Miszellen: Ideen rund um Naturstein

Michael E. Yeaman: „Beat the Russians with the Ukrainian Wedge“.Frieden für die Ukraine: Wir hatten einen Aufruf an internationale Künstler veröffentlicht, Werke zu schaffen, die den vom russischen Präsidenten Wladimir Putin am 24. Februar 2022 begonnenen Krieg in der Ukraine kommentieren. Der US-Bildhauer Michael E. Yeaman hat sich nach Ablauf der Frist gemeldet: Seine Idee trägt den Titel „Beat the Russians with the Ukrainian Wedge“ und bezieht sich auf El Lissitzkys berühmtes Propagandaposter von 1919 „Beat the Whites with the Red Wedge”. Das Original bezieht sich auf den russischen Bürgerkrieg zwischen den kommunistischen Bolschewiken und den so-genannten Weißen. Für eine Umsetzung in Stein schreibt Yeaman: „Ein Keil aus zwei gleichen Teilen Lapislazuli und gelbem Calcit soll in eine Kugel aus rotem Granit eintauchen. Die gesamte Komposition soll aufrecht stehen.“ (1, 2, 3).

Für den Symbolischen Betrag von einem Schweizer Franken hat das Dorf Vals die berühmte Therme des Architekten Peter Zumthor zurückgekauft. Sie wird in eine gemeindeeigene Stiftung überführt.

Das österreichische Forum Mineralische Rohstoffe hat unter der Überschrift „Wissen Sie dass…“ auf seiner Webpage eine Datensammlung zum Verbrauch von Sand, Gesteinen usw bereitgestellt. Unter anderem heißt es: „In Österreich findet man etwa 1.300 Gewinnungsstätten (rund 950 Sand- und Kiesgruben sowie ca. 350 Steinbrüche).“

„Ohne Handwerk keine Denkmalpflege: Für die Zukunft unserer Denkmale sind Fachkräfte wichtig – sie fehlen“, schreibt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) in der aktuellen Ausgabe ihres Magazins Monumente (April 2022). Noch bis zum 12. Oktober 2022 können sich Meister um Stipendien für die Fortbildung zum „Restaurator im Handwerk“ bewerben (1, 2).

In der Steinhauerstube im Dorfmuseum in Schmie (Maulbronn) ist die Ausstellung „Faszination Sandstein“ zu sehen, in der auf Acrylgemälde von Friedrich Heider die Faszination dieses Steins gezeigt wird.

Der Westbruch in Waldsteinberg bei Brandis im Geopark Porhyrland ist Geotop des Monats April 2022. Taucher können im See vereinzelte Relikte aus der Zeit des Abbaus von Granitporphyr finden.

Die Marmorskulptur eines Stiers mit 3 t Gewicht aus dem Jahr 1901 wurde im Berliner Volkspark Humboldthain wiederentdeckt. Ehemals war sie ein beliebter Treffpunkt. In den letzen Kriegstagen wurde sie zerstört und vergreben.

Das „Directory 2022“ der Confindustria Marmomacchine kann jetzt von der Webseite des italienischen Verbands heruntergeladen werden. Es ist zweisprachig in Italienisch und Englisch. Der Verband wird seine jährliche Generalversammlung am 10. Juni 2022 während der Design Week in Mailand abhalten.

Big Data in der Geochemie: die Universität Göttingen hat GEOROC, die größte geochemische Datenbank, übernommen und überarbeitet. Damit stehen den Nutzern derzeit Analysen aus über 20.000 Einzelpublikationen (die älteste aus dem Jahr 1883) und von 614.000 Proben zur Verfügung. Zusammen repräsentieren diese Analysen fast 32 Millionen einzelne Analysenwerte.

Auch vor der Küste der Antarktis gibt es Vulkane. Am Tiefseevulkan Orca, der seit langem inaktiv ist, wurde 2020 eine Folge von mehr als 85.000 Erdbeben registriert, ein Schwarmbeben, das bis dahin für diese Region nicht beobachtete Ausmaße erreichte.

Video des Monats: Die „Treppe des Todes“ in Peru, von den Inkas vor 600 Jahren angelegt, führt auf den Gipfel des Berges Huayna Picchu, der sich außerhalb der Ruinen von Machu Picchu befindet. Sie ist steil und schwierig zu erklimmen, bietet aber spektakuläre Ausblicke. Ticketreservierung erforderlich.

(20.04.2022)