Monitillo 1980, Felix Millory: Kollektion „Tecton“.

Als „Funktionale Skulpturen“ kann man die Designobjekte der süditalienischen Firma Monitillo 1980 bezeichnen: Es sind einerseits Kunstwerke, andererseits aber genauso Produkte für den Alltagsgebrauch. Die Dreidimensionalität, wie sie für Skulpturen typisch ist, ist auch Kennzeichen dieser Objekte – wie aber kann man dann in solch eine Kollektion Wandfliesen aufnehmen, wo diese doch üblicherweise ganz flach sind?

Der französische Designer Felix Millory hat sich von der Aufgabe nicht abschrecken lassen und für die aktuelle Kollektion der Firma „Tecton“ die Fliesen mit dem Namen „Segni“ und „Scultura“ hinzugefügt. Wie üblich ist das Material Naturstein.

Das erweitert auch das Einsatzgebiet von Fliesen. Denn mittels der Dreidimensionalität lassen sich überraschende Muster an die Wände etwa im Wohnzimmer bringen. Nicht nur kann man bei der Verlegung mit der Anordnung spielen. Indem verschiedene Oberflächenvarianten kombiniert werden, ergeben sich viele Varianten.

Monitillo 1980, Felix Millory: Kollektion „Tecton“.Monitillo 1980, Felix Millory: Kollektion „Tecton“.

Allerdings: Den Einsatz der Beleuchtung sollte man genau planen, denn die 3D-Oberfläche ist nicht wirklich hoch.

„Tecton“, so der Name der ganzen Kollektion, ist ein Begriff aus dem Griechischen und bedeutet „schaffen, gestalten, bauen“. Der kreative Umgang mit Naturstein steht an zentraler Stelle mit Esstischen, Beistelltischen, Konsolen und Lichtelementen. Es handelt sich um dunklen Travertin aus dem Iran und hellen Travertin aus Italien sowie Onyx aus dem Iran.

Monitillo 1980, Felix Millory: Kollektion „Tecton“.Monitillo 1980, Felix Millory: Kollektion „Tecton“.

Kontrast bestimmt die Objekte: Bei manchen ist die Oberfläche beinahe roh belassen, bei anderen fein bearbeitet. Es gibt geometrische Linien, genauso die Verläufe natürlicher Adern im Stein.

Der Stein ist jedoch immer massiv belassen. Das fällt aber nicht immer gleich ins Auge: „Das Ergebnis ist ein Dialog zwischen Festigkeit und Leichtigkeit, Beständigkeit und Verwandlung, und der Stein ist nicht nur ein tragendes Element, sondern auch ein Mittel für den künstlerischen Ausdruck“, heißt es in den Presseunterlagen.

Monitillo 1980, Felix Millory: Kollektion „Tecton“.

Man darf den Namen der Kollektion nicht verwechseln mit dem Kunststein Dekton der spanischen Firma Cosentino.

Monitillo 1980

Felix Millory

Fotos: Monitillo 1980

Monitillo 1980, Felix Millory: Kollektion „Tecton“.Monitillo 1980, Felix Millory: Kollektion „Tecton“.Monitillo 1980, Felix Millory: Kollektion „Tecton“.Monitillo 1980, Felix Millory: Kollektion „Tecton“.