Draenert und die Designerin Alexia Mintsouli präsentieren wegweisende Neuerungen für das Design mit Naturstein

Alex Mint, Draenert: „Kallisto”.Alex Mint, Draenert: „Kallisto“.

Für den Esstisch „Kallisto“ wird eine Ausgangsplatte mit markanter Struktur zerschnitten und neu zusammengesetzt

Gleich 3 bedeutsame Innovationen für das Produktdesign mit Naturstein gab es auf der Messe IMM Cologne in Köln (13.-19. Januar 2020) zu sehen, und man fand sie allesamt an einem Stand: Die Firma Draenert, Spezialist für exklusive Möbel meist mit Stein, hatte die griechische Designerin Alexia Mintsouli – Markenname: Alex Mint – zur Zusammenarbeit eingeladen, und gezeigt wurde auf der Möbelmesse ihr neuer Tisch „Kallisto“.

Die 3 Neuerungen betrafen
* erstens den gestalterischen Umgang mit den Adern und Strukturen, die manche Steine haben,
* zweitens die Bedeutung von Fugen,
* drittens die Grenze, die es üblicherweise für das Wirkungsfeld des Designers und der Designerin gibt.

Erstens: Bekannt und gelegentlich spektakulär sind die Bemühungen, die Adern in einem Stein quasi zu verlängern, indem ähnliche Stücke passgenau angesetzt oder durch Bookmatching die ganze Struktur spiegelbildlich verdoppelt wird.

Alex Mint, Draenert: „Kallisto“.

Alexia Mintsouli aber ging diesmal ganz anders an das Thema heran: sie zerschnitt eine große Platte mit einer auffälligen Struktur und setzte die so entstandenen geometrischen Einzelstücke neu zusammen!

Das hat noch niemand so gemacht, genauer: noch niemand hat das mit einem so bis ins Detail durchdachten Konzept gemacht.

Alex Mint, Draenert: „Kallisto“.

Denn, zweitens: man bekommt es mit den Fugen zu tun, wenn man aus den Einzelteilen ein neues Gesamtstück komponieren will. Während das im Fall etwa der Wiederverwendung von Abfallstücken kein Problem ist, weil man dort versuchen wird, die Fugen möglichst unauffällig zu machen, ging es für Alexia Mintsouli genau ums Gegenteil.

Denn wenn ihr Design ehrlich sein wollte, musste sie die Fugen geradezu herausheben. Zu was sonst – wenn nicht dazu, ihre eigene Arbeit von der der Natur abzusetzen – hätte sie gerade erst das Originalstück zerschnippelt?

Alex Mint, Draenert: „Kallisto“.

Die Art von Fugen wie bei „Kallisto“ haben wir noch in keinem Stein-Design gesehen: sie sind mehr als bloß vorhanden, sondern richtig ausgearbeitet

Das dient auch dazu, dass Krümel auf dem Tisch einfach mit einem Tuch weggewischt werden können.

Drittens: das geometrische Muster, wie die Einzelstücke neu komponiert werden, behält die Designerin in der Hand. Der Kunde kann sich zwar eine der rund 180 Steinsorten aussuchen, die Draenert auf Lager hat. Jedoch ist es nicht beliebig, wie das Mosaik der Platte gestaltet wird.

Sonst hätte man es gleich bei der Vorgabe der Natur im Original belassen können, oder besser: belassen sollen.

Hier kommt die Designerin nach der Phase des Entwerfens noch einmal und mit einer neuen Rolle ins Spiel: sie ist es, die das Endergebnis der Tischplatte komponiert. Das geschieht am Computer, natürlich, und wird dem Kunden vor dem endgültigen Zuschnitt und Zusammenkleben vorgelegt.

Bei Steinen mit wilden Maserungen könnte der Kunde kaum selbst ein geschmackvolles Endergebnis hervorbringen.

Alex Mint, Draenert: „Kallisto“.

Wie reagieren die Kunden auf diese ganz neue Art des Designs mit Naturstein? „Sie sind sehr angetan“, sagte uns Anette Pfeifer, Pressesprecherin des Unternehmens. Der Beweis: schon am frühen Nachmittag des 1. Messetages war das 1. Exemplar von Kallisto verkauft.

Fast hätten wir vergessen, es zu erwähnen: der Tisch hat noch ein optisches Schmankerl, nämlich die Häkchen in der Platte. Sie bestehen aus demselben Material wie der Fuß, stehen jedoch mit dem Gestell nicht in Verbindung und sind nur Dekoration.

Sind sie als Likes nach Art von Facebook zu verstehen?

Draenert

Alex Mint

Renderings: Draenert

See also:

 

 

 

 

(07.02.2020)