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Architektur: die Kunst der Fuge auch beim Schiefer

(April 2011) Die traditionelle Verlegung von Schiefer an Fassaden ist überlappend, was dem Gebäude oft ein altmodisches Aussehen gibt. Für Bauherren und Architekten, die mit dem Material ein modernes Erscheinungsbild erreichen wollen, hat der deutsche Hersteller Rathscheck die so genannte symmetrische Deckung entwickelt. Hier werden die Steinplatten, wie bei Granit oder Marmor schon lange üblich, nebeneinander angebracht – ganz ohne Überlappung. Das gibt die Möglichkeit, ein Fugenmuster in strenger Geometrie auf die Wand zu zeichnen.

Die maximale Plattengröße beträgt 60 x 60 cm. Innerhalb dieser Ausmaße sind alle Varianten machbar, was dem Architekten eine bisher bei Schiefer nicht gekannte Gestaltungsfreiheit eröffnet. Angeboten werden spaltraue Platten, die den typischen seidigen Glanz tragen, oder polierte Oberflächen.

Innerhalb der symmetrischen Deckung gibt es eine weitere Neuheit: wurden bisher die Schieferplatten mit sichtbaren Klammern an die Unterkonstruktion angehängt, kann dies nun auch unsichtbar geschehen. Dann ist von hinten eine 7 mm tiefe Sacklochbohrung in den Stein eingearbeitet, in die dann ein Anker ohne Spreizkräfte und formschlüssig eingreift. Das erlaubt nicht nur eine schnelle Montage auf der Unterkonstruktion aus Aluminium, sondern später auch einen schnellen Wechsel einzelner Platten.

Damit werden nun Kreuzfugen ganz ohne störende Zusätze möglich, was ein Fassadenmuster in perfekter quadratischer Strenge möglich macht. Das Gewicht liegt bei 27 kg pro Quadratmeter.

Rathscheck Schiefer

Fotos: Rathscheck Schiefer