„Vortice“ von antoniolupi und Paolo Ulian: das freistehende Waschbecken als Sinnbild für die Strömung im Wasser

Paolo Ulian, antoniolupi: „Vortice“.

Designer und Firma haben wieder eine Funktionale Skulptur für die Wohnungseinrichtung geschaffen

„Vortice“ (Wirbel) heißt das neueste Waschbecken der italienischen Firma antoniolupi. Man kann es als so genannte Funktionale Skulptur verstehen – als einen Einrichtungsgegenstand, der als solcher verwendet werden kann, aber in seiner Form unverkennbar den Anspruch erhebt, auch ein Kunstwerk zu sein.

Wir hatten vor einer Weile einige Aspekte dieser Denkrichtung im Produktdesign mit Naturstein diskutiert.

Das Material bei Vortice ist Carrara Marmor und der Designer war Paolo Ulian. Er hat die Form seines Waschbeckens „Intreccio“ aus dem Jahr 2018 weitergedacht: waren es ehemals nur gegeneinander versetzte Lagen des Steins, die übereinander gestapelt waren, hat der Stapel nun noch eine Drehung und in sich gewissermaßen eine Zuspitzung nach unten: Wie ein Strudel, den man vom Auslauf der Badewanne kennt, ist der Fuß des freistehenden Beckens schmal und weitet sich nach oben auf, um schließlich im Waschbecken zu enden.

Paolo Ulian, antoniolupi: „Vortice“.

Mit dieser Art des Designs wäre zudem Abfall vermieden worden, heißt es in der Presseerklärung dazu. Das Objekt ist aus einem einzigen Kubus von Marmor geschnitten, indem dieser in 16 Scheiben zerteilt wurde.

Paolo Ulian, antoniolupi: „Vortice“.

Weiter heißt es dazu in der Pressemitteilung: Vortice vertieft Paolo Ulians „Thema der kontemporären Materie und untersucht den komplexen Dialog zwischen Unbeweglichkeit und Dynamik, zwischen Festigkeit und Leichtigkeit, zwischen Realität und Erscheinungsbild“.

antoniolupi

Renderings: antoniolupi

„Vortice“, durch Spiegelung auf dem Boden scheinbar verdoppelt.

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(18.02.2020)