Das b2b-Event „Ma.R.Mo.“ der IMM Carrara soll eine „Renaissance“ für den weißen Marmor bringen

Screenshot der Webpage.

Die Veranstaltung soll eine „Renaissance“ für den weißen Marmor bringen / Manifest „Architects for the future“

Wenn es nach den Veranstaltern geht, müssten im September und Oktober 2020 große Teile der weltweiten Steinbranche regelmäßig online gehen. Weil: gerade hat die IMM Carrara angekündigt, dass ihre b2b-Veranstaltung „Ma.R.Mo.“ auf den 28.-30. Oktober verschoben wird und dann einen Online-Ableger haben wird; die Marmomac hatte sich schon auf das nächste Jahr vertagt und für den 30. September bis 02. Oktober ihre „Restart“-Version online geplant; die Xiamen Stone Fair will in ihrer Online-„Cloud“ ab September monatliche Themenschwerpunkte als Webinare oder Online-Videos bearbeiten.

Werfen wir einen Blick auf die „Ma.R.Mo.“ der IMM Carrara, weil wir die beiden anderen virtuellen Veranstaltungen bereits vorgestellt hatten.

Etwas kryptisch ist der Titel „Ma.R.Mo“. Kein Wunder, zuletzt gab es schon mal eine „Carrara2“ oder einen „Marmotec_Hub_4.0“.

„Ma.R.Mo.“ meint „Marmo Renaissance Model“ und ist eine neue Bezeichnung für jenes b2b-Event, das die IMM Carrara seit einigen Jahren anstelle ihrer Messe Marmotech erfunden hat. Es soll, wie der Name sagt, eine Wiedergeburt der Nachfrage nach dem weißen Marmor aus der Toskana bringen.

Dafür werden internationale Einkäufer eingeladen, dies mit staatlichen Geldern von Italiens Exportförderern I.C.E.

Neben Besuchen in den Steinbrüchen und bei Firmen sowie schnellen Business-Meetings gehört auch „White Carrara Downtown“ zum Programm. Es ist ein kulturelles Event, das in den Straßen der Altstadt und auf ihren Plätzen den Stein mit Kultur und Lebensart zusammenbringt.

Dass das b2b-Treffen in diesem Jahr eine Online-Variante hat, ist der Corona-Pandemie geschuldet. Die Veranstalter hoffen, dass Gäste aus Europa der Kern der wirklich Anwesenden sein werden, wie es in einer Pressemitteilung der IMM Carrara heißt. Für die anderen wird es die Online Veranstaltung geben.

Diese soll nicht nur übers ganze Jahr zugänglich sein, sondern auch spezielle Angebote für Architekten und Designer machen.

Damit nicht genug: man will auch „wissenschaftliche Dialoge“ ins Leben rufen, bei denen Experten aus vielen Gebieten ihre Vorstellungen über eine „Renaissance der Natursteinwelt“ beisteuern.

Daneben soll es ein „Stone and Project 2020” geben, das zentrale Themen aus dem Manifest „Architects for the Future“ aufgreifen und im Bezug auf Naturstein diskutieren will. Themen sind „die Verwendung, die Besonderheiten, die Widerstandsfähigkeit und die Umweltaspekte (von Marmor)“.

Vorgestellt werden soll auch wieder das Statistik-Jahrbuch „Stone Sector“, das ehemals über die reinen Zahlen hinaus wertvolle Hinweise für die Entwicklung der Steinbranche gab. In den letzten Jahren war es nicht mehr veröffentlich worden.

In der Pressemitteilung werden die Länder genannt, die die IMM Carrara im Moment vorrangig im Blick hat:
* „Für die Delegation bezüglich Steinmaterialien sind die Herkunftsländer: Vereinigtes Königreich, Deutschland, Estland, Litauen, Polen, Kasachstan, Turkmenistan, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Marokko, Katar, Indonesien, Thailand, Japan, USA, Kanada
* Für die Technologie-Delegation: Algerien, Marokko, Tunesien, Albanien, Russland, Indien, Iran, Palästina, Kasachstan, Turkmenistan, Thailand, Vietnam, Chile, Peru, Kolumbien, Argentinien, Brasilien, Japan, Korea.“

Ma.R.Mo. 2020

See also:

(25.08.2020)