MARM \ MORE® (MARMMORE®) von Fili Pari: kein Granit, sondern ein Textil mit 50 % Marmorpulver.MARM \ MORE® von Fili Pari: Jacken „Flippa“ (links) und „Nina“.

„Stone Next“ bietet Fachleuten, Unternehmen und Designern die Gelegenheit, modernste Technologien aus nächster Nähe zu erleben, Kontakte zu innovativen Start-ups zu knüpfen und Inspiration für neue Projekte in der Welt des Natursteins zu gewinnen. Die ausgestellten Projekte sind:
 

(Foto oben) Bereits ein Markterfolg ist das innovative Textil MARM \ MORE® (MARMMORE®) des Mailänder Unternehmens Fili Pari. Die beiden Gründerinnen, Alice Zantedeschi und Francesca Pievani, haben kürzlich für ihre Idee aus dem Studium, Marmorpulver in einer Mikrofolie zu verwenden, eine neue Anwendung gefunden: Der Stoff wurde für das Armaturenbrett und die Türverkleidungen des neuen Lancia Ypsilon LX eingeführt. Das Material ist wasser-, wind- und abriebfest und hat bereits in der Alltagskleidung Karriere gemacht. Es besteht zu über 50 % aus Marmorpulver – beim Anfassen fühlt es sich tatsächlich wie Stein an.
Die Jacken und Regenmäntel von Fili Pari aus MARM \ MORE® sind im Marmomac Shop-in-Shop in Halle 10 oder im Online-Shop des Unternehmens erhältlich.
 

Flechten können farbenfroh sein und überleben auf Steinoberflächen.Projekt „Lichen & Stones“ von Julia Schwarz.* „Lichen & Stones“ ist der Titel eines Projekts von Julia Schwarz: Die Vielseitigkeit des Steins Pannonia wird zum Schauplatz für 3D-Experimente, die die Ästhetik von Flechten nachahmen. Diese hybriden Kolonien aus Algen und Pilzen, die traditionell als Symbole für Verfall oder Vernachlässigung städtischer oder skulpturaler Strukturen wahrgenommen werden, spielen in dem Projekt eine zentrale Rolle und stellen das Konzept der Schönheit auf den Kopf. Die gezeigten Strukturen stehen für die Integration von Architektur und Natur.
 

* „Laboratorio: Engineered objects for home design“: Aus der Zusammenarbeit zwischen der Associazione Donne del Marmo und dem Studiengang Ingenieurwesen für Industriedesign an der Universität Pisa sind 12 Spin-off-Kollektionen aus dem Katalog von La Casa di Pietra entstanden, einer toskanischen Marke, die sich auf die Herstellung von Objekten aus Naturstein und anderen Materialien spezialisiert hat. Die Studenten entwarfen Kerzenleuchter, Tischdekorationen, Vasen und andere Haushaltsgegenstände für die Zukunft.
 

Menschliche Fertigkeiten und moderne Techniken werden im Projekt der Klesarska Škola Pučišća  (Steinmetzschule) von der Insel Brač in Kroatien zusammengeführt.* Menschliche Fertigkeiten und moderne Techniken werden im Projekt der Klesarska Škola Pučišća (Steinmetzschule) auf der Insel Brač in Kroatien zusammengeführt. In einer täglichen Live-Vorführung von Lehrern und Spitzenstudenten in Halle 10 zeigt „die tausendjährige Handwerkskunst“, wie die Bildhauerei mit Werkzeugen seit dem alten Rom Technik und Tradition verbinden kann.
 

* „I Profumi del Marmo” (Die Düfte des Marmors) präsentiert neue Parfums und innovative Accessoires, die von Pennata entworfen wurden. Vor einigen Jahren hatten wir über die Düfte Statuario, Arabescato und Calacatta berichtet, die in Flakons mit Verschlüssen aus diesen berühmten Marmorsorten angeboten wurden. Dieses Mal bieten die „maßgeschneiderten Accessoires ein multisensorisches Erlebnis, das Ästhetik und Innovation vereint”, wie es in einer Pressemitteilung heißt.
 

* „Stone 3D Printing“ von der ETH Zürich, kuratiert von Pietro Odaglia und Francesco Ranaudo, eröffnet neue Perspektiven für eine Kreislaufarchitektur mit geringem CO2-Fußabdruck. Es handelt sich um ein System zur Herstellung von Architekturkomponenten in Originalgröße mit einem Drucker. Das Material besteht zu 80 % aus recyceltem Stein und einem umweltfreundlichen Bindemittel und verbindet Kreislauf mit digitaler Präzision. Zu sehen sind gedruckte Objekte von Möbeln bis hin zu Strukturelementen.

Marmomac, 23. bis 26. September 2025

Fotos: Fili Pari, Archiv, Marmomac