Die wichtigen Leute des Symposium 2025: (v.l.n.r)  Martin Schräder (Deutschland), Sara Terpino (Italien), Thomas Laubscher (Geschäftsleiter des Steinzentrums Wunsiedel), Alexara Sanches (Spanien), Tamer Ersoy (Türkei), Evrim Kiliç (Türkei), Robert Alger (Tschechien/USA).

Das Internationale Bildhauersymposium im Steinzentrum Wunsiedel / EFBZ fand in diesem Jahr zum 30. Mal statt. Es stand unter dem Motto „Die fünf Sinne“ und widmete sich dem Dichter Jean Paul (1763 – 1825), in Wunsiedel geboren, dessen 200. Todestag begangen wird.

Ziel des jährlich stattfindenden Symposiums ist, die Bedeutung von Naturstein und Handwerk der Öffentlichkeit vorzuführen. Gleichzeitig geht es darum, mit Künstlern aus vielen Ländern den interkulturellen Austausch zu fördern. Diesmal waren Bildhauer aus den USA, Tschechien, Italien, der Türkei, Spanien und Deutschland eingeladen.

Sie hatten die Gelegenheit, vom 01. bis 11. Juli 2025 ihre Ideen in Wunsiedeler Marmor umzusetzen. Das Material ist nicht reinweiß, sondern hat viele Adern und ist sehr grobkörnig. In der Vergangenheit war es überall in der Gegend nicht weit von Nürnberg als Baustoff beliebt.

Der Dichter Jean Paul ist für seine tiefsinnige Sprache bekannt und hat sich oft mit den Sinnen und ihrer Bedeutung für die menschliche Existenz auseinandergesetzt. Bekannte Aussprüche sind „Die Augen sind die Fenster der Seele“ oder „Das Ohr ist der Weg zum Herzen“.

Martin Schräder (Deutschland), Sara Terpino (Italien).

Viele der fertigen Skulpturen werden dauerhaft in Wunsiedel bleiben und das Stadtbild oder das Steinzentrum bereichern.

Normalerweise gibt es für das Symposium eine Ausschreibung mit Möglichkeit zur Bewerbung. 2026 wird wieder einen solchen internationalen Call For Artists geben. Wir werden in unserem Calendar for Symposia/Festivals darauf hinweisen.

Alexara Sanches (links, Spanien), Tamer Ersoy (Türkei).

Schirmherr und Förderer der Jubiläumsveranstaltung war Landrat Peter Berek, der sich seit vielen Jahren für die kulturelle und bildungspolitische Entwicklung des Steinzentrums einsetzt. Sponsoren waren der Landesverband der Bayerischen Steinmetze, der Bundesverband Deutscher Steinmetze, das Berufsbildungswerk des Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks, die Handwerkskammer für Oberfranken, sowie der Verein der Freunde und Förderer des Europäischen Fortbildungszentrums e.V.

Das Kompetenzzentrum für das Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk, salopp: Steinzentrum, ist eine Institution mit Angeboten für die Steinmetze aus ganz Europa und darüber hinaus. Bereits seit 1990 wird dort die Ausbildung, Weiterbildung und Fortbildung rund um das Thema Naturstein angeboten. Mit knapp 600 Kursteilnehmern aller Altersgruppen, ist es das größte derartige Kompetenzzentrum in Europa.

Evrim Kiliç (Türkei), Robert Alger (Tschechien/USA). Können und fachliches Wissen stehen im Mittelpunkt der Kurse. Gepflegt wird auch das Gemeinschaftsgefühl und ein enges Miteinander im Handwerk. „Vor allem durch gemeinschaftliche Projekte fördern wir das Zwischenmenschliche, die Teamfähigkeit, die gegenseitige Akzeptanz und damit die eigene Persönlichkeit und die Kreativität – allesamt Eigenschaften, die im weiteren Berufs-, aber auch im Privatleben essenziell wichtig sind“, heißt es auf der Webpage.

Kürzlich wurden die Pläne für das geplante „Campus Steinzentrum Wunsiedel“ vorgestellt.

Steinzentrum Wunsiedel

Calender for Symposia/Festivals

Fotos: Steinzentrum