„Marble Patterns“ der Firma Del Savio 1910: ein wunderschönes Spiel mit einfachen geometrischen Formen, unterschiedlichen Farben sowie Marmor und Terrazzo

Del Savio 1910: „Marble Patterns“. Foto: Mattia Balsamini

Das Familienunternehmen bringt geometrische Elemente aus Naturstein zusammen und füllt die Zwischenräume mit Zementmasse auf

Die neuen Technologien für die Bearbeitung von Stein haben zu zahlreichen neuen Produkten gehört. Ein Beispiel sind die Terrazzoböden, in die kleine Inlays von Marmor eingelegt sind. Wir hatten 2 Firmen beschrieben.

Nun taucht das umgekehrte Konzept auf: nicht der Marmor wird als Inlay in die Terrazzo-Masse eingelegt, sondern der Terrazzo füllt die Zwischenräume zwischen den Naturstein-Elementen. Es werden sozusagen Mosaike hergestellt, und deren Fugen werden mit Terrazzo aufgefüllt.

Das ist die Produktidee der italienischen Firma Del Savio 1910, die ehemals Del Savio Marmi hieß und aus Anlass des 110. Jubiläums sich den neuen Namen gegeben hat. Sie hatte 3 Designer eingeladen, jeweils 3 Kollektionen für neuartige Wand- oder Bodenfliesen zu entwerfen.

„Marble Patterns“ war der Name des Gesamtprojekts, in dem ein wunderschönes Spiel mit einfachen geometrischen Formen gespielt wird.

Besonderheit dabei ist, dass die Entwürfe auch als Vorschläge zu verstehen sind. Denn der Kunde kann mit einem Konfigurator auf der Webpage sich seine eigene Farbkombination zusammenstellen. Das gilt nicht nur für die Steinsorte, sondern auch für die Farben der Terrazzofugen.

Wohlgemerkt: Fugen sind in einigen Kollektionen nicht der richtige Ausdruck für das, um was es geht; vielmehr gibt es Zwischenräume zwischen den Steinflächen und diese lassen sich mit Terrazzo verschiedener Farbe füllen.

Studio Zanellato/Bortotto: „Opus Certum“. Foto: Screenshot webpageStudio Zanellato/Bortotto: „Opus Certum, Dot”. Foto: Mattia BalsaminiStudio Zanellato/Bortotto: „Opus Certum, Vague”. Foto: Mattia Balsamini

Die Designer Giorgia Zanellato and Daniele Bortotto vom Studio Zanellato/Bortotto waren federführend in dem Konzept. „Opus Certum“ nennt sich ihre Kollektion. Den Arrangements merkt man an, dass die Elemente von Hand arrangiert sind – Handarbeit stellt die Firma als eines ihrer Markenzeichen heraus. Die Produktionsstätte befindet sich in der Stadt Pordenone unweit von Venedig. In der Region gibt es eine lange Terrazzo-Tradition.

Mae Engelgeer: „Eidola“. Foto: Screenshot webpageMae Engelgeer: „Eidola. Icon“. Foto: Screenshot webpageMae Engelgeer: „Eidola. Icon“. Foto: Screenshot webpage

Die beiden Designer holten weitere Kreative ins Boot. Eine war die Niederländerin Mae Engelgeer. Sie entwarf die Kollektion „Eidola“.

David/Nicolas: „Standard Geometries“. Foto: Screenshot webpageDavid/Nicolas: „Standard Geometries, Standard Triangles“. Foto: Mattia BalsaminiDavid/Nicolas: „Standard Geometries, Standard Squares“. Foto: Mattia Balsamini

Schließlich das libanesische Designstudio David/Nicolas (David Raffoul und Nicolas Moussallem). „Standard Geometries“ nannten die beiden ihre Kollektion.

Alle Motive lassen sich nicht nur für Wand- oder Bodenfliesen nutzen, sondern zum Beispiel auch für Tischplatten oder andere Möbeldekorationen.

Sehr schön aufgeräumt und klar ist übrigens die Website der Firma gestaltet. Wir empfehlen den Blick auf die Unterseite „Diary“: dort sind verschiedene Stunden eines fiktiven Tages mit Motiven aus den Kollektionen kombiniert.

Die Firma Del Salvio wird in der 3. Generation von Mitgliedern der Familie geführt, derzeit von den Geschwistern Manuela and Manuele. „Indem wir Tradition und Innovation, Vergangenheit und Gegenwart verbinden, schätzen und fördern wir das einzigartige kulturelle Erbe, das von Anfang an die Visitenkarte unseres Unternehmens war“, heißt es auf der Webpage.

Del Savio 1910

Del Savio 1910, Diary

Giorgia Zanellato and Daniele Bortotto (left, Foto: Mattia Balsamini); Mae Engelgeer (Foto: Del Savio 1910).David Raffoul und Nicolas Moussallem (left, Foto: Matt Harrington); CEOs Del Savio 1910: Manuele und Manuela Del Savio (Foto: company).

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(19.08.2020)