitern des Architektenbüros Claisse Architectures am Firmensitz in Brüssel weitere Anwendungsmöglichkeiten.

Claisse Architecture

Salone Satellite

Fotos: Miko/Miko Studio, Jean Dominique Burton

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(10.07.2019)