Die Stadt Bern hat wieder ihren zweijährigen Preis für handwerklich und künstlerisch beispielhafte Grabmäler vergeben

Die Grabmalkommission bei einem ihrer Rundgänge.Ziel der Aktion ist, „individuell gestaltete Grabmäler als wichtigen Bestandteil der Trauerarbeit (zu) fördern“

Die Grabmalkommission der Stadt Bern zeichnet alle zwei Jahre handwerklich und künstlerisch beispielhafte Grabmäler aus. Im November 2023 wurden Auszeichnungen für insgesamt elf Grabmäler auf Friedhöfen in der Schweizer Bundeshauptstadt vergeben, die in den Jahren 2022 und 2023 eingerichtet worden waren. Wir zeigen zehn davon. Die Angehörigen erhalten als symbolische Anerkennung einen Gutschein für Blumenschmuck im Wert von 100 Schweizer Franken sowie eine Urkunde. Die Arbeit der Bildhauerinnen und Bildhauer wird mit einer Urkunde honoriert.

Die Grabmalkommission ist eine der ständigen Kommissionen des Berner Gemeinderats. Unter dem Vorsitz des Leiters der Abteilung Stadtgrün sichert die Kommission die gestalterische Qualität der Friedhöfe. Mit der Auszeichnung will die Stadt die Grabmalkunst und die Friedhofskultur fördern. Erstmals erfolgte die Vergabe 1957.

„Individuell gestaltete Grabmäler sind ein wichtiger Bestandteil der Trauerarbeit und prägen die hiesigen Friedhöfe“, heißt es in der Presseerklärung der Stadt. „Die Angehörigen sollen daher ermutigt werden, den Dialog mit einer Bildhauerin oder einem Bildhauer zu suchen und gemeinsam ein Grabmal zu entwickeln, das die Einmaligkeit der Verstorbenen zum Ausdruck bringt.“

Bern

Fotos: SGB/Hitzblech

Schosshaldenfriedhof: Oben auf einer Stele aus weißem Marmor Lasa-Bianco liegt ein kleines Dorf mit dicht aneinander gedrängten Häusern; in einem Haus brennt im 3. Stock ein Licht. Gestaltung: Bildhaueratelier Kurzweg, 3063 Ittigen.Schosshaldenfriedhof: Oben auf einer Stele aus weißem Marmor Lasa-Bianco liegt ein kleines Dorf mit dicht aneinander gedrängten Häusern; in einem Haus brennt im 3. Stock ein Licht. Gestaltung: Bildhaueratelier Kurzweg, 3063 Ittigen.

Friedhof Bümpliz: Familiengrab; der Olivenbaum (Liesberger Kalkstein) weist auf den Wohnort der Verstorbenen im Olivenweg hin; trotz des Risses im Stamm wuchs der Baum symbolisch weiter. Gestaltung: Bildhaueratelier Kurzweg, 3063 Ittigen.Friedhof Bümpliz: Familiengrab; der Olivenbaum (Liesberger Kalkstein) weist auf den Wohnort der Verstorbenen im Olivenweg hin; trotz des Risses im Stamm wuchs der Baum symbolisch weiter. Gestaltung: Bildhaueratelier Kurzweg, 3063 Ittigen.

Schosshaldenfriedhof: Grabmal einer Frau: Rundumplastik Mann und Frau (Gurten Sandstein); enge Zusammenarbeit des Hinterbliebenen mit dem Bildhauer Volger Kurz, Oevres d’Art, 3014 Bern. Schosshaldenfriedhof: Grabmal einer Frau: Rundumplastik Mann und Frau (Gurten Sandstein); enge Zusammenarbeit des Hinterbliebenen mit dem Bildhauer Volger Kurz, Oevres d’Art, 3014 Bern.

Bremgartenfriedhof: Die flachen geometrischen Strukturen (Gestaltung: Roman Greub, 3032 Hinterkappelen) im Anröchter Dolomit strahlen Ruhe aus und bekommen eine Ergänzung durch die Informationen über den Verstorbenen auf der Vorderseite. Bremgartenfriedhof: Die flachen geometrischen Strukturen (Gestaltung: Roman Greub, 3032 Hinterkappelen) im Anröchter Dolomit strahlen Ruhe aus und bekommen eine Ergänzung durch die Informationen über den Verstorbenen auf der Vorderseite.

Bremgartenfriedhof: Der Hahn diente als Logo am Antiquitätengeschäft des Verstorbenen. Das Zeichen ist ein wenig vor die Stele aus Gurten Sandstein gesetzt und reicht an zwei Seiten über sie hinaus, was an einen Vogel hoch in den Lüften erinnert. Gestaltung: Richard Wyss, 3033 Wohlen.Bremgartenfriedhof: Der Hahn diente als Logo am Antiquitätengeschäft des Verstorbenen. Das Zeichen ist ein wenig vor die Stele aus Gurten Sandstein gesetzt und reicht an zwei Seiten über sie hinaus, was an einen Vogel hoch in den Lüften erinnert. Gestaltung: Richard Wyss, 3033 Wohlen.

Bremgartenfriedhof: Übergang von schwerer, erstarrter Materie (Kalkstein Comblanchien ) zu einer leicht wirkenden Luftzeichnung aus fingerdickem Rundeisen; die Luftzeichnung stellt zwei Menschen dar, die aus einem einzigen Stück Draht gebogen wurden; es handelt sich um eine Endlos-Linie, die sich vor dem Hintergrund nahezu auflöst. Gestaltung: Lucia Strub, 2503 Biel.Bremgartenfriedhof: Übergang von schwerer, erstarrter Materie (Kalkstein Comblanchien ) zu einer leicht wirkenden Luftzeichnung aus fingerdickem Rundeisen; die Luftzeichnung stellt zwei Menschen dar, die aus einem einzigen Stück Draht gebogen wurden; es handelt sich um eine Endlos-Linie, die sich vor dem Hintergrund nahezu auflöst. Gestaltung: Lucia Strub, 2503 Biel.

Schosshaldenfriedhof: Auf der Rückseite des Grabes für Markus Raetz ist eine wellenförmige Linie in den Estavayer Muschelkalk eingraviert: es ist ein „Chribel“ (von Hand gezeichneter Strich) der an die spiralförmigen Drahtfiguren von Markus Raetz erinnert, die unter bestimmten Blickwinkeln zu Gesichtern werden. Gestaltung: Jeker Natursteine AG, 3006 Bern. Schosshaldenfriedhof: Auf der Rückseite des Grabes für Markus Raetz ist eine wellenförmige Linie in den Estavayer Muschelkalk eingraviert: es ist ein „Chribel“ (von Hand gezeichneter Strich) der an die spiralförmigen Drahtfiguren von Markus Raetz erinnert, die unter bestimmten Blickwinkeln zu Gesichtern werden. Gestaltung: Jeker Natursteine AG, 3006 Bern.

Schosshaldenfriedhof: Auf der Stele aus Comblanchien Kalkstein sitzt eine Katze, die der Sohn der Verstorbenen modelliert hat. Das Tier hält die Totenwache, wie es Katzen manchmal tun. Gestaltung: Kurzweg, Bildhauer-Atelier, 3006 Bern.Schosshaldenfriedhof: Auf der Stele aus Comblanchien Kalkstein sitzt eine Katze, die der Sohn der Verstorbenen modelliert hat. Das Tier hält die Totenwache, wie es Katzen manchmal tun. Gestaltung: Kurzweg, Bildhauer-Atelier, 3006 Bern.

Schosshaldenfriedhof: Christliches Kreuz verbunden mit der Symbolik des keltischen Sonnenrades; es wirkt leicht obwohl mit schwerem Hammer geschmiedet, erinnert an keltische Eisenkreuze auf irischen Friedhöfen. Gestaltung: Roland Fornaro, 4952 Eriswil.Schosshaldenfriedhof: Christliches Kreuz verbunden mit der Symbolik des keltischen Sonnenrades; es wirkt leicht obwohl mit schwerem Hammer geschmiedet, erinnert an keltische Eisenkreuze auf irischen Friedhöfen. Gestaltung: Roland Fornaro, 4952 Eriswil.

Bremgartenfriedhof: Bronze mit Flachrelief des Bildhauers Max Fueter (1898-1983) eingelassen in Bollinger Sandstein. Gestaltung: Bildhauerei Schneider, 3008 Bern.Bremgartenfriedhof: Bronze mit Flachrelief des Bildhauers Max Fueter (1898-1983) eingelassen in Bollinger Sandstein. Gestaltung: Bildhauerei Schneider, 3008 Bern.
 

See also:

(17.01.2024)