Neuheiten bei der Designmarke Favius: die Tische „Sediment“ von Besau-Marguerre spielen mit der Geologie

Studio Besau-Marguerre, Favius: „Sediment“.

Durch die polierten Oberflächen der Tischplatten ziehen sich matte Bänder, die mittels Sandstrahlen erzeugt wurden

„Sediment“ heißen die neuen Tische der Regensburger Designmarke Favius. Es gibt sie in 2 Größen, nämlich als Kaffee- oder als Beistelltisch. Der Name lässt ahnen, dass hier mit der Geologie gespielt wird.

Denn die Designer des Hamburger Studios Besau-Marguerre haben Marmor für die Tischplatten verwendet, und spätestens hier merkt der Eingeweihte, dass der Name „Sediment“ nur symbolisch gemeint ist: denn Marmor ist kein Sedimentgestein, sondern wird aus einem solchen gebildet, wenn nämlich vormaliger Kalkstein im Erdinnern in einem Prozess der Metamorphose in eben Marmor umgewandelt wird.

Studio Besau-Marguerre, Favius: „Sediment“.

Ausgewählt haben die Designer die farbig prägnanten Sorten Giallo Reale und Verde Guatemala. Eine der Besonderheiten der großartigen Gestaltung sind die aufgerauten Bänder, die per Sandstrahlen über die polierte Fläche gezogen sind.

Wenn man diese Bänder aufstellen würde, gäbe das dann doch übereinander liegende Sedimentstrukturen, wenn man so will.

Studio Besau-Marguerre, Favius: „Sediment“.

Das Sandstrahlen klingt von der Fertigung her einfach, ist es aber nicht. Denn die Tischplatten sind an den Rändern ganz frei von den Spuren dieser Bearbeitung – das bekommt man nur mit viel Knowhow so hin.

Die Oberfläche der Tische ist imprägniert, so dass zum Beispiel Kaffee, der verschüttet wird, weggewischt werden kann.

Ein deutlicher Gegensatz zu den eher verspielten Tischplatten ist das Gestell des Möbelstücks: geradlinig aus massiver, lackierter Eiche mit demselben Farbton wie die Platte.

Kleines Detail ist, dass das Gestell „Durchblicke zulässt“, wie es in der Pressemitteilung heißt. Diese bewirken, dass das ganze Möbelstück leicht wirkt.

Hanne Willmann, Favius: „Flakes“.

Neuheit im Programm von Favius ist auch die Tischlampe „Flakes“ (Flocken) der Designerin Hanne Willmann, die 2019 den Tisch „Gravity“ zur Kollektion beigesteuert hatte. Es ist ein mundgeblasenes Leuchtenobjekt, die es in Blau, Weiß und Schwarz gibt.

Die markanten Punkte auf der Oberfläche entstehen, indem von Hand farbige Glaskörner aufgetragen werden. Das macht zudem jedes Stück zu einem Unikat.

Favius

Studio Besau-Marguerre

Studio Hanne Willmann

Fotos: Favius

Eva Marguerre und Marcel Besau.Hanne Willmann.

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(19.02.2020)