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„Hammer-Erlebnis“ im Land der Grauwacke

Farn wuchs in Urzeiten in der Größe von Bäumen. Foto: Lotte76 / <a href="https://commons.wikimedia.org/"target="_blank">Wikimedia Commons</a>Versteinerte Farne findet man häufig. Foto: ReptOn1x / <a href="https://commons.wikimedia.org/"target="_blank">Wikimedia Commons</a>

Lindlar bietet während der Sommermonate wieder die Fossiliensuche für Kinder und eine Steinbruchführung für Erwachsene

Die Sprache ist an die Zielgruppe angepasst: „ein Hammer-Erlebnis“ verspricht die Stadt Lindlar im Bergischen Land mit ihrer Fossiliensuche in den Steinbrüchen vor Ort am 17. Juli 2019. Vor allem an Kinder richtet sich das Angebot als „Freizeit- und Ferienspaßprogramm“, wie es in einer Mitteilung heißt. Das Angebot wird am 21. August und am 15. Oktober wiederholt.

Zur Erinnerung: Lindlar lag vor mehr als 300 Millionen Jahren etwa auf der Höhe des Äquators in einer tropischen Welt. Zahlreiche Sensationsfunde an Fossilien aus jener Zeit hat es schon gegeben, etwa versteinerte Überreste eines Waldes – sie sind das älteste derartige Zeugnis weltweit. Auch Reste von Riesenfarnen hat man schon gefunden.

Die Tourismus-Strategen der Stadt haben aber auch die Erwachsenen als Zielgruppe im Blick: „Sollte sich eine Gruppe Erwachsener hierfür (für das ,Hammer-Erlebnis’, d.Red.) interessieren, bieten wir selbstverständlich auch individuelle private Führungen beziehungsweise Fossiliensuche an“, heißt es in einer Mitteilung.

Darüber hinaus gibt es für Erwachsene am 21. September wieder die traditionelle Steinbruchführung. Thema ist die Arbeit der Steinhauer sowie die ehemalige und moderne Technik der Steingewinnung. Wie haben die Menschen es ehemals geschafft, die Bergische Grauwacke aus den Steinbrüchen abzubauen und wie wurde sie dann weiterverarbeitet? ist einer der Fragen, auf die zertifizierte Führer Antworten geben.

Lindlar hat auch einen Steinhauerpfad, der seit 40 Jahren existiert. Er beginnt am Steenkühler Brunnen im Ort und ist 6,2 km lang. Steenkühler kommt von Steinkuhle – das ist ein altes Wort für Steinbruch. Bei den Führungen hier wird unter anderem erklärt, welche Aufgabe den Steinräumern, Steinstößern und Steinkippern in der Gewinnung und Verarbeitung zukam.

Den teils schmalen Steinhauerpfad kann man auch auf eigene Faust erwandern. Zahlreiche Informationstafeln liegen am Weg, sie wurden in den letzten Jahren mit Audiostationen erweitert. Unter den „24 Bergischen Streifzügen“ hat der Steinhauerpfad in Lindlar die Nummer 8.

Lindlar-Touristik

24 Bergische Streifzüge

(03.07.2019)